Frau Philipp und die Transparenz

Frau Philipp gehört zum Kreis der erlauchten VIER. Jene vier MdLs der Duisburger SPD die ich in den letzten Monaten um Auskunft dazu bat, was sie denn konkret für Duisburg tun.

Nachdem ich als erstes Frau Philipp mit dieser lappidaren Frage bereits 2017 erfolglos belästigt hatte, hatte ich dies in 2018 mit allen VIEREN nochmals versucht.

Frau Philipp war bis heute nicht bereit und in der Lage mir ihre neuesten Wohltaten für Duisburg zu schildern, obwohl doch ihre Website den vielversprechnden Titel www.philipp-fuer-duisburg.de trägt.

Als ich dann gestern Abend nichts-ahnend bei Anne Will reinschaute und die bemitleidenswerte Diskussion über den Sozialstaat und seine Zukunft verfolgte, schneite mir eine Mail mit einer Leseempfehlung rein:

https://rp-online.de/nrw/landespolitik/der-nrw-landesrechnungshof-kritisiert-hohe-zulagen-im-den-fraktionen_aid-34706155

Boh, da vergreift sich doch tatsächlich der Landesrechnungshof an einigen MdLs und deren „Zusatzzulagen“. Und, ich glaubte meinen Augen kaum, auch Frau Philipp, die Mitdreissigerin im Look einer 20 Jahre älteren Jungfrau, wurde auch genannt.

Frau Philipp im Fadenkreuz der Prüfer. Kann das sein. Die Frau sieht aus als könnte sie kein Wässerchen trüben, die Unschuld in Person.

Tja, ich erinnerte mich noch gut daran wie sehr die Dame noch bis Ende 2017 bemüht war sich transparent zu geben und alle ihre Bezüge offenzulegen. Das hörte dann Anfang schlagartig 2018 auf. (s. Screenshots 2017 und 2018 – Achten Sie auf die jeweilige Seite unten!)

2018 fehlt was unten rechts!

2017 war sie übrigens schon stellvertretende Fraktionsvorsitzende, nur von ihrer Fraktionszulage keine Spur. (s. 2 Screenshots 2017 „Transparenz“)

Dass auch die Zahl Ihrer MitarbeiterInnen inzwischen von zwei auf vier gestiegen ist,  ist sicherlich der über 8.000 EURO starken Mitarbeiter-Pauschale zu verdanken, die die MdLs seit Anfang 2018 alle monatlich bekommen (vorher waren es rund 4.000 EURO monatlich).  Warum dann gleichzeitig die Transparenz geringer wird als grösser, das weiß die gute Frau Politikerin wahrscheinlich ganz genau.

Ich würde die Website ändern in:

www.philipp-fuer-mich.de.

www.philipp-fuer-sich.de.

www.philipp-fuer-philipp.de.

Und wie wohltuend ist doch die gerechte Gewissheit, dass HartzIV-Empfänger alles offenlegen müssen.

Fazit: Sarah Philipp auf gar keinen Fall wiederwählen!!!

 

Anfang 2018

Ende 2017

 

Ende 2017 „Transparenz“ Teil 1

Ende 2017 „Transparenz“ Teil 2

 

 

3 Antworten auf „Frau Philipp und die Transparenz“

  1. Aber Herr Schulze, Transparenz wird doch total überbewertet – und wird im Laufe der Zeit möglicherweise unangenehm -.

    Frau Philipp ist diesbezüglich immerhin fulminant gestartet:

    https://philipp-fuer-duisburg.de/waz-sarah-philipp-veroeffentlicht-ihre-diaeten-und-bezuege/

    https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/sarah-philipp-veroeffentlicht-ihre-diaeten-und-bezuege-id8872210.html

    https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/sarah-philipp-legt-ihr-einkommen-offen_aid-20025565?token=AIe5fhmt98dMIqYr3OQ-zTux1dV9r89FKw%3D%3D

    Leider hat sie offenbar vergessen, sich nach vier Jahren bei der WAZ und der RP wieder „abzumelden“. Kann ja mal passieren…

    1. Haben Sie etwa was anderes erwartet von jemandem, der immer nur vier Wochen vor jeder Wahl aus der Versenkung kommt?

      Und vllt. ist das biedere Aussehen nur Fassade für Oma und Opa, Tante und Onkel.

      Sie könnte ebensogut ein Doppelleben als Domina führen, eine Cannabis-Plantage betreiben, eine Sekte anführen. Bei der Auffassung von Transparenz ist alles möglich.

      Ich denke aber, sie liegt schon früh abends im Bett, zählt brav die Euronen auf den neuesten Kontoauszügen und kuschelt sich dann an ihren Stubentiger um mit dem Gedanken einzuschlafen, sie hätte was Gutes getan.

      Auf dem Nachttisch steht ein Fotorahmen mit einem Willi-Brandt-Bild und eine Helmut-Schmidt-Kippe, eingelassen in einen Schüttel-Würfel mit Kunstschnee, steht brav daneben.