Mit „Gefälschtes“ sind in diesem Fall aber nicht gefälschtes Geld, Kunstwerke, Orient-Teppiche, Uhren und Schmuck oder sonstige Markenwaren gemeint, sondern Identitäten, Atteste, Geburtsnachweise, Adressen, Bescheinigungen, Stempel, Prüfplaketten, usw.
Die Hinweise die ich im Laufe der Zeit darauf erhalten haben verdichten sich zunehmend. Ebenso Hinweise darauf, dass einige Mitarbeitende der Stadtverwaltung dabei eine Rolle spielen könnten. Etliche meiner Beiträge in den letzten Wochen könnten ihren Anteil daran haben, dass mir immer mehr Leute von äusserst merkwürdigen Vorgängen berichten die alle irgendwie mit dem Rathaus zu tun haben. Stimmen muss das alles nicht, den vielfach gibt es keine Belege. Unter Umständen handelt es sich auch NUR um eine Kampagne.
Okay, lassen wir das mal so stehen. Vorerst.
Gerade wird u.a. vom WDR darüber berichtet, dass Bundesministerin Bärbel Bas einen Aktionsplan gegen Sozialbetrug angekündigt hatte. Und kürzlich gab es diesbzgl. eine erneute Grossrazzia die zu ein paar Festnahmen geführt hatte.
So recht will aber niemand daran glauben, dass so wie es geplant ist dem Problem wirklich mit Nachdruck und nachhaltig entgegengewirkt werden kann.
https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/aktionsplan-sozialbetrug-duisburg-baerbel-bas-100.html
Insofern entsteht auch hier wieder der Eindruck, dass die Behörden vielleicht mit angezogener Handbremse fahren bzw. an die Sache immer nur halbherzig rangehen.
Auch das Problem der sogenannten Schrottimmobilien bzw. die immer wiederkehrende Beschäftigung damit seitens Link & Co. ist schon irgendwie auffällig. Eigentlich entsteht der Eindruck, dass das Ganze nie ein Ende haben wird. Eventuell auch deshalb weil man diese Themen generell politisch und wahlkampf-technisch recht gut gebrauchen kann.
So geriert sich Link seit Jahren regelmässig als Hardliner und wurde auch schon als Trump von Duisburg tituliert.
https://www.die-tagespost.de/politik/sie-nannten-ihn-trump-von-duisburg-art-267731
So etwas kann womöglich helfen die AfD in Schach zu halten, stärkt aber andererseits weiterhin das kriminelle Milieu auf fatale Weise.
Duisburg hat sich anscheinend ganz besonders in den letzten Jahren unter Link einen guten Rauf aufgebaut es einigen Leutchen mit eher weniger guten Absichten viel zu leicht zu machen.
Kein Wunder, wenn man so viel Chaos schafft, verliert irgendwann selbst die fleissigste Polizei die Übersicht oder aber die notwendige Motivation.
Allein in den vergangenen Wochen erhielt ich mehrfach Hinweise auf illegale Geschäfte mit KFZ-Prüfplaketten. Keine konkreten Namen, dafür aber Einblicke in Abläufe.
Während manche gefakten Formulare weniger gefährliche Auswirkungen haben, sind gefälschte HU-Prüfungen richtig kritisch. Denn fahruntaugliche Autos können Unbeteiligte die Gesundheit und das Leben kosten.
Unbeteiligt können sogar die Halter selbst sein, wenn sie von den Fälschungen nämlich nichts wissen. So zahlen sie bis zu 200 EURO für einen Check der nie stattfand. Auch wenn sogar eine nicht-gefälschte Plakette zum Schluss auf dem Nummerschild klebt.
Die Betrugsmöglichkeiten sind schier endlos und deshalb eigentlich kaum übersichtlich darstellbar. Vor allem auch weil es mehrere voneinander formal getrennte Akteure gibt die auf gewisse Weise für eine HU kooperieren müssen.
Es gibt rund sechs grosse zertifizierte Prüforganisationen wie z.B. den TÜV und die DEKRA. Die erhalten, wohl von der Bundesdruckerei, die Prüfplaketten und geben sie an die Prüfingenieure vor Ort weiter. Die wiederum prüfen in eigenen Prüfzentren oder in assoziierten Werkstätten. Letztere müssen dazu die notwenigen Geräte wie u.a. Prüfgeräte in der Regel vorhalten. Unregelmässigkeiten können hier schon dann auftreten, wenn die Eichungsintervalle für die sensiblen Prüfgeräte nicht eingehalten werden.
Auch das Eichen ist so eine Sache für sich und anfällig für manche Kumpanei.
Nur der Prüfingenieur (oder ein sonstiger zugelassener Sachverständiger) darf übrigens prüfen und die Plakette abschliessend anbringen. Ausserdem trägt er alle Daten (ein Prüfprotokoll) in eine Verzeichnis ein, das vom KBA (Kraftfahrbundesamt) geführt wird und anderen Behörden zur Verfügung steht. Die örtlichen Zulassungbehörden können darauf zugreifen.
Soweit die Theorie.
Manche Fahrzeughalter erwerben die Plaketten oder nachgeahmte Plaketten auch einfach online ohne überhaupt zu einer HU zu erscheinen. Alles ist möglich.
Wer übrigens feststellt, dass sein Auto eigentlich keine HU durchlaufen hat so wie es sein soll und die Plakette also gar nicht angebracht werden durfte oder so gar gefälscht ist, der muss sein Auto sofort stehenlassen.
Macht irgendwie auch nicht jeder.
Fazit:
Nur, wenn schon der Sozialbetrug anscheinend so einfach ist und an seiner Bekämpfung gezweifelt wird, was haben wir dann in Bezug auf die Betrugsbekämpfung in Sachen KFZ-Prüfungen zu erwarten?















