Fokus unbeirrt von Verkleinerungsideen in der City

Angesichts des Leerstands in Duisburgs City(den es laut Andree Haack nicht gibt!!!) und möglichen weiteren Verlusten von Läden, sehen Fachleute aus dem Handel einen Schrumpfungsprozess als notwendig für die Innenstadt. Das steht nicht nur im aktuellen Einzelhandelskonzept der Stadt, sondern wurde auch als Forderung beim Handelsforum der IHK in der vergangenen Woche im Lehmbruck Museum offen ausgesprochen: Die Gesamtverkaufsfläche müsse reduziert werden.  Davon unbeirrt hält die Fokus Development AG an den Plänen fest an die Stelle der ehemaligen Stadtbibliothek ein fünfgeschossiges Büro- und Geschäftshaus zu bauen, dass außer mit fast 5.000 Quadratmetern Bürofläche auch mit erheblichen Quadratmetern Verkaufsfläche im Unter- und Erdgeschoss bestückt sein soll. Ein Großteil davon wird von Edeka angemietet. Zusätzlich sollen vier bis fünf Läden mit Verkaufsflächen von 120 bis 600 Quadratmetern entstehen. Fokus spekuliert auf die gute Lage der Immobilie.

Andererseits komme es auch auf die Qualität der Flächen an. Und da kann Fokus künftig punkten, wie es vollmundig heisst. Mit einer Bruttogeschosshöhe von 5,20 Metern sei für jede Form des Einzelhandels was dabei. Viele Ladenlokale in Duisburg hätten zu niedrige und zu schmale Räume. Bei der Raumhöhe sei genügend Platz für die wichtige Lichtgestaltung. Ein Beispiel wäre die Modekette Zara, die angeblich nur bei bestimmten Raumhöhen überhaupt Interesse zeige anzumieten.

https://www.nrz.de/staedte/duisburg/in-duisburg-sollen-ladenlokale-mit-seltenheitswert-entstehen-id216729575.html

Meine Meinung:

Fokus lässt sich auf ein gewagtes Spiel ein. Die Duisburger Innenstadt wurde kürzlich erst von 1a auf 1b heruntergestuft.  Ob die Lage die notwendige Kunden-Frequenz bringt wage ich zu bezweifeln.

Stadt, IHK usw. sind nicht mehr so handelsfreundlich wie ehedem. Fraglich ist auch  was Toellers Mercator-One an Handelsangeboten bieten wird und was künftig auf der ehem. Krieger-Fläche entstehen wird. Das DOC wurde zwar verhindert, doch die Idee geistert weiter. Was ist, wenn hier die neue City entstehen wird? Dann muß man sich nicht mehr mit all den vielen Eigentümern wie in der „alten“ rumschlagen.

Hohe Raumdecken geben bestimmten Kunden ein unbeschwerteres Raumgefühl, das mag für Zara gut sein. Man muß aber auch die Energiekosten bedenken. Die Königsgalerie bietet ja auch nicht gerade schlechte Miet-Möglichkeiten, ist aber ziemlich „leer“.

Neben all den nebulösen Versprechungen die jedem Hochglanzprospekt bei einer Vermarktung zu entnehmen sind, kommt es wesentlich auf die erwirtschaftbaren Umsätze an, sowohl für die Händler als auch für Fokus. Das Fokus eher den Part des David einnehmen dürfte, dürfte jedem einleuchten.

Eine Antwort auf „Fokus unbeirrt von Verkleinerungsideen in der City“

  1. Die Investoren machen so oder so Gewinn und wenn nicht ist es auch egal, denn Fokus will ja verdienen.

    Solange es keine Abgabe für neue Verkaufsflächen gibt, um überflüssige Verkaufsflächen in Wohnraum umzuwandeln, wird Duisburg weiterhin schäbig sein und noch mehr Glücksspielbuden kommen.

    Aber was soll man erwarten, wenn das Citymanagement nicht einmal die reale Vermüllung wahrnimmt, sondern Werbe-Ständer als Problem sieht.