DVV-Skandal-Update: Nun wohl auch zwei Aufsichtsratsmitglieder verdächtigt

Der Skandal weitet sich aus, nicht nur in weitere Gremien der DVV sondern auch auf Tochterunternehmen. Nun sind wohl auch zwei DVV-Aufsichtsratsmitglieder in den Fokus der Ermittlungen geraten und sollen von überhöhten Zahlungen – auf welchem Weg auch immer – profitiert haben.

Dies hatte ich schon vor über einer Woche in einem Beitrag zum selben Thema angedeutet – hier der Link dazu – im verlinkten Beitrag ganz unten unter UPDATE vom UPDATE:

http://www.viewww.de/123/duistop-forum/2026/01/30/dvv-skandal-update-link-schweigt-schreibt-die-waz/

Bei der DVV nun entdeckte ungenehmigte bzw. unerlaubte Zahlungen bzw. Extras, wie etwa Dienstwagen, bewegen sich zudem in Kategorien die als exorbitant bezeichnet werden müssen. So gehen Vermutungen von Jahressalären bis zu 300.000 EURO aus.

Neben der von OB Link ganz fix beauftragten Anwaltskanzlei soll übrigens auch laufend der Stadtkämmerer Martin Murrack, der auch für die Beteiligungen der Stadt verantwortlich ist, immer mit von der Partie sein. Er befürchtet wohl auch, dass sämtliche Bilanzen eventuell neu geprüft werden müssten.

Er und OB Link haben sich ansonsten wohl kaum mit Ruhm bekleckert, wieder mal nicht, um es noch liebevoll auszudrücken.

Dasselbe gilt für die Aufsichtsratsmitglieder: Wahrscheinlich alle wie die berühmten drei Affen unterwegs – nix gesehen, nix gehört, nix gesagt.

Zu all den nun offensichtlichen Sachverhalten die auf extreme Korruption hindeuten, und wenn es mit den Ermittlungen ordentlich läuft dürfte da noch viel mehr kommen, stelle ich dem OB seit nunmehr acht Jahren Pressefragen.

Die er nie beantwortet hat. Nochmals, spätestens jetzt dürfte klar sein, warum nicht. Und zur Rolle der anderen Medien denen er zumindest regelmässig antwortet, aber wohl nur auf Fragen die vorher abgesprochen wurden, so mein Eindruck, sage ich nur:

JÄMMERLICH. Und nicht wert Presse oder Journalismus genannt zu werden. Schon mal gar nicht mit dem Zusatz „Qualitäts…“.

Und allen die mir im Laufe der letzte Jahre auf die ein oder andere ekelhafte Weise unterstellt haben ich sei durchgeknallt oder so ähnlich, rate ich dringend sich entweder mal auf ihren Geisteszustand untersuchen  zu lassen und/oder ab sofort die Fresse zu halten.

Ihr seid einfach nur Arschlöcher und werdet auch immer Arschlöcher bleiben.

Sorry, musste mal wieder sein.

In dem Zusammenhang  möchte ich auf eine Folge des Ruhrpodcast von Frank „Sepp“ Oberpichler hinweisen, darin hatte er mich sinngemäß gefragt, ob es aus der Sicht eines OB nicht besser und intelligenter wäre sich mit mir auszutauschen um eventuell Dinge zu erfahren die andere ihm nicht sagen.

Hallo Frank, Du wusstest damals schon warum er das nie tat und weisst es heute umsomehr. Schöne Grüsse in die Altstadt.

Und wenn ich schon mal dabei bin. Viele Grüsse nochmals an Anja Kopka, die Kommunikationschefin im Rathaus, die mir einmal vorschlug doch bitteschön die News der Stadt 1:1 zu übernehmen. Hallo Frau Kopka, schieben Sie sich bitte diesen total bescheuerten Scheiss-Vorschlag nochmals sonstwohin!

 

Bruckhausen: Haben sich PolitikerInnen und städtische Angestellte an Abrisshäusern vergriffen?

Tja, bei der Überschrift hatte ich ein wenig Probleme den Sachverhalt so auszudrücken, dass einigermassen kurz und knapp umrissen wird was passiert sein könnte.  Die Vorwürfe sind so krude und womöglich so entlarvend, dass es weh tut. Vor allem denen die damals in Bruckhausen ihre Häuser und Wohnungen schweren Herzens aufgeben und räumen mussten weil die Stadt unbedingt einen Grüngürtel errichten wollte, der eigentlich nur aus einer grossen Wiese und einer bescheuerten massiven Betonwand besteht. Der umstrittene Umbau des Stadtteils wurde 2015/2016 endgültig beendet.

Gestern Abend bekam ich einen ersten Hinweis auf einen Vorgang der also mindestens 10 Jahre zurückliegt. Eine hochrangige Person habe ich deshalb sofort um eine Stellungnahme zum Sachverhalt und Vorwurf gebeten.

Hier meine Anfrage – Textstellen die auf diese Person konkret hindeuten habe ich ausgeklammert:

Guten Abend […],

vor rund 10 Jahren wurde der durchaus umstrittene Umbau des sogenannten „Grüngürtel Bruckhausen“ abgeschlossen, Sie waren damals […]

Zahlreiche Häuser mussten dazu weichen und wurden abgerissen, teils unter Protest und Widerstand der BesitzerInnen bzw. BewohnerInnen.

Heute am frühen Abend bekam ich einen Hinweis der auf einen bemerkenswerten Vorfall verweist, den ich gerne mit Ihnen klären würde.

So wurde mir mitgeteilt und wird Ihnen gleichsam vorgeworfen, dass Sie oder Leute in Ihrem Auftrag dafür gesorgt hätten Baumaterial, insbesondere hochwertige Klinkersteine von zum Abriss freigegebenen Häusern vorab zu entfernen um diese bzw. dieses u.a. für ihr eigenes Haus (genannt wurde mir diese Adresse: […]) zu verwenden.

Sollten Sie tatsächlich u.a. Klinkersteine oder sonstwie Baumaterial derartig wiederverwendet haben ergibt sich zumindest eine Frage:

Hatten Sie dazu eine offizielle Erlaubnis und wenn ja von wem?

Ansonsten teilen Sie mir bitte mit, dass die mir gegebene Information nicht zutrifft und die damit einhergehende Verdächtigung gegen Sie jeglicher Wahrheit entbehrt.

Der/Die HinweisgeberIn bat darum anonym zu bleiben, ich selbst verweise auf den Quellenschutz. Mein Eindruck ist, dass die Person mehr weiss als sie bisher sagte.

Gruss

DUISTOP

www.duistop.de

Duisburger Stadtmagazin seit 2018

Michael Schulze

Redaktionsleitung

200.000-Jobs: Link müsste langsam aber sicher mal einschreiten

Doch wahrscheinlich hält er sich versteckt, entweder bei Anja Kopka im Rathaus-Büro oder zuhause bei seiner Frau in der Besenkammer.

Spaß beiseite.

Nun, um was geht’s diesmal, wenn schon die Sex-Branche in Duisburg immer weniger Jobs bietet wie ich letztens erst berichtete? Tja, bei HKM hat man sich wohl geeinigt und die Salzgitter AG will das Unternehmen allein weiterbetreiben.

Was einhergeht mit einem Verlsut von 66% der derzeitigen Arbeitsplätze (Jobs). Das heisst von 3.000 Leuten müssen wohl 2.000 gehen weil sie entlassen werden.

Darüber berichtet u.a. auch der Spiegel.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/salzgitter-ag-fuehrt-hkm-ohne-thyssenkrupp-fort-a-8259f07d-0b5a-44fb-a639-b8fc5a0265b0

Nur blöderweise erwähnt der Spiegel Links Wahlversprechen nicht. Aber kein Problem, dafür bin ich ja da. Weiter unten nochmals das wunderschöne Plakat.

HAND DRAUF, dass bis zum Sanktnimmerleinstag in Duisburg keine 200.000 Jobs besetzt sein werden – die Gründe sind: a) weil dazu die Arbeitgebenden fehlen und b) die Arbeitnehmenden. Es sei denn alle Ruhrgebietsstädte werden künftig eingemeindet.

Achja, für den HKM-Weiterbetrieb soll es angeblich einen Landes-Zuschuss i.H.v 200 Millionen EURO geben.

 

MSV: Wittig tritt vom Aufsichtsratvorsitz zurück

Marcus Wittig, gerade vom Aufsichtsrat der DVV gefeuert und bisher auch  Aufsichtsratsvorsitzender der MSV Duisburg GmbH & Co KGaA, hat gestern erkärt, dass er von seiner Position zurücktritt. Der Rücktritt wurde offiziell angenommen.

Wittig hatte den Vorsitz des Aufsichtsrats in der MSV-Firma im Jahr 2019 übernommen. Der Aufsichtsrat wird nun ab sofort vom bisherigen Stellvertreter Dennis Baaten geleitet. Über eine mögliche Neubesetzung wird angeblich in der nächsten Sitzung beraten.

Zu den Vorwürfen gegen Wittig als geschasster Geschäftsführer der DVV, gibt es vom MSV bisher keine Stellungnahme, wohl auch mit Rücksicht auf Sponsoren wie die DVV-Tochter Stadtwerke, so meine Vermutung.

Die MSV Duisburg GmbH & Co KGaA ist die Profi-Firma im MSV-Umfeld. Lesen Sie dazu auch diesen Artikel von mir:

http://www.viewww.de/123/duistop-forum/2026/02/06/millionen-euro-an-die-msv-profi-firma-bezirksregierung-will-anscheinend-nicht-antworten/

 

ECHT geiler Move der WAZ: Gegen Link & Co. – Fragen über Fragen zur Rolle der Medien

Etwas verspätet aber immerhin möchte ich einen Rundumschlag der WAZ gegen OB Sören Link kommentieren.

Die Überschrift deutet bereits an wie mir der Beitrag von Redakteur Philipp Wahl gefällt.

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article411108002/schon-wieder-eine-affaere-bei-einer-duisburger-stadttochter-das-ist-kein-zufall.html

Ich finde allerdings auch, mit Verlaub, dass ich meine bereits jahrelangen Deutungen der Vorgänge und Skandale, angelehnt an die aktuellsten Geschehnisse bei der DVV, wiedererkenne.

So betitelt Wahl seinen Beitrag wie folgt:

Schon wieder eine Affäre bei einer Duisburger Stadttochter – das ist kein Zufall

Um dann im Verlauf seines Textes einige markante Personen aufzulisten die alle in Duisburger Skandale verwickelt waren.
Ex-Sparkassen-Chef Hans-Werner Tomalak, Reinhold Spaniel von der SPD und Roselyne Rogg (ehemals Werkstatt für Menschen mit Behinderung – wfbm), Ex-DUISPORT-Chef Erich Staake und nun die beiden ehemaligen DVV-Geschäftsführer Marcus Wittig und Axel Prasch.

Anmerkung meinerseits: Nicht zu vergessen Bernd Wortmeyer, ehemals GF der Gebag.

Hochdotierte Führungskräfte die laut Wahl (sinngemäß) mit Geld und Verantwortung  fahrlässig, verantwortungslos oder eigensinnig umgingen. Und er konstatiert, dass dies alles kein Zufall sei, denn (Zitat):

„Duisburg setzt auf ein ausuferndes System städtischer Unternehmen, die unprofessionell kontrolliert werden.“

Das fällt dem Zeitungsmann aber besonders früh auf.

Angesichts regelrechter Panik sollte bei der DVV mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl Beweismaterial vernichten werden, weshalb Wahl die Frage stellt welche unmoralischen oder strafrechtlichen Ausmaße sollten wohl verborgen bleiben um dann von „Regelrechtem Sumpf“ und der „Spitze des Eisbergs“  zu schreiben.

Dann rechnet er besonders mit Marcus Wittig, seit 2019 auch Aufsichtsratschef beim MSV, ab. Angeblich wurde er in Kommunalpolitik und Verwaltung als Zahlenmensch geschätzt, doch soll ihm der Erfolg oder auch nur die (ab)gehobene Stellung, inklusive des inoffiziellen Titels „Best Payed Manager Of Duisburg“ wohl zu Kopfe gestiegen sein. Dem Aufsichtsrat schlug er 2015 für sich selbst eine fette Gehaltserhöhung vor, angeblich weil er vorher Leute entlassen hatte um Geld einzusparen.

Tja und dann wird Wahl richtig ernst, denn er hat wohl erkannt, dass die jeweiligen Kontrollgremien jahrelang alles abnickten.

Um dann noch zu konstatieren, dass, falls irgendwas schief läuft die Stadt mit teilweise Millionen EURO einspringt – zuletzt bei der Gebag – ich berichtete bereits mehrfach.

Tja und wenn Miese gemacht werden ist das nie ein Grund für Vergütungssenkungen beim Führungspersonal, sondern eher einer um genau jenen Leute eher noch mehr zu zahlen. Wahrscheinlich damit sie die Fresse halten, angesichts unfassbarer Auswüchs, so jedenfalls meine Annahme.

Dann mündet Wahl in die Feststellung, dass die Politiker unkritisch, die Aufsichtsratmitglieder ungeeignet und die vielen Verflechtungen problematisch seien.

In bezug auf die seiner Meinung nach fehlende Eignung von Aufsichtsratsmitgliedern bezweifelt er, dass die vielen  Aufsichtsratsmitglieder über die laut Gemeindeordnung zur Wahrnehmung des Vertretungsamtes sowie die zur Beurteilung und Überwachung der Geschäfte erforderliche betriebswirtschaftliche Erfahrung und Sachkunde zu verfügen.

Ach was!

Krisitiert wird auch der Effekt, dass vor allem die SPD etliche Parteimitglieder in städtischen Unternehmen untergebracht hat.

Wahl nennt u.a. zwei Beispiele, und zwar a) den EX-SPD-Fraktionsgeschäftsführer Oliver Hallscheidt der zu Octeo in die Chefetage wechselte und b) Katja Kleegräfe die zur DVV wechselte.

Wahl schreibt (Zitat): „Das wirft zwangsläufig Fragen nach den Auswahlkriterien auf und provoziert Klüngel-Vorwürfe.“

So was aber auch.

Auch das hätte man längst in der WAZ „diskutieren“ können. Warum macht man es nicht? UPPS, ein Medienkollege (mit dem Vornamen Ingo) von der NRZ wechselte wohin, yeap, in die PR-Chefetage just der DVV. So was aber auch.

Tja, und das alles wird dann auch noch gepaart mit persönlichen Beziehungen wie z.B. zwischen Frau Kleegräfe und dem Pressemann aus einem anderen städtischen Beteiligungsunternehmen.

Ich hatte 2023 etwas zu Frau Kleegräfe und Herrn Hallscheidt so formuliert:

https://www.viewww.de/123/duistop-forum/2023/12/09/ich-moechte-auch-spd-geschaeftsfuehrerin-in-duisburg-werden/

Und nun komme ich zu dem was mich am meisten wundert, zumindest weil es von der WAZ kommt, denn Wahl bringt Link und Vunic ins Spiel. Link stehe im Fokus, aktuell in der Sache DVV, weil er der AR-Vorsitzende sei.

Und Vunic doch sicher auch, vor allem weil er aus dem Rathausumfeld von Link zur DVV wechselte und nun den Laden , nach dem finalen Abgang von Wittig und Prasch, schmeissen soll – ich berichtete bereits gestern.

Wahl über Link und Vunic (Zitat): „Die Chef-Aufklärer müssen auch ihre eigene Vertrauenswürdigkeit beweisen: Oberbürgermeister Link […] und sein Vertrauter Vunic […]: Haben sie von den mutmaßlich jahrelangen Unregelmäßigkeiten nichts mitbekommen? Warum führt erst ein anonymer Hinweis 2025 an Martin Murrack dazu, dass eine interne Untersuchung angestoßen wird? Was haben sie in den sechs Wochen […] unternommen?“

Tja, alles Fragen die ich bereits vor Tagen aufwarf.

Und da Wahl auch den Fall Spaniel/Rogg (wfbm) erwähnte, hier noch jene ominöse Quittung vom „Kleinen Prinzen“, einem ehemaligen Geschäftsbereich der ehemaligen wfbm.

Nun Herr Wahl, Butter bei die Fische, konfrontieren Sie OB Link doch mal mit dem Vorgang und fragen Sie ihn wass es damit konkret auf sich hat(te).

Ich verstehe die handschriftliche Anmerkung so:

Das damalige Ehepaar Link (Links erste heirat) hat möglicherweise die Rechnung gar nicht beglichen, sondern sie wurde als Marketing-Ausgabe des „Kleinen Prinzen“ deklariert. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Link hat auf meine zig Anfragen dazu nie reagiert, noch dezidiert geantwortet.

Die Sache wfbm ist sowieso eine ziemlich merkwürdige. Denn im Herbst 2017 bekamen wohl zwei Medien, genauer gesagt ein Medium, nämlich correctiv, sowie ich als Freier Redakteur von xtranews, einige Quittungen und Hinweise. Ich bekam sie damals anonym. Zum damaligen Zeitpunkt wusste ich nicht zeitgleich von dem was Correctiv bekam und daraus machte.

Dann bemerkte ich, dass correctiv darüber berichtet hatte und ich hatte u.a. wegen dieser Sache Probleme mit xtranews-Inhaber Thomas Rodenbücher. Kurz darauf verliess ich xtranews und gründete im Frühjahr 2018 DUISTOP.

Wie heute weiß ich noch, dass ich das Ganze offiziell rechtlich prüfen lassen wollte.

Den Fall „wfbm“ nahm ich erst im Mai 2018 wieder auf und ging allen wesentlich Beteiligten in Sachen wfbm dann so richtig auf den Sack. Das mündete in den bekannten Skandal, den ich leider nicht medial ausschlachten konnte, da DUISTOP damals viel zu unbekannt war und sich die WAZ nun voll und ganz der Sache widmete.

Der Rest ist Geschichte. Die Fragen die nun bleiben sind diese: Warum griff die WAZ eigentlich den wfbm-Fall nicht spätestens dann auf als correctiv ihn 2017 veröffentlichte, sondern quasi erst dann als er 2018 nicht mehr zu übersehen war? Oder aber: Hatte die WAZ damals sowohl Quittungen als auch Infos ebenfalls längst erhalten? Die Frage müsste man eigentlich auch der RP stellen. Und vielleicht auch dem WDR.

Tja Herr Wahl, it’s your turn now. Come on, do it!

Zum Schluss nochmals dies:

Dieser von mir kommentierte WAZ-Kommentar ist sicherlich ein bedeutendes Zeichen wie es um Link bestellt ist. Der Mann ist massiv angezählt.

Und Wahls Vermutung in Sachen Spitze des Eisbergs hatte ich selbst schon geäussert. Stellen wir uns das Prozedere wie einen langen Boxkampf vor mit etlichen Wirkungstreffern, bis dann der endgültige Knock Down kommt.

Interessant ist für mich auch die neueste Reaktion der Bezirksregierung auf meine aktuelle Presseanfrage zum MSV bzw. zur MSV-Profi-Firma in bezug auf Millionen-Zuwendungen bzw. -Fördergelder, u.a. bewilligt durch Bezirksregierung und Stadt Duisburg. Bei der MSV Duisburg GmbH & Co KG a.A ist Ex-DVV-Chef Wittig auch involviert – sinnigerweise als Aufsichtsratschef – noch.

https://www.waz.de/sport/msv-duisburg/article411109831/marcus-wittig-gefeuert-so-reagiert-der-msv-duisburg.html

Und wer veranstaltete die MSV-Geldgeberrunden? OB Sören Link. Meine erste Beschwerde Ende 2024 an die Bezirksregierung bzgl. seiner Rolle, die ich noch immer als Verstoss gegen das Neutralitätsgebot sehe, wurde ein Jahr später (!!!) sozusagen als nichtig abgewiesen.

U.a. mit dem Hinweis auf den Umstand, dass Link ja im Wahlausschuss des MSV e.V. sitze – übrigens ein kurioser Fall von „Das schreiben wir einfach mal in die Satzung rein.“. Ich berichtete bereits mehrfach.

In dieser Woche dann erhielt ich aufgrund meiner zweiten Beschwerde die Mitteilung man sei gar nicht für die Prüfung der Neutralität des OB zuständig.

In den nächsten Tagen berichte ich über diesen Vorgang. Es bleibt also weiter  spannend.

 

DVV-Skandal-Update: Hausdurchsuchungen- „Was ist denn bei Euch für eine SCHEISSE los?“

Wie gestern bereits gemeldet, wurde den beiden DVV-Managern Wittig und Prasch fristlos gekündigt – zuvor waren sie lediglich freigestellt.

Heute dann kam es faustdick und die Ermittlungsbehörden schlugen bei den Privatadressen der beiden auf.

Angeblich hat die Staatsanwaltschaft heute mitgeteilt, dass nach vorläufiger Sichtung und Auswertung zahlreicher und umfangreicher Dokumente der Anfangsverdacht für strafbare Handlungen bejaht wird und sie hat gegen beide ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue und strafbarer Verstöße gegen das Betriebsverfassungsgesetz eingeleitet.

Wie gestern bereits berichtet wird den beiden zudem vorgeworfen, nach Bekanntwerden der Ursprungsvorwürfe (insbesondere Betriebsratsmitgliedern überhöhte Zuwendungen zugeschanzt zu haben)  Mitarbeitende dazu aufgefordert zu haben, beweiserhebliche Dokumente zu vernichten. Darum bestehe gegen Wittig und Prasch unter anderem der Verdacht der Anstiftung zur Urkundenunterdrückung und zur Sachbeschädigung und auch dem Verdacht der versuchten Strafvereitelung gehen die Ermittler nach.

Inzwischen zieht der Skandal bundesweit Kreise, heute berichteten u.a. der Spiegel sowie erneut die BILD:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/duisburg-bestechungsvorwurf-gegen-vorstandsmitglieder-der-duisburger-kommunalbetriebe-dvv-a-3f1c792f-ccab-469d-ab1d-5be4accdfa59

https://www.bild.de/politik/inland/razzia-in-duisburg-stadt-manager-gefeuert-polizei-ermittelt-698319ccc9ddc2c8009c17a4

Ganz besonders schlimm läuft’s aber nicht nur bei der DVV, sondern anscheinend auch im Sex-Gewerbe:

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article411106945/ist-duisburg-arm-und-unsexy-so-gross-ist-die-flaute-im-erotikgewerbe.html

Nun, dann wird wohl Links Wahlversprechen („200.000 Jobs“) nicht einmal in bezug auf’s horizontale Gewerbe Wirklichkeit werden.

Und ich dachte er meint wenigstens die Blow Jobs und Hand Jobs. Diese Spitze sehen Sie mir bitte nach, denn die kann ich mir einfach nicht verkneifen, ist sie doch Ausdruck tiefer Frustration über so viel Unvermögen bei gleichzeitiger Korruption in dieser Stadt.

Und was macht die DBI, die doch eigentlich dazu da ist PR- und werbetechnisch das Stadt-Image hochzuhalten und zu pimpen?

Tja, wie immer nichts. Der neue Podcast der DBI mit dem Titel „City Of Transformation“ hat zudem einen besonders sinnigen und passenden Untertitel:

Warum Lösungen aus Duisburg Relevanz für ganz Deutschland haben.

Nun eigentlich müsste es lauten:

Warum die Skandale voll doll Relevanz für das Negativ-Image Duisburgs in ganz Deutschland haben.

Ich freue mich jetzt schon auf die Fragen im Urlaub, wenn ich beschämt erzähle wo ich herkomme. Die harmloseste:

Was ist denn bei Euch für eine SCHEISSE los?

 

Neuer Mietspiegel seit 1. Februar

Seit dem 1. Februar gilt in Duisburg ein aktualisierter Mietspiegel. Die ortsübliche Vergleichsmiete (Basis-Nettokaltmiete) steigt um durchschnittlich 4,55 Prozent.

Der neue Mietspiegel basiert auf einer Fortschreibung des Verbraucherpreisindex und gilt für zwei Jahre. Die monatliche Basis-Nettokaltmiete pro Quadratmeter erhöht sich von durchschnittlich 6,26 Euro auf 6,54 Euro. Die tatsächliche Miethöhe hängt jedoch von weiteren Faktoren ab wie u.a. der Baualtersklasse, der Ausstattung, dem Modernisierungsstand und der Wohnlage. Diese Faktoren können die Miethöhe durch Zu- und Abschläge also ebenfalls beeinflussen.

Wichtig für Mieter: Innerhalb von drei Jahren darf die Miete maximal um 20 Prozent bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete ansteigen. Im Januar wurde der aktualisierte Mietspiegel von der Mietspiegel-Arbeitsgemeinschaft anerkannt. In diesem Gremium sitzen Mieterschutzvereine, Haus- und Grund-Verbände sowie die ARGE Duisburg Niederrhein des Verbands der Wohnungswirtschaft zusammen.

Der Mietspiegel dient beiden Vertragsparteien (Mieter und Vermieter) als Orientierung und bildet gleichzeitig die rechtliche Grundlage für Mieterhöhungen für nicht preisgebundenem Wohnraum.

 

Kommunale Wärmeplanung – keine Anworten auf Pressefragen – nun Infos im Netz

Auf DUISTOP-Presseanfragen will die Stadt weiterhin lieber oder besser nicht antworten. So auch in Sachen „Kommunale Wärmeplanung“.

Dafür wurden nun erste Infos dazu ins Netz gestellt.

https://www.duisburg.de/microsites/klimaschutz/aktuelleprojekte/offenlegung-des-kommunalen-waermeplans-der-stadt-duisburg.php

Trotzdem nochmals zur Erinnerung meine Fragen vom 21. Januar:

Guten Abend,

bitte teilen Sie mir mit wie es um die kommunale Wärmeplanung für Duisburg derzeit bestellt ist. Meine Fragen dazu lauten:

1) Wann wird ein erster Planentwurf vorliegen?

2) Wird darüber öffentlich diskutiert werden?

3) Welche Energieformen, -quellen werden künftig besonders anstatt Erdgas primär angeboten werden, sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen?

4) Wie ist es um den Ausbau der Solarthermie, der Photovoltaik, der Fernwärme sowie der Geothermie und anderern alternativen Energien derzeit bestellt?

5) Werden zwecks Umrüstungen Fördermittel und weitere Anreize angeboten, sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen?

6) Wird es besonders in bezug auf Fernwärme mehr Wettbewerb geben?

7) Baut die Stadt die Nutzung besonders von Solarsystemen auf städtischen Immobilien und anderweitigen Flächen weiter aus und wie ist es bereits aktuell um den Ausbau bestellt?

8) Wird Wasserstoff in der Wärmeplanung irgendeine signifikante Rolle spielen, wenn ja welche und in welcher Form?

9) Wie wird sich die Wärmeplanung auf die Geschicke der städtischen Beteiligungsunternehmen im Energiesektor, wie u.a. die Stadtwerke auswirken – auch in bezug auf den Wettbewerb (siehe Vergleichsportale wie z.B. check24)?

10) Wird es eine gesonderte Gesellschaft ev. Neugründung geben die sich allein mit dem Thema Wärmeplanung und aller Folgen beschäftigen wird?

Gruss

DUISTOP

www.duistop.de

Duisburger Stadtmagazin seit 2018

Michael Schulze

Redaktionsleitung

DVV-Skandal-Update: So wie angekündigt und vermutet kam es auch – THE BIG BANG

Die drei Aufsichtsräte der DVV, der Stadtwerke und der DVG haben gestern im Laufe des Tages übereinstimmend beschlossen, die bisherigen Geschäftsführer bzw. Vorstände Marcus Wittig und Axel Prasch zu feuern. Die fristlosen Kündigung wurden in außerordentlichen Sitzungen beschlossen.

Originalton: „Ende der Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung“

Der Vorgang steht im Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung bei der DVV durch eine Anwaltskanzlei, die von OB Link als AR-Chef der DVV beauftragt wurde, nachdem bekannt wurde, dass es wohl erhebliches Fehlverhalten seitens der beiden nun geschassten Manager gab. Ich berichtete bereits mehrfach.

Im Zuge der Nachforschungen wurde wohl bekannt, dass beide gegen die Verpflichtung zur uneingeschränkten Aufarbeitung gehandelt und versucht haben sollen die Aufklärung zu behindern.  U.a. soll versucht worden sein Arbeitsverträge zu vernichten. Was ich im letzten UPDATE quasi als ein ziemlich beklopptes Vorgehen bezeichnet hatte.

Prasch bestreitet die Vorwürfe, Marcus Wittig äußerte sich bisher nicht dazu. Die Vernichtung von Verträgen kann juristisch als strafbare Urkunden- oder Datenunterdrückung gewertet werden und ausserdem eine Form der Strafvereitelung sein

Da es zudem um die Gewährung von überhöhten Arbeitsentgelten gehen soll, würde dies den Straftatbestand der Untreue erfüllen.

In einem Statement soll sich Link so geäussert haben: „Der Aufsichtsrat trägt Verantwortung für eine transparente, rechtssichere und stabile Unternehmensführung. Dieser Verantwortung sind wir nachgekommen.“

Aha!

Die drei Aufsichtsräte bestimmten gestern gleich auch die Nachfolger der beiden geschassten Bosse. Die Geschäfte führen ab sofort weiterhin DVV-Geschäftsführer Marcus Vunic sowie Andreas Gutschek, der neben seinen Vorstandsämtern bei den Stadtwerken und der DVG nun auch in die DVV-Geschäftsführung berufen wurde.

„Marcus Vunic und Andreas Gutschek haben unser volles Vertrauen, den DVV-Konzern mit der jetzt notwendigen Ruhe und Stabilität erfolgreich weiterzuführen“, soll Link zudem gesagt haben.

Ja, was denn auch sonst? Was für ein unerträgliches Geblubber vom 200.000-Jobs-Hand-drauf-Angeber.

Nun, damit will Link also fein raus sein!? Das sehe ich ganz anders. Was mich zudem verwundert ist die Rolle von Marcus Vunic der ehemals im Rathaus unter Link beschäftigt war, bevor er in die DVV-Spitze wechselte. Hat der Mann von all dem gar nichts mitbekommen? Die selbe Frage kann man auch Martin Murrack stellen, der als Kämmerer Herr über sämtliche Finanzen des Konzerns Duisburg ist.

Und dann ist da u.a. noch die Frage nach denen die von erhöhten Vergütungen zumindest indirekt oder über Bande profitiert haben könnten. Die Parteien, allen voran die SPD die ihre Mitglieder regelmässig dazu „bewegt“ den jeweiligen  Mitgliedsbeitrag anhand des Einkommens zu „gestalten“.

Zudem haben wir alle u.U. erhöhte Gebühren zahlen müssen, denn die DVV gehört in den direkten Dunstkreis der städtischen Unternehmen die der Daseinsfür- und -vorsorge „dienen“.

Fazit:

Selbst dieser aktuelle Skandal bei der DVV ist meines Erachtens weiterhin nur die Spitze des Eisbergs. So glaube ich auch nicht das nun Ruhe einkehrt. Das nächste Ding ist schon in der Mache, denn die Wahrheit will ans Licht.

 

DVV-Skandal-Update: WAZ mit Gaga-Verdacht

Gestern berichtete ich darüber, dass heute ein Beschluss des DVV-Aufsichtsrates erfolgen könnte oder bereits erfolgt ist um die beiden bisher nur kaltgestellten Führungspersonen Wittig und Prasch mit sofortiger Wirkung zu entlassen. Da sie sich angeblich strafbar gemacht hätten weil sie versucht hätten belastbare Unterlagen verschwinden zu lassen.

Nun legt heute die WAZ nach und schreibt dies (Zitat):

„Wittig soll nach unbestätigten Informationen unserer Redaktion an jenem Montag mehrere Führungskräfte aufgefordert haben, nach Hause zu fahren und ihre Arbeitsverträge zu vernichten.“

Zudem soll er weitere Beschäftigte in die Aktion involviert haben, eine Person hatte sich aber angeblich geweigert mitzumachen.

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article411094531/dvv-affaere-jetzt-sollen-die-top-manager-fristlos-entlassen-werden.html

Sollte das Vorgehen von Wittig zutreffend sein, wäre dies eine ECHTe Gaga-Nummer. Der bislang wohl bestbezahlteste Manager der Stadt, in der Vergangenheit immer gelobt und belobhudelt, hätte in seiner Lage etwas getan was mit dem was ich nun schildere gleich käm. Obwohl, selbst die Abgeklärtesten und Obercoolsten können sich wie Deppen verhalten.

Einen Liter puren Sauerkrautsaft trinken um dann zu einem Date zu gehen.

Fazit und meine Vermutung:

Entweder ein TOP-Manager ist total beknackt oder aber die WAZ spinnt an einer erfundenen Story.

Zu der Geschichte passt diese von heute supergut, also niveau-technisch:

https://www.bild.de/news/ausland/raetsel-in-klinik-mann-24-mit-granate-im-po-loest-alarm-aus-6980f47478c88161f9da5031

Und damit es niemand vergisst: In Duisburg kann man meiner Ansicht nach absolute Scheisse bauen. Wenn man SPD-Mitglied ist oder sonstwie vllt. einen Giftschrank mit etlichen Informationen der unschönen Art angelegt hat, wird man meist nicht fristlos entlassen, sondern bekommt einen hübschen Aufhebungsvertrag inkl. dicker Knete angeboten und zwar in diesem Don-Corleone-Sinne:

„Wir machen ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“

Achja, wer übrigens immer noch meint hier in Duisburg geht alles mit rechten Dingen zu, der sollte fleissig weiter, insbesondere auf Social Media, seine Likes an Link & Co. verteilen.