2020 ist Kommunalwahl – Bock Stadtrat zu werden?

2020 können wir unser Duisburger Parlament neu wählen. Also die die uns vertreten und für uns die wichtigen Entscheidungen treffen. So die Theorie.

Du willst Dich zur Wahl stellen und hast die besten Vorsätze als KandidatIn? Aber was ist wenn Du in den Rat gewählt würdest und alles würde so sein wie es heute ist. Mit anderen Worten: Lies Dir erstmal durch wie es wäre wenn Du heute Ratsmitglied wärst:

  1. Du bekämst 480 EURO pro Monat und je Ratssitzung 22 EURO Sitzungsgeld.
  2. Eine Ratssitzung kann durchaus viele Stunden dauern und Du musst viele Entscheidungen treffen von denen Du keine Ahnung hast und zu haben brauchst.
  3. Bist Du Mitglied bei den etablierten Parteien, denken und entscheiden andere für Dich, in irgendwelchen Hinterzimmern von Gaststätten – z.B. in Walsum.
  4. In den Ratssitzungspausen gibt es Freibier, die belegten Brötchen kosten Geld.
  5. Vllt. sitzt Du noch in Ausschüssen – naja musst Du nicht, kann interessant sein, weil fachspezifischer.
  6. Bürgerkontakte brauchst Du nicht. Bürgerfragen musst Du nicht beantworten.
  7. Eine eigene Website brauchst Du nicht.
  8. Eine eigene Meinung haben brauchst Du nicht.
  9. Haushaltszahlen verstehen musst Du nicht.
  10. Dich beschweren solltest Du nicht.
  11. Du solltest für den MSV sein, besonders laut, wenn OB Link neben Dir steht.
  12. Den Rathauspaternoster solltest Du in jeder Lage beherrschen (s. 4. Freibier) , sonst Bruchgefahr.
  13. Drei Monate vor der Wahl solltest Du einiges das oben steht genau andersrum machen, nach der Wieder-Wahl folgst Du genau wieder obigem Schema.

Und nun viel Glück bei der Wahl. Merk Dir, die Duisburger sind total unkritisch und leicht zu bequatschen. Die glauben Dir jeden Mist, Hauptsache Du tust so als wärst Du einer von ihnen. Glück auf!

 

 

 

2 Antworten auf „2020 ist Kommunalwahl – Bock Stadtrat zu werden?“

    1. Nur wird da niemals ein Zusammenhang bestehen, so daß aus einer Niederlage der Schluß gezogen wird es liege am Sponsor. Die Abneigung gegen Wettbüros teile ich nur in der Form, dass sie überhand nehmen. Grundsätzlich müsste man auch Lotto u.ä. in den selben Topf werfen.
      Es ist wie immer im Leben: Eine gewisse Dosis kann nicht schaden. Die Überdosen sind das Problem.
      Vllt. sollte man daher den Verantwortlichen beim Verein nen fetten Pickel im Gesicht wünschen. Bei jeder Niederlage entsteht der auf den entsprechenden Nasen an die sie sich dann zu fassen haben.

      Man bräuchte diese Sonsoren um jeden Preis auch gar nicht, wenn Fussball nicht ein derartig -auch politisches- Geschäft geworden wäre. Mit jedem Sieg einer Mannschaft(Kauf eines Stars) kann man sich als Politiker hochleben lassen, mit jeder Niederlage den Trainer runtermachen oder bei Bedarf auch den Spieler. Ich sage nur: Panem et Circensis