Kantpark: Je mehr eigennütziger Beweggrund, desto weniger Moralität.

Dieses Zitat von Immanuel Kant beschreibt hervorragend die Posse rund um den Kantpark. Der soll nun am 11. Mai feierlich wiedereröffnet werden.

Dazu hat man eigens ein Plakat entwerfen lassen und auf einer Seite von duisburg.de online gestellt. Sinnigerweise zeigt das Foto auf dieser Seite jedoch nicht den Kantpark in seinem jetzigen Zustand, sondern in seinem ursprünglichen. Einige Bäume auf dem Bild sind längst der Säge zum Opfer gefallen.

https://www.duisburg.de/wohnenleben/stadtentwicklung/kantpark.php

Mehr muss man dazu eigentlich nicht anmerken, ausser vielleicht, dass in Zeiten von Fridays for Future und der Notwendigkeit von Bäumen im Stadtbild  und fürs Klima für die Kantpark-Umgestaltung über 150 von ihnen gefällt wurden. Dazu die Fällungen auf der nahen Friedrich-Wilhelm-Strasse, perfekt ist der städtische Schwachsinn, den wir nun alle am 11. Mai gutheissen und absegnen sollen. Dazu ein Kinderklettergerüst zum Gegenwert eines besseren Einfamilienhauses( https://www.duisburg.de/wohnenleben/stadtentwicklung/kantpark.php.media/54938/grafik_klettercubus-kantpark02.jpg ), dazu die Ersetzung von vorhandenen Pflasterungen durch Schotter damit auch die Gebrechlichen mit Gehhilfen die Parkwege so richtig geniessen können. Zu einer Hundewiese hat es auch nicht gereicht, aber die vielen Ratten haben sich vorerst verzogen. Und: Dass das Ganze viel teurer wurde und viel länger gedauert hat als geplant.

Neben den Hundekotbeutel-Spendern sollten vllt. auch Kotzbeutel-Spender aufgestellt werden.

5 Antworten auf „Kantpark: Je mehr eigennütziger Beweggrund, desto weniger Moralität.“

  1. Der Bullfart(Boulevard) ist hauptsächlich zum Nachteil für den ÖPNV. Die Haltestellen sind unübersichtlich verlegt. Einen Lageplan sah ich nicht in der Zeitung.

    Dann vorhin der Bus, der kriecht durch die Busstelle mit suboptimaler Ampelschaltung.

    Hat nicht mal jemand etwas von Optimierung der Ampelschaltungen gefaselt?

  2. Nicht nur die Ratten haben sich vorerst verzogen. Aber sie werden wiederkommen, jede Wette.
    Man hat nämlich wieder Efeu als Bodendecker angepflanzt, u.a . an der Ecke Cecilienstraße / Tonhallenstraße , in Höhe der jetzigen Boulebahn.
    Verzogen haben sich offenbar aber auch Vögel und Eichhörnchen, jedenfalls wurde bei uns – ca. 100 Meter vom Park entfernt – bereits ein Eichelhäher im Garten gesichtet. Und ein Eichhörnchen hat auch schon neugierig auf der Fensterbank im Erdgeschoss gesessen, das hat mein Sohn vor ein paar Wochen fotografiert.

    Und jetzt noch eine Info an alle Dummies, die das grüne Plakat entworfen haben:
    Das Museum heißt LEHMBRUCK und nicht LEMBRUCK !!

    Und da wundern sich manche Politiker, dass Duisburg in diversen Rankings die hinteren Plätze belegt. Probleme mit der Sprache bzw. der Rechtschreibung fangen offenbar schon ganz oben in der Hierarchie an. Aber das ist ja nebensächlich, Hauptsache das Parteibuch stimmt und erfüllt seinen Zweck.

    1. Ich hatte das Lembruck auch bemerkt, aber nun haben DIE wegen Ihres Kommentars Zeit die Plakate nochmals neu zu drucken. ;-))) Und das kostet wieder!!!

      1. Herr Schulze, dann müssten DIE meinen Kommentar aber auch lesen. Glauben Sie daran?
        LEMBRUCK hat für mich in etwa die gleiche Qualität wie MÜHLHEIM an der Ruhr , was auch immer wieder gerne genommen wird, u.a. beim WDR.

        1. Ja DIE lesen das alles, werden aber nicht mit Bezug darauf reagieren. Das wäre ein Eingeständnis, das geht gar nicht. Ist so wie mit Bürgerideen. DIE lesen die, aber sie werden einen Teufel tun wirklich gute Ideen zuzulassen, wenn sie nicht von IHNEN selbst stammen.