Duisburgs Leuchttürmeträume ganz gross

Unter https://www.duisburg-update.de/ueberblick/ bietet unsere geliebte Stadt, derzeit u.a. oft als B-Standort (UHHH-AHHH) betitelt, aktuell seine Leuchttürmeträume an. Noch ist nix fertiggestellt was leuchten kann, aber feucht träumen darf unser ungeliebtes Personal ja.

Im Impressum steht die Gebag, was darauf hindeutet, dass sie dafür federführend ist. Warum sie als städtische Gesellschaft z.B. Werbung für Mercator One macht ist mir schleierhaft – s. Bild 3 https://www.duisburg-update.de/nc/weitere-projekte/

Mercator One ist ein Projekt von Herrn Toeller und der Mann hat wahrlich genug Geld um selbst die Werbetrommel zu rühren. Aber vllt. floß ja in irgendeiner Form „Kohle“ von T zu G.

Ich nehme die glorreiche Darstellung im Netz zum Anlaß nochmals bei der Gebag mit ein paar Fragen zu den möglichen Bodenbelastungen in 6-Seen-Wedau aufzulaufen.

Es kann ja nicht schaden, wenn die künftigen ErwerberInnen von schmucken Grundstücken und Häuschen in Wedau wissen, ob Sie vllt. auf einem Stück verseuchten Boden wohnen. Und wenn die Kids dann im Garten spielen sich womöglich irgendein ein Leid einfangen, das manchmal mit Nasenbluten beginnt oder Hautreizungen oder Atembeschwerden oder Antriebslosigkeit. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, ich will nur Schutz und Sicherheit, so wie der Oberpatron unseres Städtchens namens Link bestimmt auch.

Hier also nochmals die bisher von Gebags Oberboss Wortmeyer unbeantworteten Fragen, diesmal an zwei andere Gebag-Verantwortliche.

Wenn die auch nicht antworten, so ist dies sicherlich nicht verdächtig. Die Leute haben schließlich viel zu tun und können sich nicht mit derartigen Nebensächlichkeiten beschäftigen.

Aber Versuch macht klug.

 

Guten Tag Herr Küppers, Frau Nekat,

mein Name ist Michael Schulze und ich bin verantwortlich für das Online-Stadtmagazin www.duistop.de.

Das Bauvorhaben 6-Seen-Wedau nimmt weiter Fahrt auf.

Ich bin mit dem Thema Bodenbelastungen beschäftigt.

Besonderen Wert lege ich auf die Antwort unter 7.).

Es geht um die Bodenuntersuchungen. Dazu finde ich nachwievor folgendes im Netz:

https://www.6-seen-wedau.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Bodengutachten.pdf

Aus Ihrem Kauf des Geländes leite ich ab, dass es keine bis beherrschbare Risiken gibt was die Bodenbelastungen angeht. Insofern besteht ja auch kein Grund dies anhand der folgenden Fragen NICHT zu belegen.

Laut der im Netz veröffentlichten Unterlagen und den neuesten Ergebnissen aus 2017 von Landplus und Eurofins ergeben sich -was die Bodenbelastungen angeht- folgende Fragen:

1. Grob kann man feststellen, dass ehemalige Gebiete/Teilgebiete die in Voruntersuchungen als Z3 und Z4 (nach LAGA) eingestuft wurden, nunmehr 2017 als < Z2 und Z1 eingestuft wurden.
Auch von dem beabsichtigten Wall, in den anscheinend die kontaminierten Böden verlagert werden sollten, wird inzwischen abgeraten.

Frage: Wie kam es zu den Veränderungen der Bodenwerte?

2. Wer hat warum die Tiefen für die Bodenprobenentnahmen für 2017 festgelegt? Könnten Schadstoffe/höhere Konzentrationen sich nicht in Tiefen darunter befinden, so dass angezeigt wäre bis in 3m Tiefe zu entnehmen? 

3. Gibt es eine historische Bestandsaufnahme des Gebietes, so dass man Rückschlüsse auf Kontaminierungen, kontaminierte Stellen und deren Verursacher ziehen kann?

4. Es wird in den Veröffentlichungen ein besonderes  Kontaminierungsgebiet „Schwarzer See“ erwähnt. Worum handelt es sich(Art der Kontaminierung), wo ist der Schwarze See gelegen?

5. Wurden ev. von den Alliierten gefertigte Luftbilder mit Abwurfstellen von Bomben ausgewertet um festzustellen wo ev. Blindgänger liegen könnten? Immerhin handelte es sich um ein mögl. strategisches Angriffsziel(Bahn-Ausbesserungswerk) das ev. auch noch zu anderen Zwecken, vllt. militärischen, genutzt wurde.  (s. Punkt 3)

6. Warum wurde an etlichen Stellen des Geländes nicht gebohrt und keine Proben entnommen, so dass sich eine regelmässigere Verteilung der Probenstellen ergäbe?

7. Können Sie garantieren, dass künftige GrundstückserwerberInnen keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Altlasten zu befürchten haben? Benennen Sie in diesem Zusammenhang die verantwortlichen Personen namentlich (Name, Organisation, Funktion) im Hause Gebag.
Oder raten Sie dazu, dass man als ErwerberIn nochmals für sein jeweiliges Grundstück eine gesonderte Bodenuntersuchung in Auftrag gibt und/oder gibt es kaufrechtliche Bedingungen in kommenden Verträgen die die möglichen Risiken nicht einseitig auf den Erwerber abwälzen?

Ich danke Ihnen vorab.

WWW.DUISTOP.DE

c/o Michael Schulze

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