2017 gab es nur 39mal Verwarngelder wegen Hundekots in Duisburg

Nach einem Artikel in der NRZ zu den Höhen der Strafen für Verkotung durch uneinsichtige bzw. rücksichtslose Hundebesitzer, wollte ich mal wissen, wie viele erwischt wurden. Wie ich bei der erstaunlich schnellen Antwort auf meine Anfrage über fragdenstaat.de feststellen musste, waren es nur 39 Verwarnungsgelder.

Viel zu wenig, für den Anteil von rücksichtslosen Menschen, aber das Problem dürfte sein, dass viel zu wenig Personal zur Verfügung steht und dieses dann auch noch an der richtigen Stelle sein muss.

Vielleicht wäre es abschreckender, wenn erwischte Verkotende mal säubern müssten. Also Scheiße aufsammeln. Hätte die Stadt auch sicherlich mehr von.

Ähnlich könnte man auch mit anderen Vermüllenden verfahren. Diese Erfahrung dürfte lehrreicher und abschreckender sein, als ein Verwarngeld.

Auch in meinem Blog veröffentlicht: http://ulrics.blog/2018/05/26/2017-gab-es-gerade-39-hundekotverwarngelder-durch-duisburg/

 

Autor: ulrics – Ulrich Scharfenort

 

Eine Antwort auf „2017 gab es nur 39mal Verwarngelder wegen Hundekots in Duisburg“

  1. Die Idee ist gut, doch wie wäre es sie auszuweiten auf die Verwarngeld-Höhe gesamt, Sie sprechen ja auch Vermüllungen anderer Art an. Wenn ich durch den Wald gehe oder Strassenränder sehe, bzw. Parkplätze. ZB die Zufahrt zum Rhein i.d.N. des Tiergnadenhofs. Auch werden seitens der Stadt die Müllbehälter nicht regelmässig geleert. Man dürfte wissen wann sich diese besonders füllen.

    Auch die Vermüllungen/Feuer-Beschädigungen durch grillende Mitbürger zB an der Sechs-Seen-Platte werden nicht wirklich verfolgt und geahndet.

    Oder was teilweise in der City abgestellt wird. Verpackungsmüll von den Händlern selbst. Was in Seiteneingängen oder in U-Bahnschächten liegt. Oder wie sieht es mit den Müllkippen in Marxloh etc.(Hinterhöfen aus)?

    Soweit ich weiß gab es doch mal die Losung „Beseitigung von wilden Müllkippen binnen 24 Stunden“. Gibt es das – noch?

    Beim Hundekot bin ich zweigespalten, denn die Stadt kassiert bei der Hundehaltung mit(Steuer) und sollte dieses Geld direkt für Massnahmen (Kotplätze, Beutelspender) und Kontrollpersonal ausgeben.

    Ich habe noch nie eine Werbemaßnahme gesehen die die Hunde-Halter zB mit warnenden Hinweisen versorgt. Ein Flyer wäre ausreichend.

    Zwischenfazit: Ein Fisch stinkt vom Kopf und wenn die Stadt selbst nicht rigoros ist, wie soll dann von ihr eine Vorbildfunktion ausgehen?

    Das fängt zB bei den Märkten an, geht weiter über die Händler, die öffentlichen Müllbehälter. Ich würde auch die Stadt auffordern aufzuzeigen wie sie selbst in der Verwaltung für Müllvermeidung sorgt.

    Auch wären Belohnungen für Müllvermeider nötig(Händler die keine Plastiktüten mehr ausgeben) oder die, die Müll freiwillig beseitigen (Müllsammelaktionen). Auch an Schulen sollte mehr Sensibilität gelehrt werden, schon von klein an.

    Die Palette ist reichhaltig, aber solange eine Stadt nur vier innerstädtische Luftmessungsstellen hat, Bäume en masse abholzen lässt, Naturschutzgebiete dem Mammon opfert, nur wenigen Zahlungskräftigen das Wohnen am Wasser ermöglichen will und ein Umweltkonzept hat, das diametral anders lautet, solange begreift doch niemand wie ernst es denen da oben ist mit Müllvermeidung, Umweltschutz, Naturschutz usw.

    Und Personal könnte ja durch die Hubertus-Heil-Initiative, Langzeitarbeitslose in Lohn und Brot bringen zu wollen, bezahlt werden.

    Vor einigen Jahren habe ich mal in Mülheim(da komme ich her – wohne seit 2010 in Duisburg) einen Anlauf gemacht und die Verwaltung zu mehr Aktivitäten bei wilden Müllkippen aufgefordert. Ein Rohrkrepierer.

    Hauptgegenargument: kein Geld = keine Leute

    Mein Vorschlag ging/geht dahin, die Verwarngelder drastisch zu erhöhen, die Beseitigung(wenn möglich) direkt vor Ort durchführen zu lassen(Ihr Vorschlag) und von allem Bilder anzufertigen und diese ins Netz zu stellen. Andererseits könnte man auch Bilder zeigen wie schön es kann, wenn Flächen nicht verdreckt sind.

    DUISTOP würde sich hervorragend dafür eignen Müllbilder zu zeigen.

    Von den erhöhten Verwarngeldern sollten dann auch Dinge direkt bezahlt werden, die der Verhinderung/Beseitigung dienen.

    Auch sollte man dauerhaft aufzeigen wie teuer uns alle der Schwachsinn Einzelner kommt.

    Ein Blick auf die Massnahmen in Mechelen/Belgien könnte ev. auch nicht schaden. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/mechelen-wie-bart-somers-die-dreckigste-stadt-belgiens-gerettet-hat-a-1191163.html

    Gruß

    Michael Schulze – DUISTOP-Redaktion