Der unerträgliche Herr Sauerland

Derzeit gibt es in der Tagespresse Verlautbarungen einiger Beteiligter rund um den LoPa-Gerichtsprozess. So meinen u.a. der Oberstaatsanwalt und auch ein Anwalt der Nebenklage, dass sich der Ex-OB unsäglich verhalte und seine Zeugenaussage nur so von Selbstgerechtigkeit strotze.

Das alles ist für viele Duisburger wenig neu und wenig überraschend. Dass Herr Sauerland eigentlich auf die Anklagebank gehöre ist eine der Forderungen die jeweils gleichzeitig dazu erhoben wird.

Ja, ich finde auch er hat sich wenig gekümmert, trotz seiner damaligen Stellung und der damit einhergehenden Verantwortung und Verantwortlichkeiten. Man kann ihm sicher vorwerfen seine Aufsicht sträflich vernachlässigt haben, zum einem weil er angeblich ja selbst gegen die LoPa gewesen sei – allein deshalb hätte er als OB schon eine Auge mehr als üblich auf alles rund um das Event werfen sollen – und weil er sich nicht blindlings auf die Qualität seiner Leute verlassen konnte, da diese eine derartige Veranstaltung noch nie zuvor gemanaged hatten.

Ich würde tatsächlich prüfen ob das nicht einer gesonderten Anklage bedarf.

Im Falle eines LoPa-Gelingens, hätte sich der Mann sicherlich nicht so klein und unbedeutend gemacht wie er es nun tut. Er hätte sich feiern lassen.

Dass es in einer denkwürdigen Ratssitzung danach  keine Mehrheit für ein Abwahlverfahren gab ist zumindest genauso bemerkenswert. Die Ratsleute die damals dem OB den Rücken gestärkt haben sind ebenso verachtenswert wie er selbst.

https://sessionnet.krz.de/duisburg/bi/getfile.asp?id=1459200&type=do&

2 Antworten auf „Der unerträgliche Herr Sauerland“

  1. Neben Herrn Sauerland wäre es auch die PFLICHT der Mitglieder des Stadtrates gewesen, die weitere Planungsvorbereitung der LoPa zu verfolgen und die Entwicklung zu hinterfragen , immerhin haben sie ja mehrheitlich das Event gewünscht !! Einige dieser Herrschaften hätten alleine durch ihre Wohnlage (so z.B. hinter dem Polizeipräsidium etc.) Ortskenntnis haben müssen – ein maues Gefühl in der Magengegend besagter Ratsdamen/herren setze ich als ebenfalls ortskundiger Anwohner einfach mal voraus-.

    1. @Frank Nohl:
      Ich teile Ihre Ansicht zum Stadtrat. Hier zeigt sich wahrscheinlich der Nachteil des Fraktionszwangs. Lieber mal wieder das GG §38 lesen. Und natürlich auch sonstwie das Gehirn einschalten und einschreiten – falls nötig. Voraus- und nacheilender Kadevergehorsam war für die Demokratie noch nie gesund.