Duisburger City: 21, 35, 7, 2028 – ECHT zu spät und zu wenig

Endlich haben unsere Image- und Umgestaltungs-Vollversagenden, sofern der Rat im September grünes Licht gibt (wovon auszugehen ist), von heute an sechs Jahre lang und länger was zu vermelden und anzukündigen, wenn es dabei um die City geht.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-neues-innenstadtkonzept-pavillons-sollen-abgerissen-werden_aid-74682301

Hört, hört Ihr Leut‘, die City soll tatsächlich umgebaut werden. Um die Zahlen in der Überschrift zu erklären hier die Auflösung.

21 Einzelmaßnahmen sind geplant, 35 Mio. EURO soll alles kosten, 7 Mio. davon will die Stadt übernehmen (den Rest u.a. das Land) und 2028 soll alles fertig sein.

Tja, wenn bis dahin nicht alles noch teurer wird und noch weniger Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Viel schlimmer aber ist, das kommt alles viel zu spät und ist – wie zu erwarten war – kein den künftigen Umständen und einer zukunftsgerechten Stadtentwicklung entsprechend.

An den Einzelmaßnahmen ist nichts smart, nichts nachhaltig, es wird nicht eingepreist, dass vllt. die Innenstadt in Zukunft eine autofreie sein könnte und  Klimaschutz sowie Hitzeschutz sind auch nur Randthemen, erwähnt weil man es eben so verspricht.

So sollen z.B. die Pavillons vor der Königsgalerie am Kuhtor abgerissen
werden. Der Averdunkplatz soll aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Mobile Aufenthalts- und Sportelemente sollen hier etabliert werden. Der Burgplatz wird seiner historischen Bedeutung vor dem Rathaus und der Salvatorkirche angeblich nicht gerecht. Eine mögliche Teilbebauung des Burgplatzes hält man für denkbar.

Ich kann jedoch keinen Willen zu einem ECHTen Wurf erkennen, nur eine Aneinanderreihung von Gewöhnlichem weil eben Notwendigem (etliche Dinge sind eben in ihre Jahre gekommen). Insofern wird die triste Gegenwart einfach verlängert und Begleitexte werden mit simplen Zukunftsschlagwörtern zu PR-Zwecken garniert.

Ich sehe schon Rasmus Beck, Alexander Kranki, Uwe Kluge und den neuen City-Manager in Boy-Group-Manier vor meinem geistigen Auge posieren, auf den Lippen einen Shanty:

Holldrihi und Holldriho, wir sind so froh

endlich haben wir mal wieder, und das für viele Jahre

ein wenig zum Verkünden, die City lebt und wir mit ihr

uns sind die Händler scheißegal, denn unser Konto bleibt gefüllt

Holldrihi und Holldriho, wir sind so froh

Refrain:

Wir wollen nur das Beste

für uns persönlich.

Für Duisburg gibt’s die Reste

wie gewöhnlich.

 

 

Wasserstoff und Landeseinstieg bei TKS: Fragen an Deniz Güner

Deniz Güner, mir bisher eher als Hardliner der CDU bekannt, was die sog. Armutseinwanderung in bzw. nach Duisburg betrifft, hat sich aktuell in einem Post auf Facebook zum Landeseinstieg bei ThyssenKrupp Steel geäussert und vehement dafür eingesetzt.

Dazu habe ich ihn angeschrieben und ein paar Fragen gestellt – ich gebe nur Auszüge des Posts wieder deshalb bitte den Link (s.u.) anklicken. Güner „arbeitet“ anscheinend gerne mit Posts, mal gucken ob er bei Nachfragen auch so vehement und begeistert ist und „liefern“ kann. Hoffnung habe ich eher nicht. But try and error.

Guten Morgen Herr Güner,

auf Facebook habe ich folgenden Post von Ihnen gefunden:

https://www.facebook.com/denizguener/posts/pfbid0stj3uHBC2QWx3fUP3dpupgCCUj45Hy5Ltgjucd8MTMp9E3A7yKYr2WcaTJ9TxBuyl

Auszüge daraus lauten:

Das Land NRW muss bei thyssenkrupp einsteigen, damit uns die Zukunftstechnologie „grüner Stahl“ nicht …

In der Stahl- und Eisenproduktion könnten grüner Wasserstoff und elektrifizierte Prozesse die klassischen Kohlehochöfen …

Die ehemalige SPD Ministerpräsidentin hat es in 2013 nicht für nötig gehalten, als Land NRW bei …

Vllt können Sie Ihren Post mit ein paar Zahlen und Fakten untermauern?

Erklären Sie mir bitte was gut daran gewesen wäre wenn NRW bereits 2013 bei Thyssen eingestiegen wäre?

Inwiefern ist grüner Stahl ein Wettbewerbsvorteil?

Wie verhindern Sie bei einer Landesbeteiligung die Anteilskäufe von Dritten – dazu müsste der NRW-Anteil aber schon groß sein – läuft es also auf eine Quasi-Verstaatlichung hinaus?

Ist Ihrer Meinung nach Duisburg ist beste Standort für TKS um grünen Stahl zu produzieren, wenn ja wieso?

Ausserdem würde ich gerne wissen warum Sie „In der Stahl- und Eisenproduktion könnten grüner Wasserstoff…“ schreiben, also den Konjunktiv benutzen?

Mit freundlichem Gruß

DUISTOP

Michael Schulze

Wo gab und gibt es bisher die meisten Problem-Immobilien in NRW?

Nicht in Duisburg, aber auch in Duisburg gibt es eine Menge. Das ergab eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landesparlament. Die meisten gab es bisher -also in den letzten Jahren- in Rheda-Wiedenbrück. Und an wen werden die Problem-Immobilien besonders häufig vermietet? Ja genau, an Bulgaren und Rumänen. Jenen die in den letzten Tagen seitens des Duisburger OB und auch seitens eines Scharfmachers von der CDU-Marxloh wieder in den Mittelpunkt ihrer geifernden Kritik gerieten.

Die ziehen aber nicht nach Rheda-Wiedenbrück oder Duisburg oder Gelsenkirchen und nicht in die Bruchbuden weil es dort so besonders schön ist. Nein, sie müssen, weil örtliche Arbeitgebende, wie die aus der Fleischindustrie, sie bereits in der Heimat anwerben und ihnen so wenig bezahlen, dass es nunmal nur dafür reicht billigst zu wohnen.

Die Politik hat sich 2014 zwar das Wohnaufsichtsgesetz einfallen lassen, was seit einem Jahr Wohnraumstärkungsgesetz heisst (Wohnraum stärken???), aber anscheinend in der Form wirkungslos bleibt, als dass nur die Bewohnenden aus den Häusern und Wohnungen geschmissen werden und darunter leiden, dass Taskforces wie in Duisburg knallharte Kontrollen durchführen.

Vom Leiden der Vermietenden kriegt man nie irgendwas mit. Man erfährt auf Nachfrage noch nicht einmal ob die Stadt diesen auch die Rechnungen für all die Einsätze aufs Auge drückt sowie auch die Kosten für die anschließende  Unterbringungen der Geräumten.

Tja, das behält Link in Duisburg lieber für sich. Mich würde auch mal interessieren welche Nationalität denn die Vermietenden haben. Mich würde auch mal interessieren ob denen vllt. im Wiederholungsfall die Vermietung generell untersagt wird.

Irgendwie hat das alles anscheinend System. Und etliche Leute dürften davon profitieren. So auch Link und der CDUler aus Marxloh, die damit PR in eigener Sache und Wahlkampf betreiben.

Dass die AfD nach den Hintergründen anscheinend auch nicht gefragt hat, erzählt uns, dass sie auch nur am Vordergründigen interessiert ist.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/problemimmobilien-mehrere-hundert-verfahren-in-duisburg-id236115069.html

 

 

RBB-Affäre: Transparenz, Transparenz, Transpareeeeeeeeeenz – ach Du meine Güte*!

Nachdem nun die Intendantin des RBB -ich weiß das ist weit weg von Duisburg, aber irgendwie auch nah dran (s.u.), ihren Posten verloren bzw. abgegeben hat, ich berichtete bereits, will man nun mit Transparenz die derzeitige Schieflage aufgrund von Überbezahlung, Dienstwagen mit Massagesitzen, Beratungsverträgen und Liebling-ich-schuster-Dir-Aufträge-zu ratzfatz geradebiegen und Klarheit schaffen.

JoJo, wer’s glaubt, der glaubt auch an die Zahnfee und die medizinische Wirksamkeit des Nasenpopelns.

https://www.spiegel.de/kultur/rbb-aufklaerung-zu-patricia-schlesinger-diese-transparenz-die-sie-uns-versprechen-die-gibt-es-einfach-nicht-a-67dfdc38-c17f-447c-974a-e62275be759d

Mich hat der Fall Schlesinger auf jeden Fall an den Fall Rogg/Spaniel (wfbm) in Duisburg erinnert. Und erinnert mich auch an meine vielen Nachfragen bei den Sozialkonzernen die mit Jahres-Umsätzen in Duisburg iHv 10, 30 und 60 Mio. EURO auch -zumindest bei mir- in Verdacht stehen, bei der Bezahlung und der Bespaßung von Führungskräften ordentlich zuzulangen.

Warum sonst will man mir partout keine Antworten dazu geben und auch in den Bilanzen diese Zahlen lieber nicht veröffentlichen?

Naja vllt. ist ja irgendwann mal einer von denen so total dödelig und wirft wichtige und als geheim eingestufte Unterlagen einfach in den Hausmüll, ungeschreddert, so wie dieser Herr:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/staatsanwaltschaft-prueft-ermittlungsverfahren-gegen-scholz-a-f97d9e71-8b1e-4a95-9dd8-8d0656462887

Was den RBB angeht so stellt sich natürlich die Frage ob das alles ein Einzelfall in der deutschen Zwangsgebührenlandschaft ist, wobei wir beim WDR und damit letztendlich auch in Duisburg wären.

Hier nur ein paar Hinweise die an die aktuellen Vorgänge beim RBB nicht heranreichen aber auch Gesprächsstoff liefern. Vor allem darüber ob manche Leute über Internas „auspacken“ könnten es aber lieber nicht tun:

https://rp-online.de/politik/deutschland/wdr-skandale-und-skandaelchen-die-schwaechen-eines-riesen_aid-64387233

https://meedia.de/2017/09/21/wie-feste-freie-bei-der-ard-arbeiten-eindruecke-vom-unteren-ende-der-oeffentlich-rechtlichen-nahrungskette/

https://uebermedien.de/58001/kann-dir-die-zukunft-in-der-ganzen-ard-versauen-neue-alte-probleme-beim-wdr/

 

*vorher stand da Fresse, das verstanden nicht alle, DUISTOP wird inzwischen auch ausserhalb von Duisburg und NRW gelesen, https://de.wiktionary.org/wiki/meine_Fresse, https://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=meine+Fresse&bool=relevanz&sp0=rart_ou

 

Ist es nur Gift oder verseucht – vor allem im Duisburger Süden? Und in 6-Seen-Wedau?

Die Duisburg Abgeneigten werden nun noch deutlicher sagen „Haben wir es doch gewusst.“ nachdem heute WAZ und NRZ unisono über Gifte im Duisburger Boden berichteten. Wobei das Thema ein alter Hut ist, warum es nun gerade so prominent aufgefrischt wird, ist mir ein Rätsel.

Der Boden im Süden Duisburgs gilt seit langem als besonders belastet, da die grossen Industriebetriebe dort entsprechende Emissionen über Jahrzehnte freigesetzt haben, die per Niederschlag auf und später in den Boden eingetragen wurden. Blei, Cadmium, Arsen.

In diesem Zusammenhang darf ich an die Sanierungsaktion in bezug auf die Hinterlassenschaften der Fa. MHD Sudamin erinnern, die einst pleite ging weil man bilanztechnisch anscheinend massiv getrickst hat. Das war aber nicht das Schlimmste, nein das Schlimmste war, dass jahrelang unter Aufsicht der städtischen Behörden u.a. dioxinhaltige Stäube einfach ohne Schutz offen gelagert wurden und natürlich verwirbelt und über den Süden verteilt wurden.

Da hat uns alle rund 50 Mio. EURO minimum an Steuergeld gekostet, denn bei der Firma war ja nix mehr zu holen. Heute steht dort Tiger & Turtle.

Ich habe bisher nicht gehört oder gelesen, dass städtisches Personal jemals zur Rechenschaft gezogen wurde. Man hat nämlich mitnichten von nichts gewusst.

Die Stadt hat jahrelang aus m.E. vorgeschobenen Gründen eine Bodenbelastungsausweisung unterbunden, will dies aber nun angeblich und endlich nachholen.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/sued/gift-im-boden-das-muessen-duisburgs-gartennutzer-nun-wissen-id236111151.html

Ich bin gespannt wie denn diesbezüglich mit dem Gelände von 6-Seen-Wedau verfahren wird. Meiner Meinung nach -das hatte ich bereits mehrfach hier thematisiert- ist das Gelände nicht gesundheitssicher.

Antworten von der Bauministerin Scharrenbach waren ausweichend, ebenso von NRW URBAN, dito von der Gebag und der Stadt bzw. Letztere antworteten wie gewöhnlich gar nicht.

Ein sog. Schwarzer See und dessen Lage in Wedau, auf den ursprünglich die Altlasten von 6-Seen-Wedau verbracht werden sollten, so steht es in einem Gutachten (s.u.), kann auch nach Recherchen bei der Aurelis, die wollte das Gelände früher mal entwickeln, von mir bisher nicht ermittelt werden. Dieser (vermutlich eine Art Teer-See wie der neben dem Landschaftspark Nord) hat sich anscheinend in Luft aufgelöst.

Die Belastungen die ich in Wedau vermute stammen aber zusätzlich vom ehemaligen Ausbesserungswerk der Bahn, das auf dem Gelände jahrzehntelang betrieben wurde, und von den Hinterlassenschaften der vielen Holzbohlen die dort unter den vielen Rangier-Schienensträngen verbaut waren und die geteert sowie regelmässig vermutlich mit Glyphosat von „Unkraut“ freigehalten wurden.

 

 

Müllgebühren: So antwortet man als OB, Herr Link – Antworten von Daniel Schranz aus Oberhausen

Ein aufmerksamer DUISTOP-Leser hatte mich vor einigen Wochen auf eine Beteiligungskonstruktion in puncto GMVA Müllverbrennungsanlage in Oberhausen hingewiesen, beteiligt u.a. die Städte Oberhausen und Duisburg, dabei geht es um erhöhte Müllgebühren. Das Ganze ist schon ein paar Jahre her, ich habe es aber aktuell nochmals aufgegriffen um endgültig Klarheit zu erlangen. Deshalb habe ich dazu den heutigen OB von Oberhausen Daniel Schranz (CDU) sowie Sören Link angeschrieben.

Sören Link antwortete wie immer nicht und Daniel Schranz hat gestern geantwortet, mit einer Verzögerung weil er im Urlaub war, was mir freundlicherweise kurz nach meiner Anfrage bereits mitgeteilt wurde.

Tja, so geht Pressearbeit, Herr Link.

Hier meine Anfrage an Schranz, weiter unten seine Antworten:

Guten Tag Herr Schranz,

ich habe folgende Anfrage zu einer Beteiligungsstruktur in puncto GMVA zu ungunsten der Bürger und Bürgerinnen der Städte Oberhausen und Duisburg die Müllgebühren betreffend.

In einem frontal21-Beitrag aus dem Jahr 2014 (https://www.youtube.com/watch?v=J4Z_UVvN4Ag) kommen sowohl der noch amtierende Duisburger OB Link als auch der EX-OB von Oberhausen Wehling sowie Sie als CDU-Vertreter zu Wort. Inzwischen sind Sie seit 2015 selbst OB in Oberhausen.

In dem Beitrag ist ab Minute 12:20 eindeutig die Kritik von Ihnen an dem Konstrukt zu erkennen. Dies lässt vermuten, dass Sie eigentlich als OB schon längst den Vorgang hätte rückabwickeln können bzw. darauf drängen können das dies geschieht. Schließlich sind Sie auch der Vertreter der Stadt Oberhausen in der Gesellschafterversammlung der GMVA. Gefunden habe ich zu Bemühungen Ihrerseits aber nichts.

Deshalb meine Fragen:

(s.u. zusammen mit den Antworten)

Gruß aus Duisburg

DUISTOP

Stadtmagazin

Michael Schulze

Hier die Fragen und Antworten:

Haben Sie sich in Ihrer bisherigen Amtszeit als OB für eine Rückabwicklung dieser Beteiligungskontruktion eingesetzt die Sie 2014 ablehnten?
Ja.

Wenn ja, wann und wie und mit welchem Ergebnis?
Die Beteiligungskonstruktion ist rückabgewickelt, die GMVA & Co KG ist mit Wirkung vom 1. Januar 2021 auf die GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage-Niederrhein GmbH (GMVA) verschmolzen worden.

Mit wem haben Sie darüber konkret gesprochen, auch mit dem Duisburger OB, wann und mit welchem Ergebnis?
Vertreter der Stadt Oberhausen, darunter auch ich als Oberbürgermeister, haben mit allen beteiligten Akteuren gesprochen, darunter auch Herrn Oberbürgermeister Sören Link. Das Ergebnis war die oben beschriebene Rückabwicklung.

Könnten durch eine Rückabwicklung die Müllgebühren niedriger sein?
Die Rückabwicklung ist, wie erwähnt, vollzogen. Die Verbrennungsgebühren und auch die Müllgebühren sind gesunken.

 

 

 

 

Loveparade: Vorstandsmitglieder des Vereins LOPA 2010 e.V. haben geantwortet – ein trauriges Kapitel

Im Zuge meiner Recherchen zum 12. Jahresgedenktag an das Unglück und zum 10. Jahrestag des Versprechens von OB Link für transparente Aufklärung zu sorgen, das er nicht eingelöst hat, hatte ich vor dem diesjährigen 24. Juli auch den Vorstand des Vereins LOPA 2010 e.V. angeschrieben und mehrere Fragen an ihn gerichtet. Die Antworten sind mir gestern Abend zugemailt worden.

Hier Fragen und Antworten im jeweiligen Wechsel:

1.) OB Sören Link hat 2012 am 2. Jahrestag versprochen für eine transparente Aufklärung zu sorgen, nur ist seitdem nichts passiert. Auf Nachfrage reagiert er nicht.

Wie beurteilen Sie dieses Verhalten?

Als sehr arrogant und egoistisch und unmenschlich, damit sieht man, dass er niemals Versprechen halten konnte in seinem Leben, er ist ein unglaubwürdiger Mensch.
Dass er Ihnen nicht geantwortet hat ist nix Neues, so geht es uns seit dem ersten Tag. Seine Äußerungen macht er nur zu Selbstdarstellungszwecken.

2.) Hat der OB sich für Betroffene bzw. Angehörige eingesetzt, ev. auch für Gelder oder Hilfeleistungen seitens der Stadt gesorgt und wird der Unglückstag in entsprechenden Ehren gehalten?

Nach unserem Empfinden wurde für die Angehörigen alles gemacht und getan was nur ging:
Es wurden alle Bestattungskosten in voller Höhe ersetzt, Anreise und Unterkunftskosten bis heute ersetzt, am Jahrestag eine 24h-Betreuung seitens des Büros des OBs bereitgestellt sowie hochgestellte Politiker wurden eingeladen und sind erschienen, am 23.07. und 24.07. werden jährlich Gedenkveranstaltungen durch die Stadt Duisburg finanziert. Im Laufe des Jahres trifft sich der OB mit den ein oder anderen Angehörigen zum privaten Abendessen und es gab kleinere Aufmerksamkeiten wie z.B. eine Urlaubszahlung, ein Geschwisterkind bekam eine Einstellung bei der Stadt Duisburg oder ein Umtrunk am Jahrestag mit Kostenübernahme und ein Gedenkgottesdienst für eine Handvoll Angehöriger – PRIVAT in der Salvatorkirche.

Für die Verletzten und Überlebenden gab es in den vergangenen Jahren einen Rollstuhl von der Stiftung und eine Einladung zum Essen am Jahrestag mit OB Sören Link (Nudeln und Suppe), dies ist jedoch schon drei Jahre her. Was uns am meisten gefreut hat war, dass wir, seitdem die Veranstaltung öffentlich gemacht wurde, auch auf die Veranstaltung dürfen, nicht nur Sören Link.
Zu Zeiten von Ex-OB Sauerland wurden die Kosten übernommen, z.B. für die  Hotelzimmer und es gab eine eigene Gedenkstunde für Überlebende und im ganzen Stadtbereich läuteten alle Kirchenglocken (was sehr würdevoll war).

3.) Wie ist die Situation der Betroffenen und Angehörigen zur Zeit am besten zu beschreiben, was wurde von welchen Stellen/Organisationen/Institutionen seit 2010 für sie getan/erreicht/u.ä.?

Die derzeitige Situation, gerade nach Corona, ähnelt einem großen Desaster. Fragt man Betroffene die heute noch unter dem Tag leiden, was in der Sache Loveparade für sie das Schlimmste gewesen ist, empfinden sie die 12 Jahre danach schlimmer als das Unglück selbst. Allein, dass es den Verein LOPA 2010 gibt, obwohl wir gehofft haben, dass die Stiftung ihn überflüssig macht und ersetzt, zeigt, dass wir uns selbst helfen und dass es von außen keine Hilfen gibt. Für die Angehörigen wollen wir vom Verein nicht sprechen da wir nur Leute vertreten die das Unglück überlebt haben. Es gibt jedoch gegenüber der Stadt viel Misstrauen und derzeit viele junge sterbende Angehörige was uns große Sorgen bereitet.

4.) Ist für die Betroffenen und Angehörigen Ihrer Meinung nach die Hilfe insgesamt bisher ausreichend gewesen oder was hätte mehr, besser oder alternativ geschehen sollen?

Es hätte jedem individuell geholfen werden müssen um ein positives Ergebnis zu bekommen, niemand leidet oder trauert gleich, was bei dem einen hilft kann bei dem anderen ein Desaster auslösen. Angehörige sowie Überlebende fallen dadurch in ein Versorgungsloch. Es haben das Land bzw. der Bund bis heute nicht geschafft eine fachkompetente Organisation zu gründen.
Kurz nach dem Unglück stürzte sich die Weltpresse auf die Stadt Duisburg, dass unter diesem Druck dennoch soviel Hilfe angeboten worden ist können wir jetzt erst im Nachhinein erkennen und achten. Nachdem OB Sören Link ins Amt kam und sein Versprechen abgab schlief alles ein. Somit haben wir von diesem OB nix mehr zu erwarten, der unter pubertas tarda wohl selbst leidet und dessen geistigen Horizont alles weit übersteigt.

5.) Wurde den tatsächlich Betroffenen und Angehörigen geholfen oder gab und gibt es auch Trittbrettfahrende?

Grundsätzlich hat die Selbsthilfe vom Land NRW und die Soforthilfe einigen geholfen, allerdings gab es darunter auch viele die es missbraucht haben. Auch gab es einige Trittbrettfahrer.
Diese konnten von der Stadt selbst nie „entfernt“ werden, da ihr Desinteresse im Laufe der Jahre viel zu hoch war um die Leute „auszusortieren“. Es gibt auch heute noch einige Betroffene die das Unglück nutzen um sich selbst darzustellen. Von all diesen Leuten haben WIR uns jedoch getrennt. Sie sind nur das Problem der Stadt Duisburg und werden es auch bleiben!!!

6.) Der Vorstand der Stiftung Loveparade Duisburg 24-7-2010 will mir keine detaillierten Auskünfte geben, weder zu Finanzen und Bilanzen noch zu Hilfen usw. für Betroffene und Angehörige. Wie beurteilen Sie die Arbeit dieser Stiftung – wie u.a. auch die Ausrichtung der jährlichen Gedenk-Feierlichkeiten?

Die Stiftung wurde größtenteils von dem Verein LOPA 2010 gegründet jedoch von der Ev.  Kirche und der SPD-Duisburg missbraucht als Propagandamittel für die Stadt Duisburg. Sie übernimmt die Anreise/Unterkunft und Verpflegungskosten der Angehörigen. Pflegt die städtische Grünanlage (Gedenkstätte) denn die Gedenkstätte ist bis heute nicht offiziell anerkannt und gilt als private Grünfläche der Stadt Duisburg.
Sie veranstaltet ihre Party jedes Jahr am 23. und 24. am Unglücksort und was sie des Rest des Jahres tut außer Kaffeetrinken ist uns leider nicht bekannt.

Wir haben zu dieser Propagandastelle der Stadt Duisburg keinen Kontakt mehr!!!
Auch ignorieren wir alle Aktivitäten die sie veranstaltet was zeigt und aussagt dass noch viel mehr Verletzte erscheinen würden.
Ein Mittagessen mit Adolf Sauerland sowie ein eigenveranstaltetes Treffen unter den Betroffenen ist nun zum traurigen Ritual geworden, da der Ort für uns von falschen Menschen besetzt wird um trauern zu können. Ein würdevolles Gedenken benötigt keine Politiker die Wahlkampf machen, Stiftungsangehörige die sich 2mal im Jahr zur Schau stellen, Security die eine Handvoll Menschen beobachtet wie sie damit kämpfen ihre Tränen zu unterdrücken und Anstand zu bewahren.

Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen

Thoralf Schmidt
(1. Vorstandsvorsitzender der LOPA 2010 e.V.)
Sarah Vogt
(2. Vorstandsvorsitzende der LOPA 2010 e.V.)

 

Nachtrag:

Diesen Artikel habe ich etlichen PolitikernInnen zugemailt – u.a. auch dem MdL Frank Börner.  Er hat mich prompt gebeten ihn aus dem Mailverteiler zu nehmen.

 

 

Ratseingabe: Errichtung eines GAÜ-Dezernats mit GAÜ-Leiter … äh … -Dezernatsleiter

Nachdem sich unser allerseits beliebter und geachteter OBerster Stadtvorsteher sowie sein Quasi-CDU-Pendant aus Marxloh Deniz Güner mal wieder penetrantisch zum Thema Armutseinwanderung aus Süd-Ost-Europa eingelassen haben – ich berichtete bereits – habe ich nunmehr in Anbetracht meiner t(r)iefempfundenen staatsbürgerlichen Einsicht und Pflicht folgende Ratseingabe nach GO § 24 eingereicht:

Sehr tiefstverehrter hochgeschätzer Herr Link, mein OB,

ich habe gemäß Gemeindeordnung NRW -GO NRW §24- folgende Ratseingabe zur gefälligen demnächstlichen Behandlung und Erörterung vor dem hohen Rat der Konzernstadt Duisburg.

Ich reiche diese Eingabe vorab per Mail ein und schicke diese in schriftlicher Form per Post hinterher. Verfasst in gutem, altem und traditionellem Sütterlin. Mögliche Geifer-Flecken bitte ich vorab zu entschuldigen.

Ich beantrage hiermit, der hohe Rat möge schnellstens beschliessen ein neues Dezernat oder Referat einzurichten. „Angesiedelt“ beim obersten OB.

Dieses Dezernat (Referat) soll den Titel

GAÜ-Dezernat(-Referat)

erhalten. GAÜ steht hierbei als Kürzel für

Großduisburgische Armutseinwanderungs-Überwachung

Als ersten Dezernenten unter strengster Mißachtung aller demokratischen Grundregeln bei seiner Ernennung schlage ich Herrn Deniz Güner vor, seines Zeichens CDUler in Marxloh.

Ferner schlage ich vor ihn in die Besoldungsstufe A300 einzugruppieren und ihm eine persönliche Taskforce und Leibstand… äh … Leibwache an die Seite zu stellen.

Er soll ausserdem mit den größtmöglichen Befugnissen und Mitteln  ausgestattet werden um die Armutseinwanderung zu überwachen und ev. zu bekämpfen und endgültig radikalst zu eliminieren.

Der Stadtteil Hochfeld soll bis zur endgültigen Übernahme durch den Initiativkreis Ruhr in eine Sonderverwaltungszone verwandelt werden in der solange das Recht des Stärkeren gelten soll. Als Vorbild mögen die Pariser Banlieues dienen.

Schlußbemerkung:

Sollte ich aus unverschämter Unwissenheit Begrifflichkeiten verwendet haben die ev. auf dem Dritte-Reich-Index stehen, so bitte ich dies vielmals zu entschuldigen. Ich bin aber so aufgeregt, dass nun endlich in Duisburg etwas passiert und freue mich auf eine „sichere, saubere und ordentliche“ Stadt in der nur der was werden kann der die  Regeln strengstens befolgt.

Mit untertänigstem Gruß

verbleibt hochachtungsvoll bis zur weiteren Verwendung

Ihr

Michael Schulze

aus Großduisburg

(unterwürfiger Petent dritter Klasse)

 

 

 

Deniz Güner: CDU-Hardliner gegen Rumänen und Bulgaren

Kaum dass Link seine Tiraden gegen Süd-Ost-Europäer angesichts eines EuGH-Urteils zum Kindergeld in den sozialen Medien loswerden musste, schlägt nun Deniz Güner, als MdL-Kandidat für die CDU bei der Landtagswahl als Loser „vom Platz“ gegangen, in die selbe Kerbe. Unterschied nur, er greift dabei den Schmusekurs der SPD an die für Duisburg ein Ankunftsstadtteil-Konzept erdacht hat.

https://lokalklick.eu/2022/08/06/klarklick-ankunftsstadtteil-konzept-der-duisburger-spd-ist-einladung-fuer-mehr-armutszuwanderung-aus-suedosteuropa/

Hier nochmals Links Worte auf FB:

„Menschen kommen als EU-Zuwanderer, melden Kinder an und beziehen Kindergeld. Da evtl. vorhandene Qualifikationen und Sprachkenntnisse nicht ausreichen, werden wenn überhaupt schlecht bezahlte und abgesicherte Arbeitsverhältnisse begründet und aufstockende Sozialleistungen bezogen. (…) Dieses Modell werde von kriminellen Banden ausgenutzt – zulasten des Sozialstaats und auf dem Rücken der Nachbarn und der Städte.“

So wurde Link in der NRZ (und textgleich auch in der WAZ) zitiert:

https://www.nrz.de/staedte/duisburg/nrw-in-duisburg-leben-die-meisten-bulgaren-und-rumaenen-id236064287.html

Richtig ist, die Zuwanderung aus den EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Bulgarien stellt besonders die Städte an Rhein und Ruhr seit Jahren vor Herausforderungen – vor allem hochverschuldete Städte wie Duisburg. Aktuelle NRW-Einwanderungsstatistiken verdeutlichen, dass in keiner anderen Stadt so viele Bulgaren und Rumänen leben wie in Duisburg.

Ich darf nochmals kurz daran erinnern, dass Link bereits mit mindestens einer Äusserung vor ein paar Jahren auffällig war, als er sinngemäß lakonisch sagte, dass er gerne Süd-Ost-Europäer gegen Syrer tauschen würde.

Nun will ich in keinster Weise die Probleme und auch Sorgen in Duisburg klein reden oder sogar gänzlich in Abrede stellen.

Das wahre Problem ist nur, man ist eigentlich gar nicht an Lösungen interessiert, da es durchaus Interessen, vor allem monetärer also wirtschaftlicher Natur gibt (z.B. Unternehmen die billige und willige Arbeitskräfte suchen), die den Status Quo gar nicht so schlecht finden.

Hier einige der typischen Sätze die sich so oder so ähnlich bei Link wiederfinden und einem sog. Alltagsrassismus gerechnet werden.

  • Die Einwanderer sind dazu eingeladen worden zu uns zu kommen.
  • Sie verursachen den Niedergang der Stadt bzw. der Nachbarschaft.
  • Sie missbrauchen unser System der sozialen Sicherheit und leben von Sozialhilfe und Kindergeld.
  • Sie müssen sich unseren Normen und Regeln anpassen.
  • Sie haben uns fremde Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuche.

Entscheiden Sie selbst inwieweit Sie Güners Äusserungen im Prinzip dazuzählen.

Auch er spricht pauschal von der Armutszuwanderung in das Sozialsystem und prangert Praktiken an mit denen sich bestimmte Menschen, vor allem eben aus Süd-Ost-Europa, hier Leistungen quasi „erschleichen“.

Nochmals, ja es gibt unter Einwanderern auch Betrüger, Abzocker, Kriminelle. Aber es darf die Frage erlaubt sein warum es die deutschen Behörden nicht hinkriegen die Spreu vom Weizen zu trennen damit eben nicht alle Menschen einer Volksgruppe oder aus einem Land zu Betrügern, Abzockern, Kriminellen deklariert werden.

Auf der anderen Seite steht nämlich ein ziemlich grosser Bedarf an Menschen die wir für unsere Arbeitsmarkt und unseren Wohlstand brauchen. Ich glaube nicht, dass rumänische oder bulgarische Kinder doofer und blöder sind als bio-deutsche Kids oder welche aus anderen Ländern.

Man sollte auch mal fragen warum es denn für diverse Unternehmen so interessant und lukrativ ist gerade Rumänen und Bulgaren zu beschäftigen. Nun, sie beschweren sich kaum, vllt. weil sie dankbarer oder in Not sind und sie sind schlechte Arbeits- und Lebensverhältnisse gewohnt usw. usf.

Tja, merkwürdigerweise haben rund eine Millionen Männer in Deutschland pro Tag kein Problem damit in Bordellen und Laufhäusern Prostituierte aus diesen Ländern in Anspruch zu nehmen. Und Link hat kein Problem die Sexsteuer für Duisburg einzusacken.

All das sind auch für Güner anscheinend keine Gründe mal in sich zu gehen und nachzudenken.

Er haut lieber einfach verbal drauf und bindet und findet damit sicherlich AnhängerInnen.

Ich hatte vor der Wahl Güner um eine dezidierte Stellungnahme (inkl. Zahlen und Fakten) gebeten als er ähnlich ins Horn trötete, dazu war er nicht bereit.

Das sagt dann im Prinzip schon alles.

Wenn dies zum Sicherheitsversprechen der CDU gehört mit dem sie schon in Wahlkämpfen an den Start ging, dann viel Spaß noch.

 

 

Critical Rhine water level: Der Guardian berichtet

Kritisch berichtete gestern bereits The Guardian über den derzeitigen bedrohlich niedrigen Wasserstand des Rheins.

https://www.theguardian.com/world/2022/aug/05/rhine-low-water-levels-shut-cargo

Businesses along the river say drought means they are on the verge of having to shut production

Hingewiesen hat mich auf den Artikel ein aufmerksamer DUISTOP-Leser. The Guardian berichtet u.a. darüber, dass entlang des Rheins Unternehmen ev. ihre Produktionen stilllegen müssen weil per Schiff ev. keine Waren mehr transportiert werden können.

DUISTOP-Reporter Ulrich Martel hatte bereits vor zwei Wochen Klagen aus der Holzverarbeitungsbranche gehört, dass nur noch die Hälfte der sonst üblichen Fracht per Schiff auf dem Rhein transportiert werden könne.