Murrack unbedarft und in Berlin voll aufgelaufen

Ich hatte ja bereits mehrmals auf die möglichen Sicherheitsprobleme mit dem chinesischen Konzern Huawei  in Bezug auf die Verwirklichung und Umsetzung der SmartCityDuisburg-Idee der Duisburger Stadtspitze hingewiesen. Ich habe auch bereits an den Stadtrat einen Antrag eingereicht sich die Sache mit der Partnerschaft mit Huawei nochmals genau zu überlegen und davon abgeraten.

OB Sören Link hatte bereits vor Monaten ein Memorandum oder einen Letter of Intent mit Huawei geschlossen und scheinbar zwischenzeitlich auch schon wesentlich mehr vereinbart. Ob es zu allem auch die Zustimmungen des Rates gibt weiß ich nicht. Aus dem Rathaus krieg ich ja nicht viele Antworten.

Er sowie der Digitaldezernent und neue Kämmerer Martin Murrack waren auch bereits mehrmals in China am Unternehmenssitz von Huawei.

Beide sind scheinbar in der Sache eher unbedarft und Murrack musste sich dieser Tage einige unangenehme Fragen bei einer Fachanhörung  in Berlin stellen lassen. Dabei kam heraus, dass Huawei scheinbar auch versucht hat seine Gesichtserkennungssoftware in Duisburg „unterzubringen“. Dies wurde angeblich abgelehnt.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/experten-aeussern-bedenken-huawei-soll-duisburg-digitalisieren/23729518.html

Dass Duisburgs Digital-Obermeister meint wir wären schon sicher vor möglicher „Spionage und Ausspähung“, weil ja die Server in Deutschland bzw. Duisburg  stünden, offenbart ein erstaunliches und zugleich erschreckendes Maß an Sachunkenntnis und Leichtfertigkeit.

Nur ganz kurz Herr Murrack: Sobald ein Ausrüster wie z.B. Huawei Hardware und Software liefert, die bereits vor Ihren deutschen Servern zum Einsatz kommt, ist das Kind möglichweise schon in den Brunnen gefallen. Dazu gehören SmartPhones, Tablets, PCs, Glasfaserkabel, Switches, Router, 5G-Technologie usw.

Aber nicht nur die mögliche Spionage und Überwachung sind Probleme, sondern auch die möglichen Abhängigkeiten in die man sich begibt: infrastrukturelle, finanzielle, rechtliche usw..

Wem gehören die Daten, welche Schlüsse werden aus den Daten und ihren Abgleichen gezogen und wer darf mit ihnen hantieren(speichern, auswerten), mit ihnen ev. handeln usw.?

Ich denke mal unsere beiden Big Data Macker haben von all dem Null Ahnung und ein Bit ist sicherlich einfach nur lecker. Prost.

 

2 Antworten auf „Murrack unbedarft und in Berlin voll aufgelaufen“

    1. Ja danke für den Hinweis, ich kenne Huawei auch ganz gut. Auch durch Freunde und Bekannte.

      Es geht mir nicht darum Huawei von allen Geschäften auzuschliessen. Denn selbst wenn wir Cisco „nähmen“ wäre das Datenschutzproblem ev. dasselbe.

      Mir geht es darum transparent zu wissen was LINK & CO in den Verträgen vereinbaren, wie Daten geschützt werden und wie wir als Stadt daran verdienen können.

      Alles den Anbietern zu überlassen wäre fahrlässig. Nur: In Duisburg herrscht in der Hinsicht die Ansicht „Hauptsache die von Huawei machen was tolles Neues, egal wie und wir werden wiedergewählt“.

      Und: Dass schon Monopole vorhanden sind (kein Internet mehr ohne Huawei) sollte man wissen.

      Ich habe deshalb selbst eine Verschlüsselung in Auftrag gegeben. Und das wird für alle das beste sein sich derart zu wappnen.

      Dass ist aber auch etwas was LINK & CO uns als Bürger anbieten sollte und das wird bei diesen schwachsinnigen Workshops überhaupt nicht besprochen oder gefordert.

      Ich habe es schonmal an anderer Stelle geschrieben: Hier in Duisburg trifft man auf schwache Gegenwehr und gierige Politik, sowie auf ein fundamental wichtiges Drehkreuz nationalen und internationalen Handels (Logistik, Lagerung, Transport, Import, Export) inkl. aller Daten der Warenströme.

      Wenn jemand dort sabotiert nutzen auch Verschlüsselungen nix mehr.