Duisburger Freiheit: Das will die IHK.

In der abgelaufenen Woche gab es einen Arbeitskreis bei der hiesigen IHK der sich mit der von der Gebag erworbenen Fläche am Hauptbahnhof beschäftigt hat, der sogenannten Duisburger Freiheit.

Unter „Das will die Wirtschaft.“ werden einige wenig aussagekräftige Wünsche wohlwollend von der Presse verkündet.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/das-will-die-wirtschaft-fuer-die-duisburger-freiheit-id226469595.html

Zum einen würde ich mal nicht von „der Wirtschaft“ sprechen, denn die Wünsche wurden nur von einigen wenigen formuliert, darunter auch Martin Linne, der Mann gehört aber gar nicht zur Wirtschaft.

Dann wurde erneut der Foster-Plan aus der Schublade geholt, der aber inzwischen von annodazumal ist.

Dass es ein Mischgebiet von Wohnen, Arbeiten und Freizeit geben soll ist nun auch kein Wunsch der einen vom Hocker haut, wenn doch die Fläche so ein dolles Filetstück sein soll. Vom internationalem Einfallstor für Duisburg ist die Rede, ja warum  denn nicht gleich von einem Tor mit astronomischer Bedeutung schwafeln?

Putzig auch die Formulierung, die Fläche in ihrer Nutzung entweder europäisch durchmischen oder aber klar in drei Bereiche einteilen.

Ferner heisst es „zeitgemäßes, europäisches Stadtquartier“. Unzeitgemäß wäre wohl merkwürdig und europäisch bedeutet was genau?

Klingt so blöd wie eine Essensanleitung der Marke „Man kann die Currywurst europäisch essen oder aber in Stückchen schneiden.“ Verstehe das wer will.

Das Problem der Anbindung an die Innenstadt scheint den Leuten aber wirklich Kopfschmerzen zu bereiten. Irgendwie ist das Ding ja auch ein bisschen weg vom Schuß. Aber wie rät der Experte der die Gesprächsrunde leitete euphorisch: Auf jeden Fall sollte man sich Zeit nehmen. Tja, vielleicht wird sich dann die Entfernung irgendwie irgendwann magisch verkürzen.

Zum Schluß möchte ich noch loswerden, dass die IHK 2017 gegen das DOC war UND dass für die Zeit nach der Abstimmung (gegen das DOC) eine Offensive für die Innenstadt versprochen wurde.

Die selben Leute -wie z.B. Herr Rüscher von der IHK- machen sich nun über die Duisburger Freiheit Gedanken, haben aber die Offensive in der City scheinbar irgendwie komplett verpennt oder gänzlich ausfallen lassen.

Guckst Du hier auf Seite 11:

https://www2.duisburg.de/micro2/ihi/medien/bindata/Schaufenster_Innenstadt_2017-11.pdf

Von all den 2017 versprochenen Dingen hab ich nichts gemerkt. Bisher. Vielleicht kommt ja noch was. Glaub ich nicht, man hat ja nun ein anderes Spielzeug.

Ich schlage mal vor: Macht aus dem Gelände eine neue smarte City oder einen kostenlosen Parkplatz für die alte. Die überbezahlten und großteils überflüssigen IHK-Macher fahren die Leute dann mit Rikschas hin und her.

Eine Antwort auf „Duisburger Freiheit: Das will die IHK.“

  1. Wieder einmal viel Lärm, auch von der Körperschaft als Stadt- und Staatsorgan IHK Duisburg-Niederrhein– vgl. Otohime (音姫), was wörtlich „Geräuschprinzessin“ heißt)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Toiletten_in_Japan#„Geräuschprinzessin“

    Vielleicht sollte man mal die Schornsteinfeger-Innung oder andere Berufsgruppen fragen, das brächte dann mehr Glück oder wäre gar mega-sexy: Die Duisburger Freiheit als Spielwiese für abgestrafte Möchtegern-Politiker im Hochsicherheitstrakt der Parteihochburg.