Ich muß nochmals die FDP mit Kappes behelligen – sorry!

UiUiUi, da hat die FDP aber ein Problem. Genauso wie ich, der mangels irgendwelcher neuer interessanter und kritikwürdiger Ereignisse in Duisburgs Politik, Verwaltung und Wirtschaft, diesmal ein bisschen weiter ausholen muß um dann doch bei der jungen FDP-Bundestagskandidatin aus/für Duisburg zu landen.

Mit anderen Worten: In Duisburg passiert ECHT ausser ein bisschen Wasserstoff-Schwärmerei nichts von Bedeutung – bzw. so viel wie auf dem Herrenklo im Nonnenkloster.

Das akute Problem der FDP wird diese Woche im Spiegel geschildert. So wird die FDP als Mitbesitzerin einer Immobilienfirma oder -holding namens Reinhardtstraßenhöfe GmbH & Co. KG von den anderen Mitbesitzern aus einem Adelsgeschlecht verklagt. Das könnte dazu führen, dass man als FDP bald nicht mehr Herrin im eigenen Hause ist. Dabei residiert man selbst in dem Gebäude dessen Adresse den Firmennamen „gezeugt“ hat.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-investoren-verklagen-partei-im-streit-um-immobilien-a-a14d4d9c-79ab-425f-b275-3925e708e608

Wenn man sich weiter mit der Sache beschäftigt, mehr als oberflächliche Spiegel-LeserInnen es tun, landet man irgendwann bei einem anderen Artikel, allerdings aus dem Jahre 2013, von der TAZ und der beginnt inhaltlich vor rund 30 Jahren – also Ende der 80er- Jahre.

FDP Inc. I

FDP Inc. II

FDP Inc. III

Damals brach eine kleine Gruppe von FDP-Männern(!!!) zum Skifahren in die Schweiz auf, darunter der Generalbevollmächtigte der FDP, Walter Eschweiler.  Eschweilers Ziel war es angeblich die Finanzen der FDP zu konsolidieren – und mehr.

In dem Artikel geht es um einige Beteiligungen der FDP bzw. der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung – und auch ein Herr Gauselmann taucht auf.

Wenn man sich die aktuellste (eine jüngere fand ich auf die Schnelle nicht) Bundestagsliste zu den Medienfirmen der FDP aus dem Jahr 2018 anschaut, so findet man nur die Universum Verlag GmbH die heute wohl eine AG ist.

https://www.bundestag.de/resource/blob/554984/ffea43629aa38e144815efe28b807f27/WD-10-021-18-pdf-data.pdf

Das erkennt man daran, dass z.B. die Bundeswahlkandidatin Charline Kappes ihre Website von der Universum AG hat basteln lassen.

https://charline-kappes.wahl.freie-demokraten.de/

Womit ich bei ihr gelandet wäre. Tja, bisher hatte ich wenig Glück mit dem liberalen NACHWUCHS-Talent, denn auf meine Anfragen zu ihren kruden Vorschlägen in Sachen Bildungspolitik wollte sie anscheinend nicht eingehen. Dabei heisst es auf ihrer Website doch so schön:

Ich freue mich auf deine Kontaktanfrage:

Nun, das ist dann wohl im Ergebnis ein Satz mit „x“.

Was mich wiederum an Sarah Philipp erinnert.

Aber fleissig und unermüdlich wie ich nunmal bin, versuche ich es mit einem  anderen Thema und starte damit einen 2. Anlauf bei Frau Kappes.

Und dieses Thema hat mit dem eingangs Geschilderten zu tun. Und mit dem Wahlprogramm der FDP auf das Frau Kappes auch besonders hinweist.

https://www.fdp.de/sites/default/files/2021-06/FDP_Programm_Bundestagswahl2021_1.pdf

So kann man dort u.a. lesen  (Zitat-Auszug):

S. 39, linke Spalte unten: Wir wollen die Medien- und Meinungsvielfalt stärken.

Da frag ich doch noch mal bei der FDP bzw. Frau Kappes an wie sie es denn mit diesem wohlfeilen Versprechen zur Medien- und Meinungsvielfalt hält.

Meine konkreten Fragen sind diesmal:

Wie soll diese Stärkung konkret aussehen?

Was muß ich (DUISTOP) denn tun um gestärkt zu werden?

Hat die Bundes-FDP ein akutes Problem mit ihrer Immobilien-Beteiligungsfirma?

Wie sieht denn das Beteiligungsportfolio der FDP insgesamt aus?

Und wie im Medienbereich?

Sind in Sachen Stärkung der Medien- und Meinungsvielfalt auch die Medienbeteiligungen der FDP und der Friedich-Naumann-Stiftung gemeint?

Ach ja, warum bekam ich bisher keinerlei Antworten wenn doch die Medien- und Meinungsvielfalt gestärkt werden soll?

Und die letzte Frage: Wenn man in die FDP eintritt, bekommt man dann eine Übersicht mit allen Beteiligungen ausgehändigt und wird man MitbesitzerIn bzw. AnteilseignerIn?

Gruß

DUISTOP

Michael Schulze

 

 

Wasserstoff: Über 100 Millionen Fördergeld nach Duisburg

Jetzt ist es offiziell, der Bund gibt 60 Millionen Euro und das Land nochmals 50 Millionen um die Wasserstofftechnologie in Duisburg zu fördern. Standesgemäß fanden sich deshalb in dieser Woche zu einem Stelldichein in Neudorf – am Sitz des Zentrums für Brennstoffzellen-Technik  (ZBT) an der UNI DUE – sowohl OB Link als auch seine SPD-Genossen Kutschaty und Özdemir sowie Genossin Bas ein. Schön, dass die sich in „Erfolgen“ sonnen, die ihnen zu einem Großteil die Landesregierung NRW (schwarz-grün) beschert.

In der RP wird breit darüber berichtet, auch darüber wie sehr nun wieder auf die Kacke gehauen wird:

Duisburg = neue Wasserstoff-Hauptstadt.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/innovationszentrum-in-duisburg-die-neue-wasserstoff-hauptstadt_aid-62551047

Jaujau, Chinastadt wollen wir ja auch sein. Es fehlen jetzt noch der Senf von Haack und Beck(DBI) zum Thema. Und dann noch der von Kranki (Verein für Wirtschaft) und der von der IHK und und und …

Es sollen(!!!) mittels der Förderung angeblich hunderte neue Jobs in den nächsten Jahren entstehen. Naja, man kann sich ja mitfreuen, doch es wird noch ein weiter Weg sein, bis wir tatsächlich grünen Wasserstoff herstellen können, das ist der durch den Einsatz regenerativer Energien erzeugte Wasserstoff. Bisher können wir nur von blauem Wasserstoff ausgehen, das ist der der durch den Einsatz von Erdgas hergestellt wird.

Ziel ist es den Wasserstoff bzw. die Technologien sowohl der Grossindustrie, in Duisburg also z.B. den Stahlwerken zur Verfügung zu stellen (Thyssen im Norden und HKM im Süden), aber auch Lastwagen und Busse damit zu betreiben.

Der Individualverkehr ist wohl noch weiter weg von einer Nutzung.

Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Entwicklung schneller vorangeht als derzeit angenommen. Es bleibt also abzuwarten wie sich die Forschungen mit dem frischen Geld entwickeln und ob tatsächlich neue Arbeitsplätze in grösserer Zahl entstehen, die die kompensieren die an anderer Stelle wegfallen dürften.

Es wird übrigens zusätzlich noch ausgelotet ob man das gesamte Ruhrgebiet zu einer Wasserstoff-Modellregion machen kann und soll. Da Duisburg aber eigentlich lieber zum Rheinland gehören will, werden die 110 Millionen EURO doch nicht ausbezahlt. Quatsch, das ist ein Scherz.

Fazit:

Nun haben unsere tapferen „DUISBURG IST ECHT förderwürdig“- VertreterInnen und -PropagandistenInnen endlich mal wieder eine Story um ihre hohen Bezüge im nächsten halben Jahr irgendwie zu rechtfertigen.

Und dann klappts auch mal wieder bei Mama zuhause und es gibt leckeren Extra-Pudding.

Ach ja, das alles wird natürlich passenderweise rechtzeitig vor der Wahl eingedealt UND bevor die Blumen in den Blumenampeln verwelkt sind. Was will man mehr?

 

 

Fragen an Bärbel Bas zu Luftfiltergeräten an Duisburger Schulen

Guten Tag Frau Bas,

Sie treten erneut als Duisburger SPD-Kandidatin für die Bundestagswahl an und sind in der Partei an oberster Stelle auch für gesundheitspolitische Themen „zuständig“.

Die Stadt Mülheim will für drei Millionen EURO Luftfiltergeräte für Grundschulen anschaffen. Ich berichtete bereits.

Ich habe den Duisburger OB dazu angefragt wie denn die Situation bei uns in Duisburg sei. Er antwortete bisher nicht und wird dies erfahrungsgemäß auch nicht tun.

Deshalb meine Fragen an Sie, da Sie sicherlich einen kurzen Draht zum OB haben und an dem Thema – auch im Sinne der Wählenden – interessiert sein dürften/sollten:

Wieviele Luftfiltergeräte (mobile/verbaute) wurden bisher in Duisburg für die Schulen per 31. August angeschafft?

Welche Schulen/Schulformen wurden dabei berücksichtigt?

Wieviele hat davon die Stadt finanziert, mit welchem Betrag, und wieviele das Land, mit welchem Betrag?

Was kostet die jährliche Unterhaltung/Pflege (Filteraustausch u.a.), und wie werden diese Folgekosten auf Stadt und Land verteilt?

Sind im Rathaus und in Ämtern Luftfiltergeräte im Einsatz (mobil/verbaut), wenn ja wieviele und zu welchen Konditionen (Anschaffung, Unterhalt/Pflege)?

Befindet sich im OB-Büro ein solches Gerät und wenn ja, wer hat es finanziert?

Gruß

DUISTOP

M. Schulze

 

LESETIPP:

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-zur-coronakrise-warum-wird-kindern-so-viel-zugemutet-a-3027d39a-b411-45bf-8679-b653c1c3c8d0

 

 

Erneute Pressenanfrage (die gefühlt 20ste) an die Grünen – an Kaddor und Banaszak

Guten Tag,

heute wurde der Grünen-Flyer zur Bundestagswahl verteilt und ist auch in unserem Redaktionsbriefkasten gelandet.

Seit vielen Wochen bemühe ich mich um Interviews mit den Kandidierenden.

Doch ich erhalte noch nicht einmal eine Reaktion. Auch nicht von den Grünen Duisburg(Geschäftsstelle). Auch nicht vom Team-Baerbock.

Dabei wird auch auf dem Flyer zu Rückfragen aufgefordert bzw. es werden Reaktions- und Kontaktmöglichkeiten aufgelistet: SocialMedia, Mail usw.

Deshalb nochmals meine Anfrage an Sie und an beide nach einem Interview, es kann in beiden Fällen schriftlich erfolgen.

Ansonsten hätte ich gerne eine Antwort darauf wieso überhaupt nicht reagiert wird.

Mit freundlichem Gruß

DUISTOP
Stadtmagazin

Michael Schulze

Neue DUISTOP-Reihe: Kunst im öffentlichen Raum – Teil VIII

Inzwischen ist Teil VIII der neuen Reihe „Kunst im öffentlichen Raum“ von DUISTOP-Autor Ulrich Martel online.

Präsentiert wird diesmal eine Skulptur von Karl Hartung, einem Vertreter der abstrakten Bildhauerei.

Teils abstrahiert, teils völlig losgelöst, der Möglichkeit beraubt, sich an bekannten Formen zu orientieren bilden Assoziationen, Emotionen und Gedanken das Kunstwerk in unserer Vorstellung. Hierdurch wird die Betrachtung zu einer höchst subjektiven und individuellen Erfahrung.

Link zur neuen Rubrik „Kunst im öffentlichen Raum“

Bildung: Ein Schnitzel bleibt ein Schnitzel bleibt ein Schnitzel

WOW, die DBI -früher GfW- hat endlich mal eine Pressemitteilung (PM) veröffentlicht. Dabei geht es aber nicht um DBI-eigene Leistungen.

https://www.duisburg-business.de/fileadmin/duisburg-business/Downloads/Sofortprogramm_Innenstadt.pdf

Ich berichtete bereits kritisch darüber. Kurz gefasst geht es um folgendes:

Die Stadt kriegt ein bisschen Geld vom Land (100.000 EURO) und mietet dafür leerstehende Ladenlokale in der City an um diese innovativen BetreibernInnen günstig zur Verfügung zu stellen. Ziel: Wiederbelebung der Innenstadt.

Das Ganze nennt sich Anmietungsfonds. Und es erscheint mitsamt der verbalen Begleitmusik (Zitat-Auszug) …

Als Dienstleister und Partner des Einzelhandels und der Immobilienwirtschaft sind wir froh, nun über ein schlagkräftiges Instrument gegen den Leerstand und für neue Geschäftsmodelle in der City zu verfügen. …“

… auch irgendwie ganz groß – ist es aber nicht. Eigentlich ist es ein Witz.

Es macht aber deutlich wie sehr selbst läppische Be- und Gegebenheiten so derart abstrus aufgepimpt werden, dass man folgendes denken könnte:

„Wie sind wir bisher  nur ohne klargekommen?“

Und weil es so schön ist, hier noch ein Beispiel, diesmal aus dem Bereich der Bildung, genauer der Schulbildung in der Grundschule, noch genauer dem Mathe- und Deutschunterricht in der Grundschule.

Das sind die beiden Fächer, die man eigentlich als in Deutschland lebender Mensch aus dem EffEff beherrschen sollte. Für Mathe gilt das sogar international.

Und ich meine hier nicht den Erwerb des grössten Wortschatzes und der besten Formulierungskünste bzw. Mathe auf Gaußschem Niveau.

Eigentlich denkt man, dass damit die Grundschulen seit Beginn der Schulzeitrechnung ziemlich viel Erahrung haben dürften.  Man sollte auch annehmen dürfen, dass es für GrundschülerInnen mit wenigen bis gar keinen Vorkenntnissen bereits entsprechende Hilfen gibt – ebenfalls seit Jahren.

Doch nun gibt es neue sog. Fachoffensiven – auch das soll wohl suppi klingen – in den Fächern Deutsch und Mathe.

Zitat-Auszug von der NRW-Webseite zu dem Thema – verantwortlich Ministerin Yvonne Gebauer:

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer hat die neuen Fachoffensiven Deutsch und Mathematik für die Grundschule vorgestellt: „Die Landesregierung hat mit dem Masterplan Grundschule bereits im vergangenen Jahr ein umfassendes Programm zur Stärkung der Grundschule gestartet. Die Fachoffensiven für Deutsch und Mathematik sind ein zentraler Baustein davon. Wir richten damit die Aufmerksamkeit auf die Stärkung der Fachlichkeit. Gezielt werden wir die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen stärken, damit unsere Kinder die besten Bildungschancen erhalten.“

https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministerin-gebauer-mit-den-fachoffensiven-deutsch-und-mathematik-staerken-wir-das

https://www.schulministerium.nrw/fachoffensive-deutsch

Aus dem Zitat löse ich mal diesen Satz heraus:

„… Wir richten damit die Aufmerksamkeit auf die Stärkung der Fachlichkeit. …“

Was bitte schön bedeutet das?

Und diesen:

„… Gezielt werden wir die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen stärken, damit unsere Kinder die besten Bildungschancen erhalten.“

Was bitte schön wurde denn bisher gemacht?

Das erinnert mich irgendwie an SAT1 FilmFilm. Oder daran, dass wenn man blöd ist eben blöd ist und nicht blödblöd.

Man muß Kernkompetenzen in der Grundschule nicht stärken. Die Kinder sollen gut und brauchbar lesen, schreiben und rechnen können. Basta.

Und das sollte eigentlich seit Erfindung der Grundschule so sein.

Und hier der Quatsch in einer Fortsetzung:

https://www.schulministerium.nrw/masterplan-grundschule

Zitat-Auszug:

Eine Handreichung für einen systematischen Rechtschreibunterricht und ein Grundwortschatz, mit dessen Hilfe Schülerinnen und Schüler die zentralen Regeln der Rechtschreibung erlernen können, wurde allen Grundschulen im Sommer 2019 zur Verfügung gestellt. Ab dem Schuljahr 2021/22 sind sie im Kontext der Weiterentwicklung der Lehrpläne verbindlich.

Was bitteschön passierte vor 2019 als man den Grundwortschatz noch nicht gehandreicht hatte?

Und da isser ja der passende Fonds dazu:

Damit das Ziel „Stärkung der Fachlichkeit“ erreicht werden kann, wird ein „Grundschulfonds“ aufgelegt. Dieser ermöglicht prozessbegleitende Unterstützungsprojekte zu den unterschiedlichen fachlichen Aspekten. Bis 2025 werden hierfür über 12 Mio. Euro bereitgestellt.

Fazit:

Es besteht dringender Handlungsbedarf bei PommesbräternInnen. So haben sich die GrillstubenbetreiberInnen Deutschlands nun ein Fachbrat-Konzept ausarbeiten lassen und einen Zukunftsbrat-Fonds aufgelegt:

Die künftigen Pommesfach-Bratenden erhalten eine dezidierte Fachanleitung wie sie denn die Pommes a) aus der Großverpackung entnehmen sollen, b) die Pommes in das siedende Fett überführen sollen und c) nach dem Fach-Abtrofungsvorgang die Pommes in der Großschale entsprechend salzen sollen.

Meine Fresse. Ich glaube ich werde irre und gaga.

 

 

 

 

Grüner Kandidat: Willkommene Wahlk(r)ampfhilfe durch die Presse

Eigentlich müsste bei dem aktuellen Interview der WAZ mit dem Grünen Spitzenkandidat für die Bundestagswahl Felix Banaszak eine deutliche Werbekennzeichnung drüberstehen. Mit 16 Kurzantworten wird ihm, und das kurz vor der Wahl, 16mal die Möglichkeit gegeben sich so flauschig-kuschelig darzustellen, als handelte es sich um LENOR-Werbung mit Guido Maria Kretschmer.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/felix-banaszak-frueher-war-nicht-alles-besser-in-duisburg-id233151933.html

Er und seine Grünen-Kollegin Kaddor, die ebenfalls antritt und in den Bundestag möchte, waren jedenfalls trotz mehrerer Anfragen nicht bereit mir ein Interview zu geben. Das wäre allerdings auch wesentlich anders ausgefallen.

Wie kann es also sein, dass man derartiges WischiWaschi anbietet, sowohl von Seiten der Presse als auch von Seiten des Kandidaten? Wahrscheinlich geht es lediglich darum das eine Ziel zu erreichen und in den Bundestag zu kommen. Egal wie.

Inhalte usw. sind dabei lediglich nachrangig. So antwortet Banaszak wohlfeil auf Frage Nr. 7 nach Duisburgs grösster Stärke wie folgt (Zitat):

„Duisburg kennt Wandel, Duisburg kann Wandel, und Duisburg war immer dann besonders stark, wenn wir zusammengehalten, uns untergehakt und angepackt haben.“

Meine Fresse was für ein Gelaber. Genau diese Antwort ist so schwachsinnig, dass es weh tut. Das sagt einer mit Baujahr 1989. In meiner Welt würde das einer mit Baujahr 1950 und früher sagen.

Wir brauchen keine Allgemeinplätze und Wohlfühlfloskeln schon mal gar nicht von 31jährigen, doch anscheinend ist man seitens der Grünen auch noch immer der Meinung dass „Einlullen“ vor der Wahl hilft.

Fazit:

Was bitteschön sollen solche Formate angesichts der Lage in der wir uns befinden? Meine Antwort auf die Frage nach Duisburgs grösster Stärke lautet:

„Den Schwachsinn der politisch hier abgeht so lange auszuhalten.“

 

 

 

Katastrophe, Spreizgeräte sowie Extra-GVs und Link-Belobigungen aus denen nichts wird

Das hat das Team um DuisburgKontor-Boss Kluge ECHT schwer getroffen. Völlig unerwartet erfuhr man gestern, dass die ECHT-Kampagne doch nicht für den Marken-Award der Marketing-Zeitschrift „absatzwirtschaft“ in Frage kommt. Ich berichtete bereits. Letzte Begründung nach heutigem aufgeregtem Telefonieren zwischen Kluge und der Award-Jury: Das Ding ist eine Kampagne aber keine Marke.

Das führte dann schlußendlich nach unbestätigten Aussagen zur Katastrophe in den Räumlichkeiten von DuisburgKontor. Teammitglieder die jahrzehntelang an der rohrkrepierenden Kampagne getüftelt hatten, allerdings unter Zuhilfenahme einer Agentur, bissen derart stark aus Frust in ihre Smartphones und Schreibtischunterlagen, dass die Feuerwehr Spreizgeräte einsetzen musste um die verklemmten Kiefer wieder zu öffnen. (Anmerkung: Wie gerne hätte ich das gemacht.) Sämtliche Büro-Fußböden waren mit feuchtgeheulten Papiertüchern und mit Beileidsbekundungen aus aller Welt übersät. An die Wände wurden Hilferufe à la „Wer will mich jetzt noch?“ gesprüht.

Alles in allem ECHT zum Heulen. (KICHER-KICHER-KICHER) Aber es kommt noch dicker.

Von Eheleuten und LebenspartnerInnen spontan versprochene Extra-GVs und Sonderbeischlafe wurden wieder abgesagt, OB Link weigerte sich sofort die üblichen öffentlichen Belobigungen auszusprechen. Dafür wurden öffentliche Kreuzigungen auf dem Rathausvorplatz sowie Auspeitschungen an der neuen halbfertigen „#DU-Schriftskulptur“ vor dem Bahnhof unverzüglich angedroht.

In einem letztem Aufbäumen formulierte ein 30-köpfiges PR-Spezialeinsatzkommando unter der Führung von Patrick Kötteritsch ein Pressestatement, das ich auf keinen Fall niemandem vorenthalten will.

Die erste Reaktion darauf von einem guten Bekannten: „Pampig, provinziell, peinlich.“

Die zweite Reaktion darauf von mir: „Tja, sie beschäftigen sich eben mit Nebensächlichkeiten (intensiv) und sind sauer, weil Ihnen selbst (nur Ihnen) der Award geholfen hätte. Das entlarvt sie doch hervorragend.“

Dritte Reaktion von einer alleinerziehenden Dreifachmutter mit drei Minijobs: „Anscheinend holen die sich ständig selbst einen runter, zumindest verbal, und das geht eben manchmal schief. Duisburg bringt das gar nichts. Ausser Spesen nix gewesen.“

Hier nun das umfangreiche Geschreibsel von DuisburgKontor für die Presse:

Duisburg Kontor GmbH: Bestürzung und Unverständnis über Jury-Entscheidung des Deutschen Marken-Awards 2021

 

Mit Bestürzung und Unverständnis haben Geschäftsführung und Team der Duisburg Kontor GmbH zur Kenntnis genommen, dass es in der Kategorie „Beste neue Marke“ des ABSATZWIRTSCHAFT Marken-Awards völlig überraschend zu keiner Preisverleihung gekommen ist. Duisburg Kontor und die Werbeagentur Cantaloop als Projektpartner waren zuvor mit der neuen Marke „Duisburg ist echt“ von der Jury für den Preis in dieser Kategorie nominiert worden. Daneben war als weiterer Kandidat das Verkehrsunternehmen Bentheimer Eisenbahn aus Nordhorn ebenfalls nominiert worden.

Verärgert reagierte man in Duisburg vor allem auf die widersprüchlichen Begründungen für die Entscheidung: In Veröffentlichungen dazu heißt es von Seiten der Jury, die Einreichungen seien vor allem durch sogenannte Marken-Relaunches geprägt gewesen. Die Marke sei nachweislich neu, betonen hingegen die Verantwortlichen. „Unsere Marke Duisburg ist echt wurde mit einem umfangreichen Beteiligungsverfahren vollständig neu entwickelt“, erklärt Duisburg Kontor-Geschäftsführer Uwe Kluge. Auf Nachfrage teilte ihm die Geschäftsführung der Handelsblattgroup, zu der die Fachzeitschrift ABSATZWIRTSCHAFT gehört, hingegen mit: Die Jury war am Ende einer langen Diskussion der Ansicht gewesen, dass es sich bei Duisburg ist echt um eine Kampagne und nicht um eine neue Marke handele. „Unsere Bewerbung für den Marken Award in der Kategorie Beste neue Marke ist vor der Nominierung von der gleichen Jury geprüft worden“, so Kluge. „Wir stellen uns auch im Finale jedem Wettbewerb. Aber wenn das Finale mit einer so kruden Begründung abgesagt wird, dann gibt es keinen Gewinner“, sagt Kluge. Und Tom Hoffmann, Geschäftsführer der Werbeagentur Cantaloop, ergänzt: „Duisburg ist echt steht als eigenständige Dachmarke für verschiedene Kampagnen, die bereits erfolgreich abgeschlossen werden konnten.“ Als Beispiel nennt er die Kampagne Duisburg ist echt solidarisch, die während des ersten Lockdowns mit Erfolg an den Zusammenhalt der Menschen in Duisburg appelliert habe. Kluge und Hoffmann sind sich einig darin, dass der Anspruch an die Professionalität bei den Bewerbern um den Award auch für den Wettbewerb und seine Durchführung selbst gelten sollte. „Denn der eigentliche Verlierer hier ist die Glaubwürdigkeit des Marken Awards und seiner Jury“, resümieren die beiden Geschäftsführer.

Hinweis: Interviews mit dem Geschäftsführer der Duisburg Kontor GmbH, Uwe Kluge, sind kurzfristig telefonisch möglich, bitte wenden Sie sich dazu an Frau Pinar Abut-Kaya unter 0203-2854426. (Anmerkung von mir: Ich habe bereits angefragt.)

 

Zum Hintergrund:

Die neu entwickelte Marke „Duisburg ist echt“ wurde von der Jury des Marken-Awards der Zeitschrift ABSATZWIRTSCHAFT und des Deutschen Marketing Verbands für den Preis in der Kategorie „Beste neue Marke“ nominiert. Ebenfalls nominiert war die neu eingeführte Marke „Regiopa“ des regionalen Verkehrsunternehmens Bentheimer Eisenbahn aus Nordhorn. Insgesamt wurden zunächst zehn Bewerbungen in fünf Kategorien für die Finalrunde nominiert. Bei der Bekanntgabe der Preisträger am 24. August 2021 hieß es dann, man habe sich nachträglich dazu entschieden, in der Kategorie „Beste neue Marke“ in diesem Jahr keinen Preis zu vergeben, da die Einreichungen vor allem durch Marken-Relaunches geprägt gewesen sind und weniger durch tatsächliche neue Marken.

Das weisen die Verantwortlichen zurück und verweisen darauf, dass ihre Bewerbungen es kaum ins Finale geschafft hätten, wenn nicht belegbar wäre, dass die Marke neu sei. Schließlich sei es zudem die gleiche Jury gewesen, die die Nominierungen zuvor festgelegt habe und nun die Kategorie zurückziehe.

 

Und schon wieder ein Städtevergleich

Neben Corona gibt es anscheinend noch andere Viren. Ein ganz besonders gefährlich grassierendes Virus grassiert in puncto Städtevergleichen. So wollen plötzlich unheimlich viele wichtige Leute die deutschen Städte miteinander vergleichen. Aktuell anhand von Cappuccino-Preisen.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/staedtevergleich-so-teuer-ist-der-cappuccino-in-duisburg-id233138975.html

Hier noch ein paar Vorschläge für weitere Vergleichskriterien:

-durchschnittliche Möhrenlänge an jedem dritten Gemüsestand auf mittwöchigen Märkten

-Urin-Gestankskala in U-Bahnschächten an Strassen deren Strassennamen mit „Y“ beginnen

-doofster OB

-Anzahl der aus Holland stammenden kastrierten Dackelrüden die älter als 10 Jahre sind

 

 

 

Kunst & Kultur: Kulturfrachter LORIN legt in Duisburg an

Kulturfrachter LORIN – im Innenhafen Duisburg, Höhe Schifferstraße 48 / Landesarchiv NRW – vom 20. bis zum 23. August

Die LORIN in Rotterdam

Vom 20. bis zum 23. August ist der Kulturfrachter LORIN zu Gast im Duisburger Innenhafen. Auf der Höhe der Schifferstraße 48 liegt das Schiff vor Anker und überrascht mit unterschiedlichen Kulturangeboten auf und unter dem Deck. Anmari Mëtsa Yabi Wili, Pianistin und interdisziplinäre Künstlerin aus der Schweiz, entwickelt jedes Jahr ein neues Projekt. Dieses Jahr heißt es LP21 – true? und ist inspiriert vom Magier-Duo Siegfried & Roy.

Am Innenhafen vor dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, gegenüber dem Kultur- und Stadthistorischen Museum, legt die LORIN für vier Tage einen Stopp auf ihrer langen Fahrt von Rotterdam (Niederlande) nach Basel (Schweiz) ein. Kulturinteressierten wird die Möglichkeit geboten, unterschiedliche Konzert- und Installationsformate an dieser außergewöhnlichen Location zu Wasser zu genießen.

Performance Drive

Das Herzstück des gebotenen Programms liefern die schillernd und magisch anmutenden Performancefahrten „Lorins Promenaden“. Nach Einbruch der Dunkelheit floatet der Kulturfrachter im Innenhafen und bespielt als wandelnde Klang- und Lichtinstallation die Uferpromenaden. Dabei setzen sich die Performancefahrten, inspiriert vom Magier-Duo Siegfried & Roy, thematisch mit den verschiedenen Facetten von Magie, Illusion, Show, Varieté und Zirkus auseinander. Komponist der Musik ist Adrian Laugsch, alle Visuals und Kostüme stammen von Anmari Mëtsa Yabi Wili. Ausgeführt werden die Performance Drives vom „e n s e m b l e d r iv in g s o u n d s & a r t s“.

Cargo Space Concerts und Cargo Space Gallery

Zusätzlich werden im Frachtraum des Schiffes, dem sog. Cargo Space, verschiedenartige Konzerte und Installationen veranstaltet. Sie wenden sich an ein Publikum das sich für zeitgenössische Kunst und Neue Musik interessiert und laden zum Austausch ein. Die Galerie umfasst eine Sound-Visual-Installation von Adrian Laugsch und Anmari Mëtsa Yabi Wili.

Für die Konzerte mit Piano Duo werden zwei unterschiedliche Programme geboten: Im einen werden mit „101 Jahre“ Bruno Maderna, der Pionier der italianischen Avantgarde Musik gefeiert, im Zusammenspiel mit dem polnisch schweizerischen Komponisten Konstanty Regamey. Das Piano Duo wird um Sopran und Bassbariton zu einem Quartett erweitert.

Im zweiten Konzert wird „Minimal“ von James Tenney und Steve Reich mit Improvisation kombiniert.

Kunst und Musik im öffentlichen Raum

Während reguläre Konzerte weitgehend unmöglich sind, ist das Konzept der Performancefahrten aktuell ein geeignetes Format, Kunst und Musik im öffentlichen Raum erlebbar zu machen. Bei allen Formaten achtet das Ensemble auf die notwendigen Hygienevorschriften sowie genügend Abstand untereinander und zum Publikum auf und unter Deck.

Termine:

Fr., 20.08. 14:00 bis 18:00 Uhr Vernissage / 16.30 Uhr Performance Talk with the Boas / 21:45 bis 22:45 Uhr Performance Drive

Sa., 21.08. 14:00 bis 18:00 Uhr Galerie / 16.30 Uhr Performance Talk with the Boas / 21:45 bis 22:45 Uhr Performance Drive

So., 22.08. 14:00 bis 18:00 Uhr Galerie / 16.30 Uhr Performance Talk with the Boas / 20:00 bis 21:00 Uhr Konzert: 101 JAHRE BRUNO MADERNA en Compagnie KONSTANTY REGAMEY

Mo., 23.08. 14:00 bis 18:00 Uhr Galerie / 16.30 Uhr Performance Talk with the Boas / 20:00 bis 21:00 Uhr Konzert: MINIMAL PIANO DUO – PARALLEL PATHWAYS

Weitere Informationen gibt‘ s hier:

www.drivingsoundsandarts.com

www.lorinspromenade.com

www.musicdiversity.ch