Alles GEGEN ein gutes Duisburg-Image

Hatte ich mich in den letzten Wochen diverse Male dem Thema Loveparade-Unglück gewidmet und dabei sowohl Hannelore Krafts nicht eingehaltenes Aufklärungs-Versprechen von 2010 und Sören Links ebenso nicht eingehaltenes Aufklärungs-Versprechen von 2012 angemahnt, so will ich mich diesmal der hiesigen Wirtschaft widmen.

Ich beziehe mich auf diesen RP-Artikel vom Dezember 2010:

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/alles-fuer-ein-gutes-image_aid-12450553?

Wenige Monate nach dem Unglück nahm die Wirtschaft inkl. diverser grosser Player vor Ort scheinbar Anstoß am  arg ramponierten Image der Stadt. Sauerland & Co. wollte man gar nicht kritisieren, warum auch, den Status Quo der Verwaltug so behalten, warum auch nicht, aber das Image sollte gefälligst wieder das Image sein, was Duisburg vor dem Unglück hatte.

Damals reifte die Erkenntnis das Beten wohl nicht helfen wird, aber eine Imagekampagne es wieder richten könnte. Ausser Absichtserklärungen zu fabulieren ist wohl seitdem nichts passiert.

Ich schätze mal man hat die Empörung der Bürgerschaft völlig falsch eingeschätzt und deshalb schlußendlich erstmal abgewartet.

Warum soll man auch Geld zum Fenster rauswerfen?  Man hätte damit allerdings was anfangen können, aber eben nicht so wie man sich das ursprünglich mal vorgestellt hatte.

Man hätte z.B. Druck ausüben können, dass Kraft und Link ihren Versprechen nachkommen, das hätte noch nicht mal Geld gekostet PLUS man hätte ihre Aufklärungen transparent mit Infos begleiten können. Letzteres hätte zwar Geld gekostet, für Anzeigen, Plakate, Flyer, das Übliche eben, wäre aber auch sinnvoll investiert gewesen.

Doch nichts von alledem ist passiert. Meiner Ansicht nach trägt auch die Wirtschaft inkl. ihrer üblichen Vertreter aus Verbänden wie IHK, EHV, HWV und Gastroverband   noch immer dazu bei, dass nachwievor das LoPa-Unglück wie Mehltau das Image der Stadt belastet.

Im Prinzip hat man durch Unterlassung alles GEGEN ein gutes Image getan. Hat aber auch nichts gekostet, ausser eben den guten Ruf, um den man doch so besorgt war. Q.E.D.

Ich bzw. wir stellen gerne Domains wie www.duistop.de oder www.duisburgistop.de zur Verfügung. Allerdings verlangen wir dann auch Einsicht und Offenheit. Denn wie heisst es so schön auf unseren Seiten: Duisburg is‘ top, aber die Verantwortlichen sind es nicht. Zweiteres kann sich ja ändern. Aber ganz ehrlich, wer hat schon den Mut den Anfang zu machen?

3 Antworten auf „Alles GEGEN ein gutes Duisburg-Image“

  1. Tja, man hat damals „das ganz große Besteck“ aufgefahren. Da anschließend aber keine Resultate an die interessierte Bevölkerung verlautbart wurden, gehe ich davon aus dass dieses Besteck nur dem Verzehr von Schnittchen, Frikos etc. diente. Hammerhart finde ich aber nach wie vor, dass die Verursacher der sogenannten Imagekatastrophe mit am ovalen Tisch saßen. Rein moralisch gesehen wirft das ein ganz schlechtes Licht auf die Initiatoren aus Industrie und Wirtschaft.

    https://www.derwesten.de/wirtschaft/wie-haniel-das-image-von-duisburg-verbessern-will-id4480833.html

    https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/initiative-will-duisburg-staerken_aid-13396517

    https://www.waz.de/staedte/duisburg/initiative-will-nach-loveparade-ruf-der-stadt-duisburg-aufpolieren-id4744940.html

    https://www.waz.de/staedte/duisburg/eine-botschaft-aber-auch-ein-dilemma-id4745173.html

  2. Die Botschaft des Artikels der RP (in einem kommentierenden Stil) zielt darauf ab, nach dem „Love-Parade-Debakel“ wie ihn Handel, Gewerbe und Industrie es bewertet, wieder ein positiv gestimmtes Umfeld für sich in der Stadt zu schaffen. „Nach der Loveparade-Katastrophe machte so mancher Bürger die bittere Erfahrung, dass die Stadt offenbar nur noch über das furchtbare Unglück definiert wird“ schreibt die Rheinische Post.
    Nach dem langen Warten der Hinterbliebenen der Opfer des Unglücks sehen diese, dass eine juristische Aufarbeitung der Ursachen, eine Strafverfolgung bzw. Verfolgung der Verantwortlichen der Katastrophe nach Jahren im Sande verläuft. Trübt dies etwa das Bild der Stadt?
    Oder waren das die korrupten Zusammenhänge zwischen Politik, Wirtschaft, Handel und Marketing in der Stadt?
    Ist es die Fassungslosigkeit gegenüber der Verantwortungslosigkeit der Strafverfolgungsbehörden angesichts fehlender Verantwortlicher?
    Bis in welchen Etagen geschmierter Politik mag diese subversive Verantwortungslosigkeit Früchte tragen? Für welche Strategen und welche Mitwisser?
    Und welcher Natur sind diejenigen, die unbequeme Fragen lieber vom Tisch haben wollen, um weiterhin in Ruhe ihren Geschäften nachgehen zu wollen?