Ist DuisBURG eine HochBURG für Gefälschtes?

Mit „Gefälschtes“ sind in diesem Fall aber nicht gefälschtes Geld, Kunstwerke, Orient-Teppiche, Uhren und Schmuck oder sonstige Markenwaren gemeint, sondern Identitäten, Atteste, Geburtsnachweise, Adressen, Bescheinigungen, Stempel, Prüfplaketten, usw.

Die Hinweise die ich im Laufe der Zeit darauf erhalten haben verdichten sich zunehmend. Ebenso Hinweise darauf, dass einige Mitarbeitende der Stadtverwaltung dabei eine Rolle spielen könnten. Etliche meiner Beiträge in den letzten Wochen könnten ihren Anteil daran haben, dass mir immer mehr Leute von äusserst merkwürdigen Vorgängen berichten die alle irgendwie mit dem Rathaus zu tun haben. Stimmen muss das alles nicht, den vielfach gibt es keine Belege. Unter Umständen handelt es sich auch NUR um eine Kampagne.

Okay, lassen wir das mal so stehen. Vorerst.

Gerade wird u.a. vom WDR darüber berichtet, dass Bundesministerin Bärbel Bas einen Aktionsplan gegen Sozialbetrug angekündigt hatte. Und kürzlich gab es diesbzgl. eine erneute Grossrazzia die zu ein paar Festnahmen geführt hatte.

So recht will aber niemand daran glauben, dass so wie es geplant ist dem Problem wirklich mit Nachdruck und nachhaltig entgegengewirkt werden kann.

https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/aktionsplan-sozialbetrug-duisburg-baerbel-bas-100.html

Insofern entsteht auch hier wieder der Eindruck, dass die Behörden vielleicht mit angezogener Handbremse fahren bzw. an die Sache immer nur halbherzig rangehen.

Auch das Problem der sogenannten Schrottimmobilien bzw. die immer wiederkehrende Beschäftigung damit seitens Link & Co.  ist schon irgendwie auffällig. Eigentlich entsteht der Eindruck, dass das Ganze nie ein Ende haben wird. Eventuell auch deshalb weil man diese Themen generell politisch und wahlkampf-technisch recht gut gebrauchen kann.

So geriert sich Link seit Jahren regelmässig als Hardliner und wurde auch schon als Trump von Duisburg tituliert.

https://www.die-tagespost.de/politik/sie-nannten-ihn-trump-von-duisburg-art-267731

So etwas kann womöglich helfen die AfD in Schach zu halten, stärkt aber andererseits weiterhin das kriminelle Milieu auf fatale Weise.

Duisburg hat sich anscheinend ganz besonders in den letzten Jahren unter Link einen guten Rauf aufgebaut es einigen Leutchen mit eher weniger guten Absichten viel zu leicht zu machen.

Kein Wunder, wenn man so viel Chaos schafft, verliert irgendwann selbst die fleissigste Polizei die Übersicht oder aber die notwendige Motivation.

Allein in den vergangenen Wochen erhielt ich mehrfach Hinweise auf illegale Geschäfte mit KFZ-Prüfplaketten. Keine konkreten Namen, dafür aber Einblicke in Abläufe.

Während manche gefakten Formulare weniger gefährliche Auswirkungen haben, sind gefälschte HU-Prüfungen richtig kritisch. Denn fahruntaugliche Autos können Unbeteiligte die Gesundheit und das Leben kosten.

Unbeteiligt können sogar die Halter selbst sein, wenn sie von den Fälschungen nämlich nichts wissen. So zahlen sie bis zu 200 EURO für einen Check der nie stattfand. Auch wenn sogar eine nicht-gefälschte Plakette zum Schluss auf dem Nummerschild klebt.

Die Betrugsmöglichkeiten sind schier endlos und deshalb eigentlich kaum übersichtlich darstellbar. Vor allem auch weil es mehrere voneinander formal getrennte Akteure gibt die auf gewisse Weise für eine HU kooperieren müssen.

Es gibt rund sechs grosse zertifizierte Prüforganisationen wie z.B. den TÜV und die DEKRA. Die erhalten, wohl von der Bundesdruckerei, die Prüfplaketten und geben sie an die Prüfingenieure vor Ort weiter. Die wiederum prüfen in eigenen  Prüfzentren oder in assoziierten Werkstätten. Letztere müssen dazu die notwenigen Geräte wie u.a. Prüfgeräte in der Regel vorhalten. Unregelmässigkeiten können hier schon dann auftreten, wenn die Eichungsintervalle für die sensiblen Prüfgeräte nicht eingehalten werden.

Auch das Eichen ist so eine Sache für sich und anfällig für manche Kumpanei.

Nur der Prüfingenieur (oder ein sonstiger zugelassener Sachverständiger) darf übrigens prüfen und die Plakette abschliessend anbringen. Ausserdem trägt er alle Daten (ein Prüfprotokoll) in eine Verzeichnis ein, das vom KBA (Kraftfahrbundesamt) geführt wird und anderen Behörden zur Verfügung steht. Die örtlichen Zulassungbehörden können darauf zugreifen.

Soweit die Theorie.

Manche Fahrzeughalter erwerben die Plaketten oder nachgeahmte Plaketten auch einfach online ohne überhaupt zu einer HU zu erscheinen. Alles ist möglich.

Wer übrigens feststellt, dass sein Auto eigentlich keine HU durchlaufen hat so wie es sein soll und die Plakette also gar nicht angebracht werden durfte oder so gar gefälscht ist, der muss sein Auto sofort stehenlassen.

Macht irgendwie auch nicht jeder.

Fazit:

Nur, wenn schon der Sozialbetrug anscheinend so einfach ist und an seiner Bekämpfung gezweifelt wird, was haben wir dann in Bezug auf die Betrugsbekämpfung in Sachen KFZ-Prüfungen zu erwarten?

 

 

Staatsanwaltschaft Duisburg: Ja, es geht doch … etwas voran … im positiven Sinne.

Autsch, was habe ich mich in den letzten Tagen am relativ neuen leitenden Oberstaatsanwalt von Duisburg Dr. Gunnar Greier mit viel Speed abgearbeitet.

Presseanfragen mit Doppel-Erinnerungen an ihn selbst (zumindest an die Poststelle und an die Pressestelle), dann ans Justizministerium, gestern auch an die Generalstaatsanwaltschaft.

Heute nehme ich den Fuss ein wenig vom Gaspedal. Denn ich habe ein Schreiben erhalten, dass Hoffung macht … im positivsten Sinne.

Ich hatte mich auf DUISTOP bereits mehrfach „verwundert und auch verstört“ über einen Vorgang Frau Oberstaatsanwältin Devrim Ermis betreffend geäussert. Diese Verwunderung wurde nun als Dienstaufsichtsbeschwerde gewertet – was mich durchaus begeistert. Weniger als Herausgeber und Redaktionsleiter, sondern vor allem als Bürger.

Was ist passiert? Nun Frau Ermis, regelmässige DUISTOP-LeserInnen kennen den Fall wohl inzwischen schon auswendig, hatte in privater Runde bei einer Lions-Club-Sitzung zwei Äusserungen gemacht – und zwar gegenüber dem Hauptbelastungszeugen in einem Strafprozess. Den Hauptangeklagten im selbigen Prozess nahm sie dabei ebenso in Schutz wie auch den Duisburger OB.

Was hat der OB damit zu tun? Nun, es gibt einen Zusammenhang mit einer möglichen Erpressung von Sören Link, die ich persönlich inzwischen für höchstwahrscheinlich halte. Er selbst streitet dies ab, darüber berichtete ich bereits.

Frau Ermis wollte sich zu der Angelegenheit und dem Vorfall bisher nicht äussern, die Pressestelle der Staatsanwaltschaft wollte sich nicht näher äussern und Dr. Greier reagierte gar nicht.

Letzteres hat sich nun geändert, heute erhielt ich diesen Brief per Post, datiert auf den 30. Juni 2026:

 

Anscheinend nimmt man alles nun wirklich ernst. Denn gleichzeitig erhielt ich heute einen weiteren Brief von der Staatsanwaltschaft, darin geht es zusätzlich um die Sache mit der Erpressung.

Den Namen des Verdächtigen habe ich unkenntlich gemacht, es gilt nachwievor die Unschuldsvermutung.

Der Verdächtige ist in der Stadtverwaltung absolut kein Unbekannter. Ganz im Gegenteil, er sitzt an einer ziemlich wichtigen Stelle.

Tja, und weil es gerade so positiv läuft hat mir heute Mittag auch prompt – binnen 16 Stunden – die Generalstaatsanwaltschaft aus Düsseldorf auf meine Anfrage geantwortet.

Hier das Antwort-Schreiben im Originalwortlaut:

Sehr geehrter Herr Schulze,

Ihre Anfrage ist hier eingegangen und wurde durch mich an die Verwaltungsabteilung im Haus weitergeleitet, da es sich nicht um eine Presseanfrage, welche von § 4 LandespresseG NRW umfasst ist, handelt. Sie werden zeitnah eine gesonderte Antwort erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

YYY

Oberstaatsanwältin

-Pressesprecherin-

Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf

[ENDE des Schreibens]

Der Vollständigkeit halber hier der Link auf den Beitrag mit meiner Anfrage von gestern Abend:

http://www.viewww.de/123/duistop-forum/2026/07/06/presseanfrage-an-die-generalstaatsanwaltschaft-zur-staatsanwaltschaft-duisburg-vor-allem-zu-dr-gunnar-greier/

 

Achja, soeben rief mich eben jener Polizist an, dessen erschreckende Aussagen ich vor wenigen Tagen hier veröffentlichte. Er äusserte sich heute besser gelaunt, da er inzwischen den Eindruck habe, das endlich mal etwas passieren würde, was (sinngemäß) den Unmut und die Demotivation vieler KollegenInnen sozusagen lindern würde.

Dabei geht es vor allem um den Eindruck, dass viel Polizei-Arbeit in etlichen Ermittlungen stecke, deren Ergebnisse dann aber auf erschreckende Weise bei der Staaatsanwaltschaft irgendwie zunehmend versickern würden.

Ich ergänze das mal wie folgt:

Der Prozess (die Anklage ist immerhin kein Pappenstiel) von dem oben die Rede ist, dauert nunmehr schon über vier Jahre. Zuletzt durch ein mögliches Fake-Attest des Hauptangeklagten, ich berichtete bereits, zum siebten Mal gehemmt und dem Anschein nach besonders von der Staatsanwaltschaft nicht so richtig ernst genommen. Letzteres mache ich vor allem daran fest, dass eine Oberstaatsanwältin sich privat über den Hauptangeklagten äussert und ihn in Schutz nimmt.

Zur Einordnung: Die Staatsanwaltschaft übernimmt i.d.R. die Rolle der Anklage und nicht jene der Verteidigung. In jeder Hinsicht gilt die strikte Einhaltung des Neutralitätsprinzip. Wo kämen wir denn auch hin, wenn Urteile sozusagen im Vorfeld in Lions Clubs beschlossen und verkündet  würden?

Heute wende ich mich auch mal persönlich an Sören Link:

Da Sie mir seit über acht Jahren jedwede Auskunft verweigern und auch das gesamte Personal der Stadtverwaltung dazu „angestiftet“ haben es ihnen gleichzutun, gehe ich davon aus wir treten gerade in so etwas wie eine finale Phase ein. Ich persönlich habe immer den Eindruck gehabt, dass Sie eine Menge zu verbergen haben, nun bleibt Ihnen anscheinend nur noch eine  willfährige und Ihnen ergebene Staatsanwaltschaft, von der ich im Moment den Eindruck habe, dass Sie Ihnen diesen Gefallen verweigern wird und tatsächlich ihren Jobs macht. Und ich hoffe, dass Sie nicht der einzige sein werden dem dieses andauernde asoziale und anti-demokratische Verhalten auf die Füsse fällt.   

Eigentlich sind Sie es nicht wert, dass ich mich überhaupt mit Ihnen beschäftige. Mit anderen Worten: Sie sind lediglich eine Art von Übel, weniger für mich, aber vor allem für Duisburg. Alle die das bisher noch nicht erkannt haben tun mir leid. 

Tun Sie mir den Gefallen und halten Sie bis zum Schluss durch!

Achja und nochmals vielen Dank an Anja Kopka für diesen unsäglichen Willkommenspruch am 7.7.2016 um 15 Uhr. Ohne diese Unverschämtheit* wären wir nicht an dieser Stelle.  

* Zur Erklärung: Man hatte mich damals ins Rathaus eingeladen und Frau Kopka begrüsste mich mit den Worten „Was wollen Sie denn hier?“.

 

Presseanfrage an die Generalstaatsanwaltschaft zur Staatsanwaltschaft Duisburg vor allem zu Dr. Gunnar Greier

Diese Presseanfrage ging soeben an die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf in ihrer Funktion als Fach- und Dienstaufsichtsbehörde in Bezug auf die Staatsanwaltschaft Duisburg und vor allem in Bezug auf Dr. Gunnar Greier, dem leitenden Oberstaatsanwalt seit Mai diesen Jahres.

Gestern hatte ich eine fast identische Anfrage bereits an den Justizminister von NRW Dr. Benjamin Limbach bzw. seine Pressevertretung gesandt. Eine Reaktion bzw. eine Antwort darauf liegt mir derzeit noch nicht vor. Herr Dr. Limbach hatte Herrn Dr. Greier im Mai zum Behördenleiter ernannt.

Hier nun die Anfrage an die Generalstaatsanwaltschaft:

Guten Abend,

ich habe folgende Pressefragen zur Staatsanwaltschaft Duisburg vor allem zu Dr. Gunnar Greier:

1. Justizminister Dr. Benjamin Limbach hat Herrn Dr. Gunnar Greier im Mai d.J. zum Leitenden Oberstaatsanwalt in Duisburg ernannt. Kennen Sie die wesentlichen Gründe (3-6) des Ministers dafür und teilen Sie diese uneingeschränkt?

2. Ich versuche seit Wochen vergeblich von Herrn Dr. Greier Antworten auf einige Pressefragen zu erhalten. Der örtlichen WAZ hat er bereits ein Interview gegeben und sprach dabei von Offenheit und Transparenz. Die Zurückhaltung mir gegenüber kann ich insofern nicht nachvollziehen. Kann es ein, dass Herr Dr. Greier mit kritischen Fragen ein Problem hat?

U.a. möchte ich wissen warum ein Organigramm der Staatsanwaltschaft Duisburg, welches eh schon nicht lebar war, entfernt wurde und bisher nicht ersetzt wurde. Ich füge die ursprüngliche unlesbare Version als Anlage bei.

U.a möchte ich wissen wie er dazu steht, dass sich eine Oberstaatsanwältin in privater Runde über einen Hauptangeklagten in einem Strafprozess äussert und auch über spezifische Amtsgeschäfte des Duisburger OB, von denen sie eigentlich nichts wissen dürfte. In beiden Fällen richtete sich Äusserungen gegen den Hauptbelastungszeugen in dem besagten Strafprozess.

3. Herr Dr. Greier war zuvor in Köln beschäftigt, dort gab es 2023 erhebliche Kritik am Aufklärungswillen der Staatsanwaltschaft in Bezug auf Cum-Ex-Fälle.

=> https://www.wz.de/nrw/cum-ex-reaktion-auf-vorwurf-schleppender-aufklaerung_aid-87026449

Zitat: „Es besteht die Befürchtung, dass sowohl der Leiter der Staatsanwaltschaft Köln, Oberstaatsanwalt Joachim Roth, als auch der stellvertretende Oberstaatsanwalt Gunnar Greier die zuständige Hauptabteilung der Behörde weder stützen noch unterstützen, ja, sie sogar behindern und benachteiligen.“

In Duisburg gibt es etliche akute Fälle die nahelegen am Aufklärungswillen der Staatsanwaltschaft Zweifel zu haben. Auch ist eine deutliche Fehlentwicklung hinsichtlich der Motivation der Duisburger Polizei spürbar. Allein diese Vorgeschichte (s.o.) des nun leitenden Oberstaatsanwalts in Duisburg macht mir wenig Hoffnung auf Besserung.

Können Sie mich in der Hinsicht beruhigen und mir und der DUISTOP-Leserschaft versprechen bzw. zusichern, dass sich wirklich etwas verbessert – mit anderen Worten, haben Sie sozusagen ein wachsames Auge darauf?

Gruss

DUISTOP

www.duistop.de

Duisburger Stadtmagazin seit 2018

Michael Schulze

Redaktionsleitung

 

 

Ersetze AfD durch SPD, CDU, FDP, LINKE, GRÜNE usw.!

Bevor ich auf die Überschrift dieses Beitrags näher eingehe, befasse ich mich mit einem Event das komplett an mir vorbeigerauscht ist. DUISTOP ist zwar in diversen Listen zur Medienvielfalt in NRW vertreten, aber weder eine Info noch eine Einladung zu diesem Event der Medienanstalt NRW hat mich erreicht.

Nun, ich habe mich also drei Tage danach mal kurz damit beschäftigt und mein simples Fazit:

Ich kann diese SCHEISSE insgesamt und auch das SCHEISS-Gelaber im Besonderen kaum noch ertragen.

https://www.medienanstalt-nrw.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2026/2026/juli/laut-und-klar-fuer-demokratie-und-zusammenhalt.html

Zitat:

„Medienpolitik ist immer auch Demokratiepolitik. Wer demokratischen Zusammenhalt stärken will, muss Medien stärken und mit ihnen ihre Vielfalt, ihre Qualität und ihre Fähigkeit, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. LAUT UND KLAR macht deutlich: Wenn wir diese Räume für Austausch schaffen, stärken wir zugleich das Fundament unserer Demokratie“, sagt Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen.“

Wer sowas noch glaubt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.

Ebenso wie das hier:

https://www.mediaforwardfund.org/news/media-forward-nrw-land-nordrhein-westfalen-und-media-forward-fund-starten-regionales-upskilling-projekt-fur-gemeinwohlorientierte-medien

Gucken Sie sich bitte an, ganz unten auf der Seite des „mediaforwardfund“, welche Geldgebenden mit an Bord sind!

Letztlich, das ist der Kern meiner Kritik, geht es lediglich um den Erhalt der Medien(angebote) die sich an die machtpolitischen Regeln halten. Kritischer Journalismus ist gar nicht erwünscht, ich erlebe das nunmehr seit über acht Jahren nicht nur in puncto Link & Co. Die Presseabteilungen der NRW-Ministerien reagieren und antworten zwar in der Regel, was Link gar nicht macht, aber die Antworten sind letztendlich mehr als dürftig.

Liminski selbst bzw. seine Presseleute haben noch nie reagiert und mir folglich auch noch nie geantwortet.

Im Prinzip geht es nur darum, der NRW-Wahlkampf läuft ja bereits, so zu tun als würde man die Meinungsvielfalt fördern. Dies ist aber mitnichten so. Wer dies anders beurteilt kann mir ja gerne seine Ansicht(en) dazu schreiben.

Kommen wir zur Medienanstalt NRW, eine von NRW-Regierungsgnaden abhängige Landesanstalt.

Diese Anstalt habe ich bezugnehmend auf die Demokratie-Website

https://demokratie-in-aktion.de/

bereits mehrfach angeschrieben. Angeblich geht man allen Hinweisen auf Fehlverhalten in Medien nach. So auch Hinweisen auf ein fehlendes Impressum.

Hier die Impressum-Screenshots von 2025 und von gestern Nachmittag:

Getan hat sich nichts.

Auch die Spendenpraxis habe ich kritisiert, hier die Screenshots von 2025 und von heute Nachmittag:

Ich hatte bereits 2025 versucht über die DBG-Organisation die dort genannt wird mehr Infos zu erhalten, habe mich als möglicher Spender ausgegeben, doch ich bekam weder eine Reaktion noch eine Antwort wieso der DGB eine Rolle spielt, welche genau und was mit dem Spendengeld geschieht.

Ich hatte sowohl das Finanzamt als auch eine wichtige Organisation für die Überprüfung von Spendenaktionen und -siegeln angeschrieben. Anscheinend ist auch dazu nichts passiert.

Vielleicht liegt es an den Leutchen die als UnterstützerInnen genannt werden, u.a. Bärbel Bas.

Und Bärbel Bas spendet anscheinend auch gerne mal. Als Sören Link und Heiko Blumenthal 2010 die geheimen Landtagsprotokolle zur LoPa an xtranews weitergaben, geriet xtranews in juristische Zwänge, da der damalige OB Sauerland wohl u.a. eine Unterlassung forderte was die Veröffentlichung der geheimen Sitzungsunterlagen betraf.

Bas liess sich hinreissen xtranews bzw. den damaligen Herausgeber Thomas Rodenbücher mit 200 EURO zu unterstützen. Wohlgemerkt, die Herausgabe der geheimen Unterlagen dürfte eine Straftat gewesen sein.

Okay, soweit so gut oder so merk- und fragwürdig.

Zurück zur Demokratie bzw. zur Erläuterung der Überschrift dieses Beitrags.

Im Februar 2026 veröffentlichten die Kulturschaffenden Duisburgs bzw. deren VertreterInnen einen offenen Brief an Sören Link. Publiziert auf der Website von demokratie-in-aktion.de.

Diesen Brief habe ich auch erhalten, allerdings nicht direkt, sondern über Umwege, und will mich ihm nun widmen. Das passt deshalb jetzt so gut, weil seitdem einiges passiert ist, besonders auch in bezug auf OB Link. Wer DUISTOP regelmässig liest weiss was ich meine.

Hauptsächlich wendet man sich an eben jenen OB um auf die drohende Gefahr von rechts bzw. von der AfD in Duisburg hinzuweisen.

Okay, kann man machen, aber was man nicht machen kann bzw. ebenfalls machen sollte ist das Folgende.

Man kann vor allem Sören Link nicht aus der Forderung ausschliessen bzw. man muss ihn miteinschliessen. Und eigentlich, so meine Überzeugung muss man alle sogenannten demokratischen Parteien bzw. jene der demokratssichen Mitte ebenso miteinschliessen.

Sie machen durch ihr absolutes politisches Versagen und durch ihren deutlich spürbar primären Wunsch hauptsächlich ihre Macht zu erhalten den Aufstieg der AfD erst so richtig möglich.

Denn ordentliche Politik wird nicht mehr praktiziert. Das gilt auch für das Verwaltungshandeln, da es auch diesbzgl. oftmals nur noch um die Pfründe geht, um Posten und Pöstchen, aber nicht mehr um das Wohl der BürgerInnen bzw. der Stadt.
An und in Duisburg seit Jahren bereits hervorragend festzustellen.

Um diesem Eindruck entgegenzuwirken werden u.a. hehre Worte und Phrasen wie „Schutz der Demokratie“ udgl. bedient, die oftmals aber nicht mehr sind als unwirkliche Beschreibungen und leere Versprechen.

All das was in dem obigen Brief an der AfD kritisiert wird, gilt mindestens im selben Umfang für alle anderen Parteien. Abgesehen von der Einordung in die äusserste rechte Ecke des Politspektrums.

Womit ich die AfD mitnichten in Schutz nehmen will, ich will nur die anderen nicht aus ihrer Veranwortung entlassen.

Die Demokratie wird nicht erst dann ausgehöhlt, wenn ihre Gegner  Verantwortung für bestimmte Bereiche innehaben, so wie es im Brief sinngemäß an einer Stelle formuliert wird.

Sie wird auch dann ausgehöhlt, wenn sich vorgebliche DemokratenInnen die Stadt, das Land usw. zur Beute machen.

Die Duisburger Skandale wie Gebag und DVV, um nur zwei Beispiele zu nennen, sind nicht von der AfD verschuldet, sie entstanden unter der schlechten Aufsicht und Ägide der anderen Parteien bzw. ihrer VertreterInnen.

Im Stadtrat sind die Mitglieder so schwach und unterwürfig, dass eine Kritik an der Amtsführung von OB Link überhaupt nicht geäussert wird. Oder wenn dann so kleinlaut, dass es niemand wirklich deutlich vernehmen kann.

Und auch die Kunstschaffenden halten sich aus allem raus.

Einen solchen Brief zu verfassen ist lediglich wohlfeil um sich die Gunst derer zu erhalten von denen sie immerhin ab und zu noch ein paar Bröckchen Unterstützung erhalten. Kunst sollte aber viel mehr. Sie sollte sich einmischen und zwar richtig.

Warum zum Beispiel gibt es keinerlei Aktionen, Happenings oder auch nur simple Satiredarstellungen von Link & Co. um sich an denen abzuarbeiten?

Kritische Themen gibt es reichlich, ich kann gerne bei Bedarf liefern. Ich berichte auch gerne über alles was wirklich berichtenswert ist. Macht Fotos, ladet Videos hoch, verfasst Pamphlete, immer her damit! Lasst Euch endlich was Kreatives einfallen um aufzufallen.

Alle, bis auf sehr wenige streitbare Ausnahmen, sind stattdessen so friedlich als gäbe es eigentlich gar kein anderes Problem als die AfD.

Doch, wir haben z.B. akut eins mit dem Duisburger Haushaltsloch. Auch nicht von der AfD verschuldet.

Oder wie wär’s mit diesem bescheuerten Versprechen?

Oder mit diesem knilchig-gaga wirkenden Plakatanbeter von der SPD – und auch noch Mitglied im NRW-Parlament?

Bitte Ihr ach so besorgten Kunstschaffenden, erklärt mir mal wieso die AfD so mächtig werden konnte und bitte erklärt mir ob und warum Ihr meint, dass die anderen Parteien daran keinen Anteil haben.

 

Presseanfrage zur Staatsanwaltschaft Duisburg – vor allem zu Dr. Gunnar Greier

Diese Presseanfrage ging soeben an das NRW-Justizministerium von Dr. Benjamin Limbach (GRÜNE).

Guten Morgen,

ich habe folgende Pressefragen zur Staatsanwaltschaft Duisburg – vor allem zu Dr. Gunnar Greier:

1. Justizminister Dr. Limbach hat Herrn Dr. Greier im Mai zum Leitenden Oberstaatsanwalt in Duisburg ernannt. Können Sie bitte erläutern welche wesentlichen Gründe (3-6) dafür ausschlaggebend waren?

2. Ich versuche seit Wochen vergeblich von Herrn Dr. Greier Antworten auf einige Pressefragen zu erhalten. Der örtlichen WAZ hat er bereits ein Interview gegeben. Die Zurückhaltung mir gegenüber kann ich nicht nachvollziehen vor allem da Herr Dr. Greier in der WAZ von Offenheit und Transparenz sprach. Kann es ein, dass Herr Dr. Greier mit kritischen Fragen ein Problem hat?

U.a. möchte ich wissen warum ein Organigramm der Staatsanwaltschaft Duisburg, welches eh schon nicht lebar war, entfernt wurde und bisher nicht ersetzt wurde. Ich füge die ursprüngliche unlesbare Version als Anlage bei.

U.a möchte ich wissen wie er dazu steht, dass sich eine Oberstaatsanwältin in privater Runde über einen Hauptangeklagten in einem Strafprozess äussert und auch über spezifische Amtsgeschäfte des Duisburger OB, von denen sie eigentlich nichts wissen dürfte. In beiden Fällen richtete sich Äusserungen gegen den Hauptbelastungszeugen in dem besagten Strafprozess.

3. Herr Dr. Greier war zuvor in Köln beschäftigt, dort gab es 2023 erhebliche Kritik am Aufklärungswillen der Staatsanwaltschaft in Bezug auf Cum-Ex-Fälle.

=> https://www.wz.de/nrw/cum-ex-reaktion-auf-vorwurf-schleppender-aufklaerung_aid-87026449

Zitat: „Es besteht die Befürchtung, dass sowohl der Leiter der Staatsanwaltschaft Köln, Oberstaatsanwalt Joachim Roth, als auch der stellvertretende Oberstaatsanwalt Gunnar Greier die zuständige Hauptabteilung der Behörde weder stützen noch unterstützen, ja, sie sogar behindern und benachteiligen.“

In Duisburg gibt es etliche akute Fälle die nahelegen am Aufklärungswillen der Staatsanwaltschaft Zweifel zu haben. Allein diese Vorgeschichte (s.o.) des nun leitenden Oberstaatsanwalts in Duisburg macht mir wenig Hoffnung auf Besserung.

Können Sie mich in der Hinsicht beruhigen und mir und der DUISTOP-Leserschaft versprechen bzw. zusichern das sich wirklich etwas verbessert?

Gruss

DUISTOP

www.duistop.de

Duisburger Stadtmagazin seit 2018

Michael Schulze

Redaktionsleitung

 

Denn sie wissen nicht wann sie was tun!?

Und wieder geht es um die Staatsanwaltschaft, die ich inzwischen irgendwie lieb gewonnen habe. U.a. weil ich ihr die zwei Strafanzeigen gegen Sören Link, einmal wegen Untreue in Sachen Gebag und Wortmeyer-Abfindung bzw. -Bonus sowie einmal wegen Strafvereitelung im Amt, zukommen ließ. In der Hoffnung, dass sie damit etwas anzufangen weiss. Ich erkläre das alles jetzt nicht nochmals im Einzelnen, bitte lesen Sie bei Interesse meine vielen Beiträge in den letzten Wochen dazu!

Okay, um was geht es nun schon wieder? Um das sogenannte Baggerattentat über das ich auch bereits schon mehrfach berichtete. Seit Jahren wird seitdem der Prozess gegen mehrere Angeklagte nicht wirklich ernsthaft fortgesetzt. Zuletzt am 27. März d.J. nicht, weil sich der Hauptangeklagte ein ärztliches Attest im Ausland besorgte.

Das aber wohl gefälscht wurde.

Weshalb ich der Staatsanwaltschaft vorgestern just dazu eine Presseanfrage zusandte. Diese lautete wie folgt:

Presseanfrage zum sogenannten Baggerattentat

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf meine Presseanfrage zum sogenannten Baggerattentat und zu den Gründen für den Ausfall des Prozesstermins am 27.3.2026 bekam ich bereits eine Antwort des Amtsgerichts Ruhrort bzw. von dessen Pressestelle. Hier meine konkrete Frage ans Amtsgericht Ruhrort sowie die entsprechende Antwort darauf:

Frage:

Wurde der Verdacht auf ein zuletzt möglicherweise fingiertes Attest überprüft, wurde der betreffende Arzt/Mediziner im Ausland also kontaktiert um die Richtigkeit des Attests zu bestätigen?

Antwort:

Das hiesige Gericht hatte gegen den Angeklagten L. mit Beschluss vom 27.03.2026 Sitzungshaft angeordnet, da es erhebliche Zweifel an der Echtheit des Attestes hatte. Zur Begründung hat das Gericht unter anderem angeführt, dass in der Adresszeile unten, sowie im arabischen Teil des Briefkopfes hieroglyphenartige Schriftzeichen zu erkennen gewesen seien, welche keine Sprache hätten zugeordnet werden können. Zudem sei in dem Attest keine Telefonnummer angegeben gewesen. Darüber hinaus habe eine Recherche des Gerichts bei Google keinen Treffer zu dem im Attest genannten Arzt ergeben. Ebenso sei das im Attest genannte Medizincenter über Google nicht auffindbar.
Des Weiteren würde die im Attest genannte Anschrift nicht existieren. Indes habe das Gericht im Internet verschiedenste „Attestvorlagen“, welche dieselbe Anschrift, den gleichen Briefkopf und die gleichen hieroglyphenartigen Schriftzeichen wie das eingereichte Attest enthalten, gefunden.
Im Beschluss über die Nichtabhilfe der Beschwerde durch das hiesige Gericht wurde ergänzend angeführt, dass das mit Beschwerdeschrift eingereichte Foto des Praxisschildes des attestierenden Arztes eine andere Anschrift als selbige im Attest vom 25.03.2026 zeige, weder die auf diesem angegeben Anschrift, noch die Telefonnummer bei Google einen Treffer ergeben habe und, dass die Richterin zu den üblichen Geschäftszeiten am 08.04.2026 um 11 Uhr vergeblich versucht habe den Arzt über die auf dem Praxisschilde abgebildete Telefonnummer zu erreichen. [Ende der Antwort des Ruhrorter Amtsgerichts]

In der Angelegenheit vertritt die Staatsanwaltschaft die Anklage, dürfte also von dem „angeblichen Attest“ bzw. der möglichen Fälschung in jedem Fall umfassend Kenntnis haben.

Dazu nun meine Fragen:

1. Hat die Staatsanwaltschaft die deutlichen Zweifel des Gerichts an der Richtigkeit des Attests zur Kenntnis genommen?

2. Wenn ja, wie hat sie darauf reagiert?

3. Wurde, da es sich im Falle einer Urkundenfälschung um ein Offizialdelikt handelt, eine weitere Strafanzeige gegen den betreffenden Angeklagten L. erstattet sowie wurden Ermittlungen deshalb aufgenommen?

4. Wenn ja zu 3., gibt es bereits erste Erkenntnisse, Ermittlungsergebnisse udgl.?

5. Oder ist die Staatsanwaltschaft bereit zu erklären, dass das Attest doch korrekt war und sich das Gericht „geirrt“ hat?

6. Ich erinnere nochmals an mindestens eine mir vorliegende Zeugenerklärung, dass Frau Devrim Ermis aus Ihrem Haus den Angeklagten L. in der Vergangenheit privat in Schutz genommen hat. Ist von jeglicher Unvoreingenommenheit der Staatsanwaltschaft gegenüber dem Angeklagten L. auszugehen?

Mit freundlichem Gruss

DUISTOP

Michael Schulze

www.duistop.de

Stadtmagazin seit 2018

Michael Schulze

[Ende der Presseanfrage]

 

Daraufhin erhielt ich prompt gestern, ohne jede weitere Erinnerung wie sonst, diese recht verblüffende Antwort:

Sehr geehrter Herr Schulze,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Rücksprache mit der Sitzungsvertreterin der Staatsanwaltschaft, die am 27.03.2026 an der Hauptverhandlung teilgenommen hat, kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:

Die Zweifel des Gerichts an der Richtigkeit der Angaben im Attest bzw. ihrer Echtheit wurden durch unsere Kollegin zur Kenntnis genommen und in der Hauptverhandlung erörtert. Die Kollegin bat das Gericht um Übersendung einer Ablichtung des Attestes nach hier zwecks Prüfung der Aufnahme von Ermittlungen und Einleitung eines Verfahrens von Amts wegen. Bislang wurde das Dokument, soweit im System ersichtlich, noch nicht nach hier übersendet.

Weitere Auskünfte kann ich Ihnen nicht erteilen.

Mit freundlichen Grüßen

YYY

Staatsanwältin

Pressesprecherin

Staatsanwaltschaft Duisburg

[Ende der Antwort]

 

Wir erfahren also, dass es der Staatsanwaltschaft binnen drei Monaten und vier Tagen (also bis gestern) nicht möglich war eine simple Kopie des Attests zu erhalten. Warum wurde eine Kopie denn nicht bereits am Prozesstag erstellt, verlangt, …?

Oder haben diese langen Verzögerungen irgendwie System? Vielleicht hatte man bis zu meiner Presseanfrage auch noch gar keine Kopie angefordert?

Vielleicht schiebt man die Schuld aufs Amtsgericht? In jedem Fall, es dauert, dauert, dauert. Denn hat man die Kopie muss man eventuell selbst noch prüfen ob das Attest gefälscht wurde, um erst dann vielleicht und eventuell einen Strafantrag zu stellen.

Just jener Strafantrag wurde inzwischen von einer dritten Person, übrigens Belastungszeuge im Attentatsprozess, bereits gestellt. Diese bestätigte mir gegenüber unter anderem, dass sie die Untätigkeiten der Staatsanwaltschaft im Falle „Baggerattentat“ als enormes rechtsstaatliches Problem empfände.

Der Beschuldigte um den es geht, also derjenige der das besagte Attest vorlegte, wurde auf jeden Fall in der Vergangenheit von einer Oberstaatsanwältin auf einer privaten Veranstaltung für „nicht kriminell“ erklärt. Okay, das war sicherlich nur eine Bestandsaufnahme bis zum damaligen Zeitpunkt und keine generalisierte Heiligsprechung auf Ewigkeit.

Oder aber der Mann, auch für ihn gilt nachwievor die Unschuldsvermutung, hat irgendwie magische Kräfte und somit Einfluss auf die juristischen Abläufe. Nichts ist unmöglich.

Um die Komplexität des Ganzen noch zu erhöhen, erninnere auch erneut an die mögliche Erpressung von Sören Link über die ich ebenfalls mehrfach schon berichtete. Übrigens hat die besagte Oberstaatsanwältin unseren OB auch in Schutz genommen, gleich im Nachsatz nachdem sie den Hauptangeklagten im Baggerattentat als nicht kriminell bezeichnete. Tja, wenn Sie nun den Eindruck haben es handelt sich um absurdes Theater, okay, ein bisschen absurd klingt das alles, aber in Wirklichkeit fügt es sich zu einem wahren Bild, allerdings in Gestalt eines Gemäldes von Hieronymus Bosch.

Dr. Gunnar Greier, der Chef der Behörde, könnte mir das alles offen und transparent erklären, das will er aber anscheinend nicht. Gerade habe ich ihn über die Pressestelle der Staatsanwaltschaft zum 2. Mal erinnert, dies ist nun schon das 6. Auskunftsersuchen von mir in den letzten Wochen.

3 mal an die Poststelle plus 3 mal an die Pressestelle.

Muss ich an dieser Stelle noch auf die fundamentale Bedeutung einer funktionierenden Justiz in einer Demokratie hinweisen? Nein. Aber ich verweise darauf wer ständig davon spricht die Demokratie schützen zu wollen. Ich merke davon teilweise allerdings nicht sehr viel.

Achja, da ich gestern über ein eklatantes Gespräch mit einem Polizisten informierte, hier noch zwei dazu passende Links:

https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/reul-innenministerium-100.html

https://www.zeit.de/arbeit/2026-06/marode-polizeidienstellen-asbest-leitungswasser-deutschland-polizei

 

UPDATE vom 6. Juli 2026:

Heute bekam ich zur Angelegenheit „Prozess ‚Baggerattentat‘ und Fake-Attest“ nochmals eine Mail von der Staatsanwaltschaft. Weitere Auskünfte können also doch erteilt werden.

Sehr geehrter Herr Schulze,

ergänzend zu meiner Auskunft vom 02.07. möchte ich Ihnen Folgendes mitteilen:

Das Attest befindet sich inzwischen in der Akte, diese liegt hier aber derzeit nicht vor, daher konnte ich das zuvor nicht feststellen. Dies konnte ich heute nach Rücksprache mit dem Amtsgericht feststellen. Die Prüfung der Einleitung eines Verfahrens wurde hier durch die zuständige Dezernentin zunächst bei Aktenvorlage zurückgestellt, da die Akte aufgrund des eiligen Beschwerdeverfahrens zeitnah an das Landgericht zu übersenden war. Die dortige Aktenbearbeitung ist abgeschlossen und die Akte befindet sich nunmehr erneut beim Amtsgericht Duisburg-Ruhrort zwecks weiterer Veranlassung hinsichtlich der landgerichtlichen Entscheidung. Ich habe soeben Rücksprache gehalten mit dem Gericht und um sofortige Zusendung des Attests gebeten, da dort die Akte weiter benötigt wird. Die zuständige Dezernentin hier wurde ebenfalls hierüber informiert, damit bei Eingang des Attests nunmehr die Prüfung der Einleitung eines Verfahrens erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen

YYY

Staatsanwältin

Pressesprecherin

Staatsanwaltschaft Duisburg

 

Erschreckende Einsichten eines Polizisten

Ich schicke ausdrücklich voraus, dass es sich im folgenden Beitrag nicht um absolute Wahrheiten handelt. Und ich habe den Ausdruck „Einsichten“ gewählt um dessen Zweideutigkeit hervorzuheben. Einerseits erhalten wir Einsichten, die womöglich zutreffend sind (solange bleiben es Meinungen), und andererseits handelt es sich um Einsichten eines spürbar Ernüchterten vom eigenen Polizeialltag.

Gestern Mittag erhielt ich einen Anruf von einem Polizisten, noch im Dienst, mittleren Alters. Seine Identität habe ich verifiziert und dem Mann Anonymität zugesichert. Ich habe mir Notizen gemacht und repetiere teils aus dem Gedächtnis. Es handelt sich diesmal also nicht um einen Leserbrief.

Das Gespräch begann mit einer grundsätzlichen Zustimmung zu dem was ich insbesondere seit Wochen hier veröffentliche. Dies sei auch der Grund für den Anruf, was mindestens zweimal besonders betont wurde.

Dann ging’s sozusagen zur Sache, weshalb ich der Übersichtlichkeit halber alles in vier verschiedene Themenblöcke aufgeteilt habe.

Frustration, Überstunden und mangelhafte Technik:

Als er in den Dienst eintrat konnte er sich nicht vorstellen wie frustrierend die Arbeit letztlich werden würde. Aus dem ursprünglichen Vorsatz etwas grundsätzlich Gutes zu tun und anderen in Not zu helfen wurde mit der Zeit eine Form des abgestumpften spröden Abarbeitens. Die Verrohung der Umgangsformen tat ihr übriges und zwar sowohl die Formen intern, insbesondere von Vorgesetzten, sowie extern jene von StraftäternInnen. Dazu kam eine Erwartung „von oben“ immer weichgespültere Umgangsformen an den Tag zu legen zu sollen, während sich die TäterInnen immer dreister benehmen. Letzteres ergänzt durch eine immer grösser werdende Nachsichtigkeit mit angeblichen Schicksalen der TäterInnen – nicht der Opfer.

Ein grosses Problem sei zudem der enorme Aufstau von Überstunden gepaart mit extrem viel Papierkram. Daneben die mangelhafte Ausstattung mit technischem Gerät. Was das Wort Papierkram nochmals unterstreicht.

Resignation aufgrund der Unfähigkeit der Schreibtisch-KarrieristenInnen:

Schwierige Ermittlungsarbeit und danach eine direkt folgende professionelle Abarbeitung durch eine funktionsfähige Staatsanwaltschaft plus dem Gerichtswesen sollte in einem lebenswerten Rechtsstaat eine Selbstverständlichkeit sein und nicht zur Resignation in bezug auf das System führen. Doch die Realität sähe anders aus. Anscheinend politisch motiviert oder gar infiltriert geben beide Institutionen ein eher schlechtes Bild ab. Stellen werden falsch oder gar nicht besetzt, polizeiliche Ermittlungen durch Verzögerungen zunichte gemacht, Unterlagen verschlampt und letztlich fällt alles auch noch auf die Polizei zurück, was teils dort Karrieren verunmögliche.

Organisierte Kriminelle und deren juristische Vertretungen lachen uns aus:

Die Resultate aus den beiden vorgenannten Entwicklungen sind eindeutig. Zum einen werden organisierte Banden immer professioneller, erschweren  durch die Anwendung von enormer Technik sowie durch gute Kontakte in die Behörden die Ermittlungsarbeit und zum anderen treten deren Rechtsvertretungen nicht nur immer dominanter und dreister, sondern auch immer gewiefter auf. Wenn es so weitergeht arbeiten die Behörden quasi auf dem Niveau von Rauchzeichen und die Kriminellen und ihre Vertretungen mit den neuesten und höchsten KI-Standards.

Alles teils genauso gewollt:

Diese negativen Entwicklungen seien teilweise genauso gewollt, vor allem politisch. Dies vor allem deshalb weil man einerseits einen hohen Anteil an Korruption in den Behörden und Verwaltungen miteinpreisen müsse und andererseits weil es bereits signifikante Unterwanderungen seitens Krimineller und andererseits auch politischer, vor allem rechts motivierter Kreise sei.  Letztere würden die Unsicherheit gerne weiter ausufern lassen weil es ihnen politisch in die Hände spielt.

Soweit der Polizist im Gespräch mir gegenüber. Ich bestätige, dass ich durch keinerlei Nachfragen meinerseits die Schilderungen provoziert habe. Es ist nun Sache der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Gerichte sowie vor allem der politischen Verantwortlichen entweder die Schilderungen so stehen zu lassen, was einem Eingeständnis gleichkäme, so jedenfalls meine persönliche Deutung, oder entsprechende Gegendarstellungen zu verfassen und mir zuzusenden. Ich stehe jederzeit für Veröffentlichungen bereit. Ja, ich erwarte diese sogar.

Zum Abschluss noch Hinweise in eigener Sache die gut zum Thema passen.

Hier zuerst der Nachweis, dass der Eingang meiner Strafanzeige gegen Sören Link wegen Strafvereitelung im Amt von der Staatsanwaltschaft Duisburg inzwischen bestätigt wurde.

Hinweis zum Bild: Der § 158 Abs. 1 bezieht sich übrigens auf die Strafprozessordnung. Der eigentliche Paragraf in bezug auf den Tatvorwurf gemäß StGB lautet ‚258a‘. Er steht erst auf Seite 2 der Strafanzeige.

Tja, in der Sache bin ich wirklich sehr gespannt was die Staatsanwaltschaft „daraus“ macht. Eine weitere Strafanzeige gegen Link und andere habe ich bereits vor zwei Monaten gestellt. Dabei geht es um den Vorwurf der Untreue.

Zudem verweise ich nochmals auf mein eigenes Erlebnis, besonders mit der Staatsanwaltschaft. So hatte ich mir vor geraumer Zeit von einem Nachwuchspolitiker der CDU eine Strafanzeige eingefangen. Es ging um den Vorwurf der Beleidigung, da ich quasi unterstellt hatte der junge junge Mann hätte keine Eier, weil er mir auf meine Nachfragen nicht antwortete. Thema war u.a. meine Kritik an seinen wiederholten Vorwürfen gegen die sogenannten Talahons. Die nutzte er anscheinend für seinen Wahlkampf, er wollte in den Bundestag, was jedoch misslang. Ausserdem waren die Talahons nach der Wahl überhaupt kein Thema mehr, das Problem hatte sich also sozusagen von selbst gelöst, in Luft aufgelöst, wohl weil der gute Mann nicht gewählt wurde.

Diese Form der Stigmatisierung  ist in der deutschen Geschichte nicht ohne Beispiel. Wer nur ein wenig Grips hat weiss genau was ich meine oder kann es sich anlesen.

Nun, als ich dem Polizisten gestern zuhörte wurde ich an meinen Fall erinnert, denn als ich gestern mitanhören musste wie Kriminelle und wohl auch Rechtsradikale die Rechtsinstitutionen anscheinend besetzen, die Korruption möglicherweise grassiert, gewann ich den Eindruck die Staatsanwaltschaft hatte wohl nichts Besseres zu tun als in meinem angeblichen Beleidigungsfall in Berufung, also in die zweite Instanz vors Landgericht zu gehen.

Ich berichtete bereits, dass das alles schiefging. Mit anderen Worten: Es handelt sich nicht um eine Beleidigung. Entscheidend war für diese Bewertung der gesamte Kontext meines „Keine-Eier-Vorwurfs“.

Fazit:

Wenn dieser Beitrag bei Ihnen (als LeserIn) ECHTe Sorgen verursacht, dann soll er das auch. Wenn nicht, stelle ich mir die Frage auf welcher Seite Sie stehen.

Und Ihre Sorgen sollten sich um ein Vielfaches erhöhen, wenn die Gegendarstellungen ausbleiben.

Achja, gerne können mich auch weitere PolizistenInnen kontaktieren. Ebenso InsiderInnen aus anderen Institutionen.

 

Baggerattentat: Nächster Prozesstermin weiterhin offen – war Urkundenfälschung im Spiel?

Über ein sogenanntes Baggerattentat hatte ich bereits mehrfach berichtet. Wobei für mich nicht so sehr die Beschuldigten im Vordergrund stehen, sondern vor allem das Verhalten des Gerichts und ganz besonders jenes der Staatsanwaltschaft.

Seit Jahren geht es in der Sache nicht voran, insgesamt sieben Mal musste der Prozess bereits verschoben werden.

Dreimal  laut Auskunft des Ruhrorter Amtsgerichts weil der Hauptangeklagte nicht erscheinen konnte. Zuletzt im Frühjahr diesen Jahres (am 27.3.2026) da er ein ärztliches Attest vorlegte.

Hier nochmals meine Frage dazu und die Antwort seitens der Pressestelle des Ruhrorter Amtsgerichts:

Frage:

Wurde der Verdacht auf ein zuletzt möglicherweise fingiertes Attest überprüft, wurde der betreffende Arzt/Mediziner im Ausland also kontaktiert um die Richtigkeit des Attests zu bestätigen?

Antwort:

Das hiesige Gericht hatte gegen den Angeklagten L. mit Beschluss vom 27.03.2026 Sitzungshaft angeordnet, da es erhebliche Zweifel an der Echtheit des Attestes hatte. Zur Begründung hat das Gericht unter anderem angeführt, dass in der Adresszeile unten, sowie im arabischen Teil des Briefkopfes hieroglyphenartige Schriftzeichen zu erkennen gewesen seien, welche keine Sprache hätten zugeordnet werden können. Zudem sei in dem Attest keine Telefonnummer angegeben gewesen. Darüber hinaus habe eine
Recherche des Gerichts bei Google keinen Treffer zu dem im Attest genannten Arzt ergeben. Ebenso sei das im Attest genannte Medizincenter über Google nicht auffindbar.
Des Weiteren würde die im Attest genannte Anschrift nicht existieren. Indes habe das Gericht im Internet verschiedenste „Attestvorlagen“, welche dieselbe Anschrift, den gleichen Briefkopf und die gleichen hieroglyphenartigen Schriftzeichen wie das eingereichte Attest enthalten, gefunden.
Im Beschluss über die Nichtabhilfe der Beschwerde durch das hiesige Gericht wurde ergänzend angeführt, dass das mit Beschwerdeschrift eingereichte Foto des Praxisschildes des attestierenden Arztes eine andere Anschrift als selbige im Attest vom 25.03.2026 zeige, weder die auf diesem angegeben Anschrift, noch die Telefonnummer bei Google einen Treffer ergeben habe und, dass die Richterin zu den üblichen Geschäftszeiten am 08.04.2026 um 11 Uhr vergeblich versucht habe den Arzt über die auf dem Praxisschilde abgebildete Telefonnummer zu erreichen. [Ende der Antwort des Ruhrorter Amtsgerichts]

 

Diese Antwort hat bei vielen DUISTOP-LesernInnen ernorme Verwunderung ausgelöst. Ebenso wie meine Berichterstattung darüber, dass Frau Oberstaatsanwältin Devrim Ermis eben jenen Angeklagten L. auf einer privaten Veranstaltung in einem Lions Club in Schutz genommen hat. Dazu wollte sie sich bisher mir gegenüber ebensowenig äussern wie ihr neuer Dienstvorgesetzer Dr. Gunnar Greier. Letzteren versuche ich seit Wochen mit meinen Pressefragen u.a. dazu und zu weiteren Sachverhalten zu erreichen. Doch es herrscht absolute Funkstille, obwohl er zuvor in einem Interview mit der WAZ, sozusagen zu seinem Amtsantritt, Offenheit und Transparenz angekündigt hat.

Bisher, das muss ich leider z.Z. so konstatieren, unterscheidet er sich wenig von Sören Link, der seit über acht Jahren mir gegenüber schweigt.

Zurück zur verwunderlichen Antwort des Amtsgerichts Ruhrort in bezug auf das Attest.

Ich habe nunmehr folgende Presseanfrage an die Staatsanwaltschaft versandt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf meine Presseanfrage zum sogenannten Baggerattentat und zu den Gründen für den Ausfall des Prozesstermins am 27.3.2026 bekam ich bereits eine Antwort des Amtsgerichts Ruhrort bzw. von dessen Pressestelle. Hier meine konkrete Frage ans Amtsgericht Ruhrort sowie die entsprechende Antwort darauf:

Frage:

Wurde der Verdacht auf ein zuletzt möglicherweise fingiertes Attest überprüft, wurde der betreffende Arzt/Mediziner im Ausland also kontaktiert um die Richtigkeit des Attests zu bestätigen?

Antwort:

Das hiesige Gericht hatte gegen den Angeklagten L. mit Beschluss vom 27.03.2026 Sitzungshaft angeordnet, da es erhebliche Zweifel an der Echtheit des Attestes hatte. Zur Begründung hat das Gericht unter anderem angeführt, dass in der Adresszeile unten, sowie im arabischen Teil des Briefkopfes hieroglyphenartige Schriftzeichen zu erkennen gewesen seien, welche keine Sprache hätten zugeordnet werden können. Zudem sei in dem Attest keine Telefonnummer angegeben gewesen. Darüber hinaus habe eine
Recherche des Gerichts bei Google keinen Treffer zu dem im Attest genannten Arzt ergeben. Ebenso sei das im Attest genannte Medizincenter über Google nicht auffindbar.
Des Weiteren würde die im Attest genannte Anschrift nicht existieren. Indes habe das Gericht im Internet verschiedenste „Attestvorlagen“, welche dieselbe Anschrift, den gleichen Briefkopf und die gleichen hieroglyphenartigen Schriftzeichen wie das eingereichte Attest enthalten, gefunden.
Im Beschluss über die Nichtabhilfe der Beschwerde durch das hiesige Gericht wurde ergänzend angeführt, dass das mit Beschwerdeschrift eingereichte Foto des Praxisschildes des attestierenden Arztes eine andere Anschrift als selbige im Attest vom 25.03.2026 zeige, weder die auf diesem angegeben Anschrift, noch die Telefonnummer bei Google einen Treffer ergeben habe und, dass die Richterin zu den üblichen Geschäftszeiten am 08.04.2026 um 11 Uhr vergeblich versucht habe den Arzt über die auf dem Praxisschilde abgebildete Telefonnummer zu erreichen. [Ende der Antwort des Ruhrorter Amtsgerichts]

 

In der Angelegenheit vertritt die Staatsanwaltschaft die Anklage, dürfte also von dem „angeblichen  Attest“ bzw. der möglichen Fälschung in jedem Fall  umfassend Kenntnis haben.

Dazu nun meine Fragen:

1. Hat die Staatsanwaltschaft die deutlichen Zweifel des Gerichts an der Richtigkeit des Attests zur Kenntnis genommen?

2. Wenn ja, wie hat sie darauf reagiert?

3. Wurde, da es sich im Falle einer Urkundenfälschung um ein Offizialdelikt handelt, eine weitere Strafanzeige gegen den betreffenden Angeklagten L. erstattet sowie wurden Ermittlungen deshalb aufgenommen?

4. Wenn ja zu 3., gibt es bereits erste Erkenntnisse, Ermittlungsergebnisse udgl.?

5. Oder ist die Staatsanwaltschaft bereit zu erklären, dass das Attest doch korrekt war und sich das Gericht „geirrt“ hat?

6. Ich erinnere nochmals an mindestens eine mir vorliegende Zeugenerklärung, dass Frau Devrim Ermis aus Ihrem Haus den Angeklagten L. in der Vergangenheit privat in Schutz genommen hat. Ist von jeglicher Unvoreingenommenheit der Staatsanwaltschaft gegenüber dem Angeklagten L. auszugehen?

Mit freundlichem Gruss

DUISTOP

Michael Schulze

www.duistop.de

Stadtmagazin seit 2018

 

 

 

Horrorzahlen? Quatsch! Freudenzahlen. SPD-muss-Weg

Constantin Schreiber, bekannt aus den ARD-TV-News, hat seinem youtube-Kanal einen neuen Beitrag zugefügt. Darin geht es um das Sterben der SPD. Bundesweit derzeit nur noch 12 Prozent Zustimmung für die Partei und der Negativtrend nach unten dürfte sich weiter fortsetzen.

Schreiber hält dafür einige Erklärungen parat, verweist auf ähnliche Parteien im Ausland und deren Abstürze, andere halten sich dagegen recht tapfer.

Doch er lässt dabei etwas ganz Wichtiges aussen vor bzw. zwei  wichtige Gründe warum die SPD in Deutschland so dermassen „abkackt“.

Ich will diese zwei Gründe nachliefern, wobei ich natürlich die Weisheit auch nicht mit Löffeln zu mir nehme. Doch für mich sind diese Gründe ganz besonders signifikant, weil sie vor allem fast nie erwähnt werden. Oder wenn dann nur am Rande, ohne näher und spezifischer darauf einzugehen.

Am signifikantesten werden sie deutlich in der Person Bärbel Bas – und zwar in hervorragender Kombination um sich maximal negativ auszuwirken.

Zum einen das erschreckend niedrige Niveau an politisch notwendigen Fähigkeiten gepaart mit der dieses Niveau übertünchenden Arroganz und Affektiertheit.

Mahmut Oezdemir und Sören Link sind zwei weitere Beispiele. Sarah Philipp ebenso. Die anderen sind so unwichtig, dass sie es nicht einmal mehr wert sind hier erwähnt zu werden.

Egal wer von den Vieren in einer Gruppe Menschen steht, sie wirken immer wie Fremdkörper, quasi unecht, so als gehörten sie auf keinen Fall dazu.

Das liegt in meinem Fall wohl daran, dass ich es nicht schaffe ihnen irgendeinen ehrlichen und nachvollziehbaren politischen Erfolg zuzuschreiben.

Selbst die rund 80% für Link beim 2. Durchgang der OB-Wahl werden aus zweierlei Gründen auf ein Schrumpel-Mass reduziert.

Erstens haben ja nicht alle Wahlberechtigten mitgestimmt, sondern nur ein geringerer Teil und zweitens tut Link alles, vor allem aktuell, um die AfD zu fördern, die er ja angeblich verhindern wollte bzw. will.

In NRW sieht es gerade auch nicht viel besser aus:

https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/nrw-trend-juni-2026-100.html

Nachwievor kapiert die SPD nicht, dass es nicht reicht nur gegen rechts zu sein.

https://www.spd.de/stark-gegen-rechts

Man muss auch was Sinnvolles abliefern. Und was liefert die SPD in Duisburg ab, was liefert Genosse Link in Duisburg ab?

Nichts Positives für die Stadt und ansonsten ein ziemlich desaströses Verhalten. Dieses wird sich vermutlich in den nächsten Monaten noch verschärfen, denn die Stadt muss massiv sparen.

Und ich wette da werden noch so einige Dinge ausbaldowert die uns alle mehr und stärker finanziell belasten.

Siehe Punkt 5 in diesem Schriftstück:

https://www.duisburg.de/allgemein/fachbereiche/i-20-stadtkaemmerei/Haushaltssicherungskonzept-2027

Was allerdings nie präsentiert wird ist eine transparente und vor allem vollständige Übersicht aller Kosten, möglichst up-to-date, so dass man als BürgerIn sich selbst einen Überblick verschaffen kann wie und wo möglicherweise (viel) Geld (ein)gespart werden kann.

Diese fehlende Übersicht ist natürlich gewollt, ebenso wie ich es gestern im Zusammenhang mit den Skandalen der BLB beschrieb, dass das dortige Chaos nachwievor, und das seit Jahren, genauso gewollt ist.

Ich will das Ganze für Duisburg an einem einfachen Beispiel deutlich machen.

Die Fuhrparkkosten der Stadt Duisburg sind angeblich keine öffentlich ausgewiesene einzeln gelistete Gesamtsumme. Sie werden als Teil der internen Kosten- und Leistungsrechnung auf Sammelkostenstellen geführt und anschließend auf die jeweiligen Fachämter umgelegt.

Der städtische Eigenbetrieb (Wirtschaftsbetriebe Duisburg – WBD) bewirtschaftet und wartet einen Fuhrpark von rund 700 Fahrzeugen sowie etwa 1.800 Kleingeräte (z.B. Kehrmaschinen). Damit die Fahrzeugnutzungen in Budgets eingeplant werden können, gelten interne Stundensätze – Beispiele sind laut Amtsblatt (nicht der neuste Stand): Kehrmaschine: 44,97 Euro / Stunde netto, Wasserwagen: 57,52 Euro / Stunde netto, Klein-/Kleinstkehrmaschine: 28,88 Euro / Stunde netto.

Finden Sie bitte den Begriff „Fuhrpark“ im Haushaltsplan 2025/2026! Eins vorweg, es gibt ihn nicht.

https://www.duisburg.de/vv/produkte/pro_du/dez_i/20/haushaltsplaene.php.media/86006/HPL_2025_2026.pdf

Dafür taucht der Begriff „Wirtschaftsbetriebe“ immerhin 17 Mal auf.

Z.B. mit diesem Eintrag:

Hier eine Prognose zur IGA2027:

https://www.iga2027.ruhr/fileadmin/user_upload/06_IGA_2027/PDFs/Mobilitaet/Planersocietaet_Studien/IFT-Besuchsprognose_Fortschreibung_2022.pdf

Sobald man aber z.B. googelt was im Rahmen von bereits durchgeführten IGAs und BUGAs am Ende meist für Kostensteigerungen zusammenkommen dürften die bisherigen Zahlen, vor allem Kosten noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Ein weiteres Beispiel ist der laufende Unterhalt für das Stadion in Wedau, das der Stadt inzwischen komplett gehört. Zuletzt berichtete ich bereits über Kosten in mehrfacher Millionenhöhe pro Jahr, die ich selbst in dieser Höhe nicht erwartet hatte.

Wenn ich wollte könnte ich das alles unendlich fortsetzen.

So würde ich die Zuschüsse für die DBI und für DuisburgKontor komplett streichen, immerhin, wenn die von mir recherchierten Zahlen stimmen, in Summe für beide rund 8 bis 10 Millionen EURO pro Jahr.

Dazu kommen die unzähligen Möglichkeiten der Korruption die in Summe gigantische Ausmasse haben dürfte.

Da der Haushalt, also die Ausgaben sozusagen nicht einzelbelegweise überprüfbar ist, sondern nur Sammelkonten angezeigt werden, könnte sich in einem Konto mit der Bezeichnung

„Kommunikationskosten des Büros des OB“

letztendlich alles befinden.

Die NKF schreibt allerdings dies hier vor:

Das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) erfordert die Einzelbelegausweisung, d.h. die lückenlose Dokumentation und Zuordnung aller kommunalen Einnahmen und Ausgaben zu den entsprechenden Ergebnis- und Finanzplänen (Produkten und Konten). Sie dient der revisionssicheren Nachvollziehbarkeit und dem Nachweis der ordnungsgemäßen Haushaltsführung.

Jeder Beleg muss einem konkreten Produkt und einer definierten Haushaltsstelle zugewiesen werden.

Unterscheidung in Kassenbelege, Rechnungen, Quittungen, Eigenbelege (z. B. bei fehlenden Fremdbelegen) und interne Verrechnungsbelege.

Alle Belege müssen digital oder in Papierform gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (meist 10 Jahre) gespeichert und für die örtliche Rechnungsprüfung sowie die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) zugänglich sein.

Für eine rechtssichere Verbuchung muss jeder Beleg folgende strukturierte Attribute aufweisen:

– eindeutiger numerischer Identifikator für den schnellen systemweiten Abruf.

– exaktes Datum, an dem der Geschäftsvorfall erfasst wurde.Betrag: Aufgeschlüsselt nach Bruttobetrag, Nettobetrag und enthaltener Mehrwertsteuer.

– Angabe der betroffenen Produktnummer, Sachkontonummer (z. B. Aufwands- oder Ertragskonto) sowie der Kostenstelle.

– exakter Zeitraum, auf den sich die Ausgabe oder Einnahme bezieht (wichtig für die zeitliche Abgrenzung).

– kurze, präzise Beschreibung des Geschäftsvorfalls (z. B. „Beschaffung von Büromaterial für das Bürgeramt“).

– Nachweis der sachlichen und rechnerischen Richtigkeit durch das zuständige Amt.

 

Mit anderen Worten, die Belege sind also alle vorhanden und digitalisiert, dann könnten wir alle auch einen Blick auf sie werfen. Nur ist genau das nicht gewollt.

Ebenso wie nicht gewollt ist, dass wir z.B. bei bestimmten Geschäftsvorgängen (auffallend oftmals bei Immo-Geschäften) immer aussen vor sind, weil alles in immer mehr nicht-öffentlichen Ratssitzungen besprochen wird. Wenn dann überhaupt etwas besprochen wird. Was ich von Duisburger Ratsmitgliedern halte dürfte ja inzwischen bekannt sein.

Mein Fazit für Duisburg, baut mehr Wege und nennt sie so:

 

Abschliessend noch dies hier. Es kann durchaus sein, dass ich bestimmte Dinge im Zusammenhang mit Kosten, Belegen usw. nicht verstehe und hier falsch wiedergebe. Also nehmen Sie diese Inhalte bitte mit einem gewissen Vorbehalt zur Kenntnis.

Leider ist es aber so, dass auf dezidierte Nachfragen von mir in den letzten über acht Jahren niemand bereit war mir Sachverhalte zum Haushalt, zur NKF usw. zu erklären. Wahrscheinlich ist genau das Teil einer politischen Strategie.

Das passt dann übrigens ganz dolle zu dieser Meldung:

https://www.land.nrw/pressemitteilung/nordrhein-westfalen-staerkt-seine-schuelerinnen-und-schueler-im-kritischen-umgang

Die ich bereits kritisch auseinandergenommen habe.

http://www.viewww.de/123/duistop-forum/2026/06/27/kritischer-umgang-mit-nachrichten-das-ich-nicht-lache/

 

Gänzlich ungeniert wollen die mich ECHT verarschen!

„Rettet die Kommunen“ steht auf einem Transparent das ausgerechnet auch noch von denen gehalten wird die für etliche Verschwendungsausgaben in den letzten Jahren verantwortlich sind.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/kommunen-am-limit-duisburg-beim-bundesweiten-aktionstag_aid-150295795

Da packt man sich an den Kopf angesichts dieser Dreistigkeit und fragt sich

„Wollen die mich ECHT verarschen?“.

Gemeint sind insbesondere Link, Murrack und Sagurna.

Ja, „Rettet die Kommunen“ vor unfähigen Verantwortlichen!

Doch wieder mal geht es besonders ums Geld für die klammen Kommunen in ganz Deutschland und natürlich ganz besonders für Duisburg.

Ich hatte diesbezüglich schon mehrfach klar gefordert, dass ich mich dem Verlangen erst dann anschliessen würde, wenn ich zuvor transparent und vollumfänglich erfahre wofür in den letzten 30 Jahren die Knete tatsächlich ausgegeben wurde und wieviel durch Unfähigkeit und Dreistigkeit einfach nur verschwendet wurde.

Die drei Genannten halten das Transparent hoch obwohl die Gebag-Fastpleite gerade für zig Millionen Miese gesorgt hat, der DVV-Skandal weiterhin schwelt, das Stadion in Wedau pro Jahr zig Millionen verschlingt und aktuell fast 12 Pozent der DuisburgerInnen an Adipositas leiden – und das in der angeblichen Sportstadt Duisburg.

https://www.radioduisburg.de/artikel/duisburg-hat-laut-analyse-hoechste-adipositas-quote-2679957

Man hat das Gefühl, dass hier irgendwie fast alles aus dem Ruder läuft. Vor allem habe ich das Gefühl es würde sich in Duisburg bei einer finanziellen Entlastung überhaupt nichts zum Guten ändern. Eher im Gegenteil. Der MSV würde noch ein bißchen mehr gepimpt, man gründet munter zig weitere Beteiligungsfirmen die fröhlich fabulieren und Miese machen dürfen, mietet noch mehr Blumenkübel und lädt noch mehr teure Vortragsschwurbler ein die verkünden wie toll es doch in Duisburg eigentlich ist und in Wirklichkeit läuft.

Das Ganze verkauft man dann als Verhinderung der AfD sowie zum Schutz der Demokratie und fertig ist die Laube.