An der IMD wird deutlich: Viele städtische Mitarbeiter haben die innere Kündigung abgegeben

Das was sich zur Zeit bei der IMD abspielt ist im Prinzip stellvertretend für viele Bereiche der Stadtverwaltung. Die beiden Chefs die mit so viel Tamtam und Vorschußlorbeeren vor wenigen Jahren gekommen sind bzw. geholt wurden haben die IMD-Karre nicht aus dem Dreck bekommen.

Jetzt müssen sie gehen.

Beim städtischem Immobilienmanagement IMD zeigt sich, dass es nicht ausreicht, einfach die Spitzen zu wechseln, wenn der Rest darunter nicht stimmt. Der CDU-Ratsherr Overdick war ein Griff in die Tonne und der angebliche Branchenprofi Weber, davor in der Privatwirtschaft in München, genauso.

Dass das IMD derart desolat dasteht hat zwei wesentliche Gründe: 1. Zu viel Arbeit für zu wenige Menschen und 2. keine klaren Strukturen und Zuständigkeiten. Das erste bedingt das zweite.

Die Unzufriedenheit des IMD-Personals äussert sich zwangsläufig in hohem Krankheitsstand was bei der Stadtverwaltung zu einer Quote von rund 10 Prozent beiträgt. Viele MitarbeiterInnen sind im Stress wegen Arbeitsüberlastungen  und frustriert. Wenn sie dann noch lesen müssen was eine popelige GF der wfbm „verdient“ hat, dann ist das Faß voll.

Der Fisch stinkt vom Kopf und man muß sich fragen ob OB Link noch Herr der Lage ist. Beteuerungen und PR der letzten Zeit sowie Versprechungen das alles besser wird reichen nicht mehr aus.

Der neue Personaldezernent Martin Murrack, auch zuständig fürs Digitale muß nun liefern. Aber wie soll das gehen, wenn er ständig in  China und Taiwan rumturnt sowie Vorträge zu SmartCityDuisburg hält? An der Stelle wird auch deutlich wie schwachsinnig es ist derartige Aufgaben zusammenzulegen.

Könnte denn nicht mal unsere politische Vertretung einschreiten: der Rat der Stadt? Ach nein, ich vergaß, da sitzen ja die paar Strippenzieher aus den Parteien die den ganzen Mist seit Jahren verbocken und vor die Wand fahren, weil sie nur die ihnen genehmen Kandidaten verpflichten die möglichst wenig eigene Ideen haben dürfen, das richtige Parteibuch und und und.

Da böte sich doch an auch dafür die Flüchtliche, Migranten, Ausländer, Clans und sonstigen Sündenböcke zu beschuldigen.

Ja, sie basteln uns die Welt wie sie uns gefällt.

 

 

2 Antworten auf „An der IMD wird deutlich: Viele städtische Mitarbeiter haben die innere Kündigung abgegeben“

    1. Ich hab was Aktuelleres mit Mottek-PR-Bild: https://www.waz.de/staedte/duisburg/staedtischer-immobiliendienst-soll-zurueck-ins-rathaus-id213999205.html

      Die Probleme der IMD gibt es scheinbar schon ewig. Ich frag mich allen Ernstes wieso das nicht in den Griff zu bekommen ist. Sicherlich hat man Personalengpässe und alles was damit einhergeht, aber scheinbar wurde und wird da nicht gegengesteuert.
      Wieso eine Wiedereingliederung in die Verwaltung Abhilfe schaffen soll ist mir schleierhaft. Denn gerade erfahren wir ja durch die übliche Presse dass verwaltungsweit(!!!) ein Krankenstand iHv 10% herrscht. Der Fisch stinkt also vom Kopf und das überall.
      Was sollte sich also ändern wenn der Kopf bleibt? Die Stadt spart am Personal und die Bürger müssen es ausbaden. Ende der Durchsage. Gegenmittel wäre also die Erhöhung des Personalbestandes. Das kostet Geld, aber welche Alternativen gibt es? Vielleicht sollte man die gesamte Verwaltung mal auf den Kopf stellen und auf ihre Abläufe, Zuständigkeiten und Potentiale hin überprüfen. Und einige unfähige Spitzen-Leute „rauswerfen“.

      Ein Vergleich von Kommunen hinsichtlich der Vollzeitäquivalente im Verhältnis zu Einwohnern könnte helfen. Ergänzt um einen Vergleich der bei städtischen Betrieben, Eigenbetrieben UND Beteiligungen(!!!) beschäftigten Personen.

      Ich habe die aktuellen Zahlen nicht parat, aber Düsseldorf hat bei fast 600.000 EW, also 1,2 mal so vielen EW wie Duisburg, einen Personalstand von ca. 9.500 Leuten, Duisburg nur von 6.500 Leuten. Wieso kann sich Düsseldorf das leisten fast 1,5mal soviele Leute zu beschäftigen wie Duisburg? Nun der Grund ist Zahl der Erwerbstätigen, der Leute in Lohn und Brot, da siehts in Düsseldorf eben besser aus.

      Wenn man dann aktuell lesen muß, dass Beamte sich möglichst schnell wieder aus Duisburg versetzen lassen und Lehrer erst gar nicht hier hin wollen, dann wird einem klar worin die wahren Ursachen zu finden sind. Duisburg ist eben nicht „top“ bzw. wird nicht top vermarktet.

      Um die Gründe dafür aufzuzeigen, bräuchte ich jetzt ein paar Stunden. Nur so viel: Vergleichen Sie mal die „Kö’s“! Oder fragen Sie mal wofür Duisburg steht: LoPa-Katastrophe(Tod und Leid), Schimanski(leider auch schon tot), Binnenhafen(tot für alle die nicht dort in fast menschenleeren Hallen arbeiten oder mit LKWs durch die Gegend fahren), Marxloh(vegetiert so vor sich hin) … dann ist schon Ende im Gelände.

      Innenstadt – Warum soll ich hin wenn ich nicht unbedingt muss?
      Innenhafen – s.o.
      Gastroviertel – nein
      Studentenviertel – nein
      Kultur- und Künstlerszene – nein bis marginal
      Rotlichtviertel – ja
      Events – immer die selben
      Sehenswürdigkeiten – vielfach dem Erdboden gleichgemacht
      Masterpläne – spriessen wie Pilze, aber nichts Konkretes ausser Rumgelaber
      SmartCityDuisburg heisst lieber DuisburgSmartCity
      Der OB – so aufregend wie Pumuckels Meister Eder
      Politik – Groko – Gähn
      Opposition – quasi nicht vorhanden
      Presselandschaft – besser nicht
      ausserparlamentarische Kritik/Politik – ausser DUISTOP nichts
      Krankenstand Verwaltung – viel zu hoch
      Bezahlung der Manager – auch viel zu hoch
      Qualität der Manager – steht in gar keinem Verhältnis zur Bezahlung
      ÖPNV und Verkehr – Wo krieg ich die Flugtaxi-Lizenz? Bei der Verwaltung, aber die sind z.Z. alle krank.