Zynisch: Erst wenn Politiker betroffen sind werden alle ganz hektisch und vielleicht tätig

„Demokratie in Gefahr – oh mein Gott.“ So die teils hyper-mega-aufgeregten Aussagen von betroffenen Politikern und Promis im neuesten Datenskandal, dem größten der Geschichte. Jaja, die Mutter aller Skandale. Blabla.

Lächerlich. Privatleute und Firmen sind seit Jahren massiv und täglich von Hackerangriffen betroffen. Bisher sah die Politik sich aber zu keinem Handeln gezwungen oder genötigt. Ich hatte das Ganze schon vor wenigen Tagen aufgegriffen und nun hat auch auch Report München gestern Abend ähnlich reagiert:

Hack auf die Spitzenpolitik & Co.: Na und!

https://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/hackerangriff-politik-datensicherheit100.html

Wenn dann noch der deutsche Clooney der Politik sich von Facebook und Twitter verabschiedet ist die Seifenoper perfekt.

https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Habecks-Ausstieg-aus-Facebook-ist-eine-Warnung-an-alle-id53108786.html

Mal gucken wann er wieder dort mitmischt. Instagram hat er wohl nicht erwähnt, ist aber Teil von Facebook.

Es gibt wohl eine Menge Nacholbedarf beim Wissen um die Situation der Cyber-Sicherheit in Deutschland. Deutlich wird auch wie wenig die Politik um die Sorgen und Nöte der einfachen Leute weiß oder sich darum schert und wichtig sie sich selbst nimmt. Echte Volksvertreter eben.

Da fällt mir ein, dass ich schon immer wissen wollte ob je ein Politiker Facebook mal gefragt hat wieso die eigentlich den ganzen Hass und Gewalt-Scheiss erst hinterher suchen und entfernen und dies nicht vorher machen, wenn die Posts eingestellt werden. Muß wohl irgendwie damit zu tun haben, dass das kein so gutes Geschäftsmodell wäre.

2 Antworten auf „Zynisch: Erst wenn Politiker betroffen sind werden alle ganz hektisch und vielleicht tätig“

  1. Datensicherheit und Datenschutz ist ein Vollzeitjob und richtig lächerlich wird es, wenn man dann plötzlich auch noch die unsinnige Zwei-Faktor-Authentifizierung fordert. Braucht es nicht, wenn man ein gutes Passwort hat und mehrere Fehleingaben zu Verzögerungen bzw. Wartezeiten führen.

    1. Yeap, sehe ich genauso. Sonst haben wir irgendwann die x-Faktor-Auth. Gut sind auch Benutzernamen in Form von Mailadressen, so dass ev. auf Wunsch im Account eingestellt werden kann, dass jeder Login-Versuch gemailt wird oder im Account jeder Login-Versuch unlöschbar dokumentiert wird. Wenn dann noch die IP desjenigen dabeisteht der den Login probiert (hat), umso besser.
      Bei netflix könnte man dann gut sehen ob auch ein Freund der Kids mal Filme anschaut oder die Kids bei einem Freund Filme anschauen.