Enzweiler fordert Millionen für Marxloh. Gibt es eigentlich auch Fake-Müll?

Der Wahlkampf ist in vollem Gange, da kann natürlich auch der Juniorpartner der hiesigen Groko, die CDU nicht zurückstehen. PR-wirksam(Müllsheriffs) fordert deshalb Rainer Enzweiler der hiesige Altvordere der Partei ein Millionen-Programm für Marxloh.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/millionen-foerderung-und-muell-sheriffs-fuer-duisburg-marxloh-id227109795.html

Dort scheint man teils im Müll zu versinken und nun sollen Millionen helfen Abhilfe zu schaffen. Immer wieder wird dabei die hohe Einwohnerzahl an Rumänen und Bulgaren kolportiert und der Eindruck erweckt es gäbe einen Zusammenhang. Kann sein, doch man wird oftmals der Verursacher der wilden Kippen nicht habhaft um das dingfest zu belegen. Was man jedoch schon längst ziemlich schnell hätte ändern können, ist die Beseitigung der teils miesen Wohnbedingungen inkl. der Schrottimmobilien.

Wenn man jahrelang einen Stadtteil sich selbst überlässt weil man sehenden Auges zulässt dass sich dort eine grosse Zahl an ausländischen Bewohnern niederlässt, die teils auch andere Gewohnheiten im Sozialen haben inkl. Müllentsorgung und diese dann einer Meute von geldgierigen Wohnspekulanten überlässt, kein Wunder was daraus entsteht. Man muß ja schön blöd sein wenn man das nicht erwartet hatte.

Rechtliche Mittel standen und stehen ausreichend zur Verfügung, Mietwucher und Schrottimmobilien könnten also wirksam bekämpft werden.

So drängt sich die Frage auf, ob die Zustände nicht gewollt sind. Wenn man die Leute sich selbst und dem freien Markt überlässt passiert genau das.

Nun kann man sich als wohlfeiler Rufer nach mehr Geld und Ordung gerieren. Aber die Fördermillionen werden sicherlich so intransparent verteilt und ausgeschüttet, das am Ende nichts dabei rauskommt. Ausser einige wenige haben das Geld eingesackt.

Sehr geehrter Herr Enzweiler, machen Sie mal vorher einen Plan für das Geld, was genau wo und wie und wieviel investiert werden soll.

Und als Marxloher „Jung“, Anwalt und bis vor kurzem noch Notar haben und hatten sie doch genug fachkundige Berührungspunkte um so einen Plan auch aufzustellen, inkl. Ihrer Erfahrung in der Lokalpolitik samt der sicherlich guten Beziehungen vor Ort.

Was die Frage  nach dem Fake-Müll in der Überschift angeht, so wüsste ich gerne mal ob der nicht auch von anderen als den üblichen Verdächtigen dahingeworfen wird, vllt. um den Druck zu erhöhen und Maßnahmen fordern zu können, einen Stadteil zu diskreditieren um andere aufzuwerten usw.

Wer u.a. daran Interesse haben könnte wird mir klar wenn ich an einen TV-Film denke den ich letztens zum Görlitzer-Park in Berlin sah. Dort ist es üblich auch den Drogendealern den Park zum Dealen zu überlassen und AnwohnerInnen die sich beschweren erhalten schon mal Briefe mit folgendem Wortlaut: Lassen Sie doch die Dealer in Ruhe, dann steigen hier die Mieten nicht!

Mit anderen Worten: Grundsätzlich jeder kann in Marxloh den Müll entsorgen, manche fahren dafür in den Wald, manche suchen sich andere geeignete Orte, vllt. mit Bedacht um jemandem eins auszuwischen.  Nichts ist unmöglich.

Ganz ehrlich, mir ist die Marxloher Gemengelage viel zu undurchsichtig.

Und setzt doch die Strafen auf 1.000 EURO hoch.

Ich sehe die Hauptschuld in der vollkommen verfehlten Politik, also bei Enzweiler und Co.

In der bundesweiten Klimapolitik spielt sich ja derzeit genau das gleiche Drama  ab. Jahrelang wurde nichts getan und nun, da die Kacke am Dampfen ist, übertrumpfen sie sich mit Vorschlägen. Und einige wichtige Beteiligte lässt man relativ ungeschoren, zB die Autoindustrie mit ihren vielfältigen Abgasmanipulationen.

Eine Antwort auf „Enzweiler fordert Millionen für Marxloh. Gibt es eigentlich auch Fake-Müll?“

  1. Es gehört zum Wesen des Neoliberalismus, dass Versprechen nicht eingehalten werden.

    Am 28.11.2015 berichtete Daniel Cnotka, NRZ Duisburg, dass der Sportverein Homberger Turnverein (HTV) und auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) über 3000 Unterschriften zum Erhalt der Homberger Hubbrücke dem Oberbürgermeister Sören Link / SPD Duisburg übergeben hätten.

    Damals war laut Angaben des SPD-Bundestagsabgeordneten Mahmut Özdemir die Hoffnung groß, für die Sanierung Fördermittel aus Berlin zu bekommen. Das hat Özdemir/SPD danach wiederholt und in einem Blog verkündet.

    Die baufällige Homberger Hubbrücke ist weiterhin gesperrt. Das Bemühen des ehemaligen HTV-und SPD-Vorsitzenden in der Bezirksvertretung Homberg-Ruhrort-Baerl Hermann Grindberg (SPD-Homberg) war nur ein heuchlerische Akt, wie beim Protest gegen die Schließung des Kombibad Homberg (Tombola-Paschmann), 10.000 Unterschriften im städtischen Stahlschrank der Stadtverwaltung Duisburg auf Jahre verschwinden zu lassen.

    Ich kann Befürworter des Brexit in dem Slogan ‚Take Back Control‘ sehr gut verstehen. Wenn in Jahrzehnten das Vertrauen in die Großen Volksparteien und ihre Politiker schwindet, sind das Freibad Homberg und die Hubbrücke ein Beispiel für die Entwicklung des Populismus.

    Die Wähler in Homberg wollen ‚Take Back Control‘ – die demokratische Kontrolle zurückhaben und sich auf die Politik der SPD Duisburg, CDU Duisburg und ihre politischen und publizistischen Kollaborateure verlassen können.