Hat MdL Petra Vogt(CDU) die Polizei-Personalzahlen schöngerechnet?

Es scheint so. Denn die aktuelle Frage nach den Ankündigungen der Landtagsabgeordneten ist:  Sind es künftig mehr oder weniger Stellen für Duisburgs Polizei?

Die NRW-CDU verprach im 2017er-Wahlkampf mehr Polizei, besonders nach den Vorfällen in der Kölner Silvesternacht war die prekäre Situation der Polizei deutlich geworden oder deutlich geredet worden.
In Folge dessen wurden nach dem Gewinn der Wahl durch Schwarz-Gelb mehr Polizei-Anwärter angestellt.

2018 haben 2.300 AnwärterInnen diese Ausbildung begonnen, in diesem Herbst sollen es sogar 2.500 sein. Und trotzdem sind nicht mehr, sondern weniger Polizisten im Einsatz. Das liegt daran, dass viele der „alten“ Ordnungshüter gehen und zwar in Pension. Erst 2020 wird die Zahl der neuen Zugänge die der alten Abgänge übertreffen, bis dahin gibt es laufend ein Minus.
In Duisburg heisst das: Neun Stellen weniger.

Und Petra Vogt sprach kürzlich von einer Stellenaufstockung im Duisburger Polizeihauptquartier und zwar um 19 Stellen. Doch es handelt sich um Regierungsbeschäftigte und nicht um PolizistenInnen, das „Geheimnis“ behielt sie für sich. Auch den oben beschriebenen Netto-Verlust von neun Stellen sprach sie nicht an. Das passt natürlich nicht zum CDU-Versprechen vor der Wahl.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/herumlavieren-mit-polizei-stellenzahlen-schadet-der-cdu-id226665187.html

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_I/I.1/Abgeordnete/abgeordnetendetail.jsp?k=01689

 

3 Antworten auf „Hat MdL Petra Vogt(CDU) die Polizei-Personalzahlen schöngerechnet?“

  1. Wenn ich mich richtig erinnere, war Frau Vogt vor ihrer unverhofften Karriere im Landtag Lehrerin am Berufskolleg. Inzwischen dämmert mir, dass die schlechten Rankings gerade im Duisburger Bildungs- und Schulwesen nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern partiell einen realen Hintergrund zu haben scheinen. Einfache Mathematik sollte nämlich keine Auslegungssache sondern klar definiert sein.

  2. Wie Welt schön rechnen ist bei der Cohleunion so üblich.

    Wird auch gerne gemacht, wenn es um den Klimaschutz geht.
    Etwa der Vergleich bei E-Autos mit Skandinavien oder mehr Windräder in NRW.