Immer wieder niedlich …

… wie sich Politiker bemühen dem Volke gegenüber zuzugeben das alles gar nicht so perfekt läuft. So zeigt man Volksnähe, wirkt menschlich und selbstkritisch. Das ist aber in Wirklichkeit nur Gesülze.

Denn daraus wird irgendwie fast nie irgendeine Konsequenz gezogen. Oder auch -wie im folgenden Fall- werden meistens nie konkrete Ideen gegen das Dilemma vorgebracht.

Anlaß meiner Zeilen ist ein Empfang der CDU-Buchholz, die diesmal zum 40jährigen den OB von Essen zu Gast hatte, der gastrednerisch einiges zum Besten gab.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/sued/duisburg-essens-oberbuergermeister-wuerdigt-kommunalpolitiker-id228106853.html

Ich will nur auf einen Aspekt eingehen, der mir besonders auffiel. So sprach Thomas Kufen laut WAZ sinngemäß, mit klaren Worten (Zitat), darüber, dass der ÖPNV in keiner Stadt des Ruhrgebiets wirklich gut funktioniere. Zitat: „Der ÖPNV ist in keiner Ruhrgebietsstadt großstadttauglich.“

Tja ist der Mann nicht irgendwie Teil des Problems zumindest in Essen/Mülheim, wo die gemeinsame Ruhrbahn aktiv ist?

https://www.ruhrbahn.de/ruhrbahn-gmbh-essen/die-ruhrbahn.html

Nun, er persönlich nicht direkt, aber die Stadt Essen ist zumindest beteiligt und könnte immerhin so demütig wie Kufen seinen Vortrag verfasst hat den Werbetext auf ihrer Website entsprechend anpassen.

Ich zitiere hier mal den aktuellen Text im Wesentlichen:

Als größtes Verkehrsunternehmen im Ruhrgebiet sorgt die Ruhrbahn für die Mobilität von … bietet die Ruhrbahn einen kundenorientierten, technisch hochwertigen und klimafreundlichen Nahverkehr an.

Die Ruhrbahn baut die Nahverkehrsqualität … kontinuierlich aus und setzt durch zukunftsfähige Mobilitätskonzepte Anreize grenzenlos mobil zu sein.

Hat Kufen die CDU-Buchholz etwa angeschwindelt oder nur „fishing for clients bzw. voters“ betrieben? Und es ist ziemlich betrüblich, dass der OB einer der grössten Städte Deutschlands nicht mal eine Idee hat wie man das Ganze denn ändern könnte. Was bringt mir seine Zustandsbeschreibung 2020, die wir Bürger doch alle längst alle seit Jahrzehnten kennen.

Mein Vorschlag: Sollte Kufen es ernst meinen, sollte er am Montag vor die Presse treten und verlangen den ÖPNV im Ruhrgebiet mit nur einer Gesellschaft zu betreiben, mit nur einem Ticketsystem, mit nur einem einheitlichen Preis usw. Alle bestehenden Einzel-Verkehrsgesellschaften der Städte werden abgewickelt.

Ansonsten bitte die selben Redeworte für 2021, 2022, 2023 usw. auf den Stapel „Wiedervorlage“ legen.

 

4 Antworten auf „Immer wieder niedlich …“

  1. Die „Arbeitgeber“ von Pressesprecher Ingo Blazejewski (Leiter Konzernkommunikation DVV), einst Chef der Redaktion NRZ Duisburg:

    Die Kirchturmdenker und der Aufsichtsrat Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV)

    Ratsfrau Ammann-Hilberath, Martina          Die Linke.
    Ratsherr Bies, Wilhelm          FDP
    Ratsfrau Demming-Rosenberg, Andrea           SPD
    Ratsfrau Frese, Ilonka          SPD
    Ratsherr Ibe, Peter          CDU
    Oberbürgermeister Link, Sören          SPD
    Herr Mahlberg, Thomas          CDU
    Ratsfrau Röder, Angelika          BL
    Ratsherr Sagurna, Bruno          SPD
    Ratsfrau Wagner, Angelika          SPD

    Jeder Bürger mit Bus- und Straßenbahnfahrschein bezahlt kräftig für das Jahreseinkommen von Ingo Blazejewski.

  2. >> Mein Vorschlag: … Alle bestehenden Einzel-Verkehrsgesellschaften der Städte werden abgewickelt.

    Das Kirchturmdenken ist eine Form der Polarisierung und Polarisierung dient eigennützigen Trittbrettfahrern zum Machterhalt. Und das alles wird über Steuergelder oder beim ÖPNV durch die Fahrscheine finanziert. Der ehemalige Stadtdirektor der Stadt Duisburg Dr. Peter Greulich (* 1957) erhält jährlich € 170.000 als Rente (25 Jahre lang = 4¼ Millionen Euro)

    Solche Posten fielen dann bei aufgelösten Einzel-Verkehrsgesellschaften der Städte weg.

    In der Kategorie „interessengeleitete Argumentation“ (heute auch Spießjournalismus genannt) gibt es massive Unterstützung, den Tellerrand sehr hoch zu halten und damit die Weitsicht zu begrenzen. Soll doch die alte stillschweigende und nie ausgesprochene Vereinbarung weiterhin gelten: „Du unterstützt die Partei gnaden- und hirnlos und wirst dann mit einem Posten belohnt.“

    Die Städte leiden unter knappen Kassen, auch weil sie solches Parteiparasitentum (im Sinne von Aristoteles) finanzieren müssen – etwa aus der Grundsteuer B oder der Gewerbesteuer Duisburg – sehr zum Leidwesen des Unternehmerverbandes Duisburg. So auch Geld für politisch-abhängige SchönschXXX wie Herr Martin Krampitz (einst NRZ Duisburg) der jetzt einen Posten als XXXsprecher und Mietfinger bei der CDU Duisburg hat. Damit wird er schlechter bezahlt als Ingo Blazejewski (einst Chefredakteur NRZ Duisburg, jetzt oberster Pressemensch bei Duisburger Verkehrsgesellschaft AG / DVG), der auch von der Duisburger Bürgerschaft finanziert werden muss.

    So wird im Umfeld der Kirchtürme Gesinnung eingekauft. Diese Berichterstattung beschneidet die Pluralisierung und stabilisiert durch Polarisierung das herrschende System. Seit es das Internet gibt, verbreitet sich dies Masche und nun macht das jeder so wie die Alt-, Neu- und Sozioid-Populisten- Duisburg / SPD, dies sollte der Ministerpräsident Armin Laschet CDU NRW zur Kenntnis nehmen – der Umweltsau-Torheit folgt jetzt der Fokus auf Amtsautorität, nämlich den Reviertribun und Ruhrgebieter, ein im Format eines Bergmann-Ampelmännchens und eine Steigerinomma als blondgefärbtes Botox-Bergrecht-Ampelweibchen.

    Debattenkultur : Wie bitte, WDR?
    Die Oma ist ’ne Umweltsau? Wenn aus Debatten Tribunale werden, zerbricht die Gesellschaft.
    Ein Gastbeitrag von Armin Laschet
    2. Januar 2020 – DIE ZEIT – Nr. 2/2020
    https://www.zeit.de/2020/02/wdr-satire-debattenkultur-klimawandel-generationen

    XXX = vom Moderator entschärft