ECHT? Hat die DBI einer ansässigen Firma zum Wegzug geraten?

Die WAZ berichtete gestern über einen eigentlich für diese Stadt wenig kuriosen Fall von Verunmöglichung einer Geschäftserweiterung. Die Firma Grotex ist seit 2011 im Businesspark Niederrhein in Asterlagen beheimatet und will seit rund sechs Jahren den Betrieb erweitern. Haupttätigkeit des Unternehmens ist die Sammlung von Alttextilien und deren anschliessende Verwertung.

Doch die Stadt  hat an einer Betriebsvergrösserung und am Verbleib von Grotex in Duisburg anscheinend kein Interesse. Und dann soll sich irgendwann auch die DBI „eingeschaltet“ haben und den Betreibern den Wegzug aus Duisburg nahegelegt haben.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/article241971300/Firma-will-wachsen-und-fuehlt-sich-in-Duisburg-unerwuenscht.html

Mich interessieren bei dem Fall weniger die vielen Einzelheiten von angeblichen Listen auf denen sich ansiedlungs- und erweiterungswillige interessierte Unternehmen bei der Stadt eintragen können, von bestimmten Bevorzugungen bestimmter Unternehmen bei der Flächenvergabe, von einem Durcheinander dessen was die Stadt will, einmal kleinteilige Vermarktung von Flächen, dann wieder großteilige, usw usf.

Mich interessiert vor allem ob die DBI der Firma wirklich zum Wegzug geraten hat.

Deshalb meine Anfrage an die DBI direkt:

Guten Tag,

in diesem WAZ-Artikel

https://www.waz.de/staedte/duisburg/article241971300/Firma-will-wachsen-und-fuehlt-sich-in-Duisburg-unerwuenscht.html

wird berichtet, dass der Firma Grotex im BussinessPark Niederrhein in Asterlagen seit mehreren Jahren keine  Möglichkeit geboten wird ihren Betrieb zu vergrössern.
U.a. soll es auch einen Kontakt mit der DBI in der Sache gegeben haben wobei die DBI bzw. Mitarbeitende der DBI Grotex geraten haben sollen aus Duisburg wegzugehen.

Frage: Ist das korrekt und wenn ja, was steckt dahinter, welchen Grund gibt es für diesen Rat und welches Signal geht davon für andere Unternehmen aus?

Gruß

DUISTOP

Michael Schulze

 

 

Was laufen für merkwürdige Deals in Wedau?

Der alte und baufällige Bahnhof in Wedau soll nun ev. eine Feuerwache werden. So wird es derzeit unter der Hand, aber noch nicht offiziell von der Stadt, vermeldet.

Dazu aktuell Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske laut WAZ (sinngemäß): „Wir hätten einen Schandfleck an der Zufahrt zum Vorzeigeprojekt 6-Seen-Wedau.“

Klingt verdammt einleuchtend.

Sie meint damit einen unerwünschten Zustand, wenn der jetzige Lost Place weiter vor sich hingammelt, vergisst aber, dass 6-Seen-Wedau bisher nur am Reissbrett eine ausgemachte Sache ist.

Interessant an dem gesamten Vorgang ist auf jeden Fall dies hier: Man weiß seitens der Stadt ja bereits seit langem was in 6-Seen-Wedau geplant ist. Merkwürdig also, dass das Bahnhofsgebäude zwischenzeitlich noch von einem Unternehmen erworben werden konnte. Anscheinend hat man die Pläne dort Büros zu errichten verworfen und nun alles lieber an die Stadt oder die Gebag verkauft. So nehme ich es an.

https://www.24rhein.de/rheinland-nrw/deswegen-steht-in-duisburg-wedau-ein-geisterbahnhof-lost-place-im-ruhrgebiet-zr-92474747.html

Das erinnert mich an so viele Deals in dieser Stadt und ganz besonders stark an den Krieger-Deal. Der Möbelhändler durfte auch zuerst das Gelände am HBF, heute Duisburger Dünen genannt, kaufen, plante dort ein Outlet-Center, ließ dann die Brache „liegen“ und verkaufte abschliessend mit fettem Aufschlag den gesamten Summs an die Gebag – heute ist alles im Besitz der Tochter Gebag FE.

Den gesamten Fall, inkl. Verzicht der Stadt/des Stadtrates auf das Vorkaufsrecht, habe ich hier auf DUISTOP bereits ausreichend und mehrfach beleuchtet. Soweit ich mich erinnere tauchte der Begriff „Schandfleck“ auch diverse Male auf.

 

mulitipolar klagt gegen RKI und veröffentlicht nun Corona-Protokolle – allerdings stark geschwärzt

Das erst 2020 gegründete multipolar-Magazin hat das RKI auf die Herausgabe von Corona-Protokollen (bis einschließlich 4/2021) verklagt und nun im ersten Schritt diese auch erhalten – allerdings mit rund 1.000 geschwärzten Stellen. Das RKI will so wahrscheinlich einem abschliessenden Urteil zuvorkommen und, so meine Vermutung, Zeit schinden sowie mulitipolar beschäftigen. Streit-Kosten bisher: ca. 15.000 EURO – laut multipolar

Im Mai 2024 soll es in Berlin eine mündliche Verhandlung mit Beweisaufnahme geben. multipolar will alle Protokolle ohne Schwärzungen erhalten. Die Schwärzungen sind alle von der Gegenseite, wenngleich oftmals formalhaft, begründet worden.

Hier ist alles nachzulesen und das Magazin hat gleich auch bereits die bisherigen geschwärzten Protokolle inkl. Begründungen online zugänglich gemacht:

https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-protokolle-2

Geklagt wurde übrigens aufgrund des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG).

Tja, so läuft es ab, wenn man die Politik, in diesem Falle eine Nachfolgeeinrichtung des Bundesgsundheitsministeriums in einer Demokratie (= in Deutschland) um Auskünfte „bittet“.

Zur rechtlichen  Stellung des RKI lesen Sie bitte das hier:

https://www.gesetze-im-internet.de/bga-nachfg/BJNR141610994.html

Nun, wir leben aktuell in einem Land in dem die Bundesaussenministerin einen Privatmann wegen eines harmlosen Verhöhungsplakats der Beleidigung bezichtigt und verklagt, ich berichtete gestern, in dem ein recht krudes Demokratiefördergesetz in der Mache ist, in dem Millionen EURO für teils dubiose EmpfängerInnen im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie leben“ rausgehauen werden, in dem Verhöhnung von Politik und Staat in Verfolgung ausarten könnte und in dem ein längst überfälliges Bundestransparenzgesetz (steht im Koalitionsvertrag der Ampel) noch immer auf sich warten lässt.

Und nun kann sich jede/r DUISTOP-Leser/in sicherlich gut vorstellen was es mich allein kosten könnte, würde ich die vielen unbeantworteten Presseanfragen bei der Stadt tatsächlich einklagen.

Dann würde ich wohl auch in vielen Fällen erst einmal geschwärztes Zeugs erhalten und müsste solage weiterklagen bis ich tot umfalle. Das kann es nicht sein, vor allem weil ich auch noch mit meinem Geld gegen mein Geld klagen würde, denn die Stadt finanziert ihre Anwaltschaft ja sicherlich mit Steuergeld. Und sie wird versuchen die Besten zu bekommen die zu bekommen sind. Für mich sind diese Fachanwälte/-anwältinnen dann schon mal geblockt.

Tja, und schließlich ist es vor Gericht wie auf hoher See … oder analog wie  Forrest Gump meint: „Das Leben (= Gericht) ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.“

Fazit:

1.) Warum und wie kann es sein, dass man derart wichtige Dokumente nicht sämtlichst ungeschwärzt, ungekürzt und unbearbeitet allen Menschen zur Verfügung stellt um sich selbst ein Bild zu machen?

2.) Ist es ein Wunder, wenn Verschwörungstheorien entstehen und verbreitet werden?

3.) Müssten nicht alle demokratischen Kräfte erkennen (bzw. schon längst erkannt haben) welche fatalen Entwicklungen damit und mit weiteren ähnlichen Fällen in Gang gesetzt und befeuert werden?

Lesen Sie unbedingt auch dies hier:

https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-protokolle-1

Auszug/Zitat: Die im März 2020 verkündete Verschärfung der Risikobewertung von „mäßig“ auf „hoch“ – Grundlage sämtlicher Lockdown-Maßnahmen und Gerichtsurteile dazu – gründete, anders als bislang behauptet, nicht auf einer fachlichen Einschätzung des RKI, sondern auf der politischen Anweisung eines externen Akteurs – dessen Name in den Protokollen geschwärzt ist.

https://multipolar-magazin.de/artikel/wie-der-lockdown-nach-deutschland-kam

 

Geht’s noch? Und was ist wenn sie sich selbst verhöhnen?

Vor kurzem durfte man aus dem Munde von Bundesinnenministerin Nancy Faeser vernehmen, dass man -sinngemäß- gegen diejenigen die den Staat verhöhnen verstärkt vorgehen wolle.

Ich hatte das Thema bereits an dieser Stelle und darauf hingewiesen was verhöhnen bedeutet. In dem Sinne müssten sämtliche TV-Satiresendungen, sämtliche Karnevals- und Faschingsumzüge und politische Aschermittwoche  möglicherweise einer strikteren Verhöhnungskontrolle unterzogen werden.

Viel Spaß dabei.

Wie es einem ergehen kann der weniger Lobby hat als die Vorgenannten wurde nun vor Gericht ausgefochten. Dieses Satireplakat (s.u.) hängte ein Taxiunternehmer aus Bayern auf seinem Privatgelände auf, allerdings gut sichtbar an einer Bundesstrasse gelegen.

Darauf deutlich zu erkennen vier bekannte grüne PolitikerInnen. Soweit so komisch oder auch nicht. Oder auch nicht war dann wohl die Ansicht von Aussenministerin Baerbock, die Anzeige wegen Beleidigung gegen den Mann erstattete. Der wehrte sich und so kam es nun zum Prozess.

Zusätzlich ging es noch um ein zweites Plakat das der Beschuldigte ebenfalls aufhängte und das allein Robert Habeck zeigte, dem aufgrund eines bereits älteren Zitats von ihm „Unternehmen gehen nicht insolvent, sie hören nur auf zu produzieren.“  die spöttische Frage gestellt wird ob er bis drei zählen könne.

Ergebnis der juristischen Auseinandersetzung – bisher: Es handelt sich um  Meinungsäusserungen – Freispruch. Eine Berufung ist möglich.

Die ganze Sache macht nun bundesweit Schlagzeilen, wohl auch deshalb weil es die absolut undifferenzierte Dünnhäutigkeit aufzeigt mit der SpitzenpolitikerInnen inzwischen ausgestattet sein dürften.

Denn beide Plakate sind nicht nur gemäß §5 GG von der Meinungsfreiheit gedeckt, sondern sowohl satirisch ganz okay als auch ziemlich harmlos im Vergleich zu vielem anderen.

Mir stellt sich nun die Frage, ob sich jemand wie Frau Baerbock, die sich mit weitaus wichtigeren Dinge beschäftigen sollte, sich mit einer solchen Klage nicht selbst verhöhnt hat. Was ein Fall für Frau Faeser wäre.

Ich werde das mal lieber nicht weiter ausführen, sonst steht demnächst nächtens das SEK vor meiner Tür und macht mir und allen Nachbarn sowie sämtlichen verfügbaren Haustieren im Umkreis von drei Kilometern eine Gefährderansprache.

Ach Du meine Scheisse, ich glaube es ist bereits soweit, irgendwer bollert an die Haustüre. So, jetzt aber fix den Server „reinigen“.

Und morgen melde ich mich unbedingt gehorsamst beim Verhöhnungs-Gebietswart um künftig mitzuhelfen Schmäh-Plakate udgl. aufzuspüren und zu melden. Irgendwo hab‘ ich auch noch ’ne brauchbare Uniform.

JAWOLL. Ich bin schließlich ein guter Deutscher.

 

 

Punk macht nicht krank – Leben in der Selbstmordstadt – Kupferwerk Gold spielt in Duisburg

Die Duisburger Punkrock-Band »Kupferwerk Gold« sind am 22. März live im INDIE (Am Buchenbaum 41, Stadtmitte, gegenüber Hauptbahnhof) zu Gast und präsentieren erstmalig ihr neues Album „Leben in der Selbstmordstadt“ live in ihrer Heimatstadt.
Begleitet werden sie dabei von den Aschaffenburgern LAK.

Kupferwerk Gold setzen auf ihrem ersten Album Prioritäten: Schlagzeug, Bass, Gitarre, Gesang. Feierabend. 12 Stücke Punkrock hauen Sie dem Publikum um die Ohren. Kein Gramm Fett. Deutschsprachige Texte, gespeist aus Jahrzehnten Beton und Asphalt.

US Punklegende Jeff Dahl schreibt über Kupferwerk Gold, die einige seiner Songs für dieses Album mit eigenständigen deutschen Texten vertont haben: „They completely kick out the jams. Simply but, if my records have touched you in any way, I believe this will touch you in the same way. They did a fantastic job and I gladly approve of these recordings without reservation.”

Texte, wie das Leben sie schreibt. Punkrock, wie das Leben ihn braucht!

Vorgeschmack gefällig? Guckst Du hier!

 

Fachkräftezuwanderung: Der OB mit der besonders grossen Lachnummer

Kürzlich erst kritisierte kein ganz Unbekannter den OB als besonderen Hetzer und Spalter in Bezug auf Rassismus und Integration. Ich berichtete ausführlich. Diese Aussage blieb auf meine Anfrage sowohl beim OB als auch bei vielen seiner SPD-Partei-GenossenInnen vollkommen unwidersprochen.

Anläßlich des IFAR-Festes vom TIAD, dem hiesigen türkisch-deutschen Unternehmervereins, in der Merkez-Moschee, gab Link laut WAZ nun dieses von sich (Zitat):

„Wir brauchen gesteuerte Zuwanderung, weil sonst unser Wohlstand in Gefahr gerät.“

Alle waren und sind sich einig, auch die DBI die das Fest hauptsächlich sponsort, dass der Unternehmerverein mithelfen will, den Fachkräftemangel zu beseitigen. Weshalb er auch von MdB Mahmut Özdemir, vom OB und dem türkischen Generalkonsul in Düsseldorf Ali İhsan İzbul als wichtiger Bestandteil der Wirtschaft in Duisburg und in der Region gelobt wurde.

Na dann sind ja alle total glücklich, doch alle die aufmerksam die Situation in Duisburg verfolgen, müssten wissen wie verlogen das ist, besonders was Link, Özdemir und SPDler von sich geben.

Mitnichten ist man an Fachkräften interessiert, sonst würde man sich nämlich ganz anders verhalten.

Man will lediglich billige Saisonkräfte die man nach Lust und Laune ausbeuten kann. Oder tippitoppi Ausgebildete die aber ansonsten die Fresse halten.

Zu solchen Festivitäten holt man wie gewöhnlich immer das Sonntagsredenvokabular raus, doch im Alltag ist alles wieder reine Makulatur.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/article241907098/Fachkraeftemangel-Duisburg-Das-fordern-tuerkische-Unternehmer.html

Bitte gebt mir nur eine Idee wie das in Duisburg und in Deutschland funktionieren soll!

Hier zwei Spiegel-Beiträge allein von heute wie es nicht geht:

https://www.spiegel.de/panorama/fachkraeftemangel-und-fluechtlinge-warum-arbeiten-sie-nicht-a-72931800-512e-49a8-ac1d-aa99b9e92185

https://www.spiegel.de/panorama/einwanderung-in-deutschland-das-system-ist-in-manchen-regionen-zusammengebrochen-a-f79b0833-0dbb-4279-b903-da6e09898378

Fazit:

Würden Link und Co., wie z.B. die DBI, es auch nur im Ansatz ernst meinen, säßen in diesen Gremien ganz andere Leute:

DBI-Aufsichtsrat:

https://www.duisburg-business.de/ueber-uns/unsere-beirat-1-1

DBI-Beirat:

https://www.duisburg-business.de/ueber-uns/unser-beirat

Und auch hier wären ganz andere Partner engagiert:

https://buergerstiftung-duisburg.de/weiterbildung/partner/

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/karriere-in-duisburg-jobmesse-in-der-msv-arena_aid-108859579

Dass der TIAD bzw. die derzeitigen TIAD-Verantwortlichen das PR-Spiel für Link und Co. mitspielen kann ich nicht verstehen. Es ist längst an der Zeit mal ECHT Tacheles zu sprechen.

 

Vielleicht die nächste Chemie-Pleite? MHD Sudamin Nr. 2? Und die Stadt sitzt es wohl genauso aus wie damals.

Vor wenigen Tagen erst berichtete ein Gastautor über das Aussitzen in Sachen Grundwasserverseuchung in Homberg. Verursacht wohl von Sachtleben Chemie – heute VENATOR . Nun berichtet die RP aktuell über Managementfehler im Konzern, die soll es wohl schon lange geben.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-chemie-konzern-mit-jahrelangem-missmanagement_aid-108656143

Und neben den Verseuchungen des Wassers gibt es auch noch Altlastenflächen – zwei grosse sind mir bisher bekannt.

Inzwischen wurde ja bereits ein Umzug eines Teils der Produktion von VENATOR nach Krefeld bekannt, ich berichtete bereits, und auch Entlassungen sind geplant bzw. bereits im Gange.

Mich erinnern sowohl die Vorgänge (Wasserverseuchung etc.) als auch das Verhalten von VENATOR und der Stadt Duisburg, was ihr totales Schweigen auf meine Anfragen betrifft, an die Pleite der MHD Sudamin im Duisburger Süden 2005.

Jahrelang betrieb man Missmanagement und vor allem kümmerte sich niemand um die gefährlichen Dioxin-haltigen Stäube die unter freiem Himmel dort gelagert wurden. Die Aufsicht versagte vollkommen oder guckte weg und nach der Pleite mussten wir Steuerzahlenden mind. 50 Mio. EURO berappen um den Scheiß beseitigen zu lassen der sich durch Verwehung fast im ganzen Süden Duisburgs verbreitet hatte.

Auf dem Gelände befindet sich inzwischen ein Logport.

Ja so geht Stadtentwicklung in Duisburg. Kein Wunder also, wenn hier die Leute rund fünf Jahre eher sterben als anderswo.

Man kann es nicht anders sagen. Schuld daran sind meiner Ansicht nach auch die Verantwortlichen im Rathaus und bei der Aufsicht u.a. in Düsseldorf bei der Bezirksregierung.

Und nochmals: Auch in 6-Seen-Wedau dürfte der Boden nicht von allerhöchster Qualität sein nur weil inzwischen viel Wasser den Rhein runtergeflossen und viel Gras über die Sa… …äh… den Boden gewachsen ist.

Diese Art Konversionsflächen (Industrie-Brownfields zu Baugeländen) gibt es in Duisburg zuhauf, ebenso Altlasten für die wir alle ständig noch zahlen müssen (z.B. fürs Grundwasser-Monitoring).

Dass die Stadt auf meine Fragen auch diesbezüglich nicht antwortet, ebenso wie die Großbetriebe hier vor Ort nicht , ist da nur allzu verständlich.

Auch wenn manche Anliegen von mir ev. ziemlich unwichtig erscheinen, diese o.g. Anliegen sind es mit Sicherheit nicht.

Und zum Schluß noch dies:

Ganz anders wird mir immer wenn plötzlich nachhaltig-soziale Firmen sich nicht mehr an ihre dreckige industrielle Vergangenheit erinnern wollen.

Aber logisch, wir schauen alle besser nach vorn und retten Enkel. Oder überbetonen im Todesfall vor allem die ach so löblichen sozialen Ambitionen manches Menschen.

Und im Rat sitzen Typen die das alles wissen dürften aber so viel Rückgrat haben wie Gummibäume.

 

 

Duisburg auf der MIPIM und wahrscheinlich einige Urlaubshungrige auch – die Investoren straucheln derweil

Benkos Signa ist raus, quer durch die Republik. Tecklenburg ist raus, sowohl in „6-Seen-Wedau“ als auch im Innenhafen. Interboden ist raus am „Alten Angerbach“. Nun trifft es womöglich auch Soravia, wie Benkos Signa aus Österreich, involviert bei einem Großprojekt in Mülheim.

Mit hunderten Millionen Euro willl man im Stadtteil Speldorf auf dem ehemaligen Tengelmann-Gelände die „Parkstadt“ bauen, hat nun aber Probleme bei der Finanzierung.

Der österreichische Investor Soravia, hat wohl Schwierigkeiten, im Zuge der Immobilienkrise seinen Verpflichtungen gegenüber Kapitalgebern nachzukommen. Der Konzern bereitet angeblich die Trennung von Gesellschaften vor, die die eigene Kreditwürdigkeit eventuell belasten. Im Fokus dabei die in Hamburg residierende One Group, die unter anderem Geld für das Großprojekt in Mülheim einsammelte.

Die One Group, 2020 von Soravia gekauft, hat zur Finanzierung von Soravia-Bauprojekten nachrangige Namensschuldverschreibungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro emittiert. Dabei ließ sie allerdings offen, für welche der Vorhaben das Geld von Anlegern verwendet würde. In den Präsentationen der One Group taucht aber immer wieder das Mülheimer Projekt auf.

Am Anlageprodukt „Pro Real 10“ etwa konnten sich Anleger laut Verkaufsprospekt Mitte 2021 zu Anteilen von mindestens 10.000 Euro beteiligen. Eingesammelt werden sollten mind. 75 bzw. max. 250 Mio. Euro für Soravia. Versprochen wurde, als die Zinsen noch gering waren und die Krise im Bausektor noch nicht die jetzigen Dimension hatte, eine jährliche Verzinsung von 5,75 %.

Das Finanzierungssystem ist nun mächtig ins Wanken geraten. Für drei ihrer emittierten Vermögensanlagen erklärte die One Group bereits im Januar, die Zinszahlungen auszusetzen. Gleichzeitig stoppte sie den Vertrieb von fünf Anlageprodukten und auch Rückzahlungen von Geldern wurden gestoppt. Begründet wird das alles mit dem aktuell schwierigen Marktumfeld. Insbesondere die Zins- und Inflationsentwicklung führte zu einem Anstieg der Finanzierungskosten, was zu einer Stagnation der Immobilienmärkte und zu rückläufigen Immobilienpreisen geführt hat, so lautet es in einer Pflichtmitteilung der One Group.

Ich verzichte auf weitere Details die ähnlichen Vorgängen bei anderen sog. Investoren gleichen und uns allen mal wieder klar machen wie in dem Business vorgegangen wird und wie leicht dieses Vorgehen  ins Wanken gerät, wenn die schönen Vorausberechnungen nicht mehr stimmen.

Gebag-Chef Wortmeyer verkündete und versprühte angesichts dieser Gemengelage, die auch die Vermarktungen der Großbauprojekte in Duisburg betrifft, kürzlich noch allenthalben Frohsinn. Unisono der DBI-Chef Rasmus Beck.

Panik soll ja nicht aufkommen und beide müssen nunmal gute News und Top-Laune verbreiten. Zumindest solange bis am Immo-Himmel wieder die Sonne aufgeht. Alles so wie echte Investoren auch. Inves-Toren wäre eventuell viel angebrachter.

Was sie aber nicht bedenken ist der Umstand, dass sich gerade sämtliche Bedingungen die in den letzten Jahren, eigentlich seit dem Krieg, galten, fundamental ändern bzw. schon längst geändert haben. Man rechnet jedoch einfach mit einer dicken Delle und dann geht es suppi weiter wie vorher.

Da bin ich mal sehr skeptisch. So genügt ein Blick auf die Entwicklungen des Arbeitsmarktes, der Demografie usw. usf.

Dazu die extremen baulichen Anforderungen in bezug auf Klimawandel-Anpassung, Nachhaltigkeit usw.

Ich schätze mal der Duisburg-Tross in Cannes, Südfrankreich, wird sich die Strandlaune deshalb aber nicht verderben lassen.

Mit dabei sind Leute von der Gebag, der DBI, der DVV(?) und … vielleicht auch SPDlerInnen denen einfach der Sand in der Arschritze fehlt.

Wer weiß, vllt. ist auch Frau Bas kurz mal auf einen Abstecher dort und lässt sich die Haare richten.

Also „Glückauf“ oder wie es in Fronkreisch heisst: Putain de merde!

 

Link als grössten Hetzer und Spalter bezeichnet – wo bleibt die SPD-Team-Solidarität?

Ich berichtete vor einigen Tagen über die Vorwürfe von Burak Yilmaz in Richtung Sören Link. Laut DerWesten warf Yilmaz dem OB dies vor (Zitat):

„Wieso darf der größte Hetzer und Spalter, der Oberbürgermeister, überhaupt auf so einer Kundgebung reden? Wieso wird da jemand gefeiert, der in den letzten zehn Jahren NICHTS gegen Rassismus getan hat in dieser Stadt? Nichts – außer ihn mit seinen rassistischen Aussagen über Bulgaren und Rumänen salonfähiger zu machen!“

Anlaß war die Demo gegen RECHTS und für Demokratie am vorletzten Wochenende sowie die Rede des OB während dieser Veranstaltung.

Der OB hält sich bis heute zurück darauf öffentlich zu reagieren. Und auch von seinen Partei-GenossenInnen kommt nichts um ihn in Schutz zu nehmen.

Wo bleibt da die übliche Solidarität die die SPD-GenossenInnen doch sonst für alle und jeden an den Tag legen, wenn es Ihnen auch selbst nutzt?

Bei Link ist das wohl nicht der Fall, was mir doch ordentlich zu denken gibt.

Der Mann ist ja nicht irgendwer, sondern der OB von Duisburg.

Tja, ich habe alle wichtigen(!?) Leutchen der Duisburg-SPD angeschrieben (Bas, Özdemir, Philipp, usw.) und Link selbst auch. Doch bis heute gibt es keinerlei Reaktion, niemand will für unseren OB eine gutes Wort einlegen.

SCHNIEF – SCHNEUZ und HALLELUJA.

GLÜCKAUF-Fazit:

Wozu braucht man Feinde, wenn man Parteifreunde hat?

Ach übrigens, ich habe auch etliche Ämter angemailt, auch von dort Null Reaktion. Nicht eine/r hat zurückgemailt und sowas wie

„Grösste und beste Cheffe von die Welt“  oder „Ein OB den Duisburg braucht“

geschrieben.

 

 

Grundwasserverseuchung in Homberg: Um jeden Preis aussitzen!?

Sehr geehrter Herr Schulze,

es gibt zu o. a. Thema jetzt wieder etwas zu berichten.

In der Sitzung der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl am vergangenen Donnerstag (7. März 2024) wurden im Rahmen der Fragestunde für Einwohner folgende Fragen zum Thema „Grundwasserbelastung mit Schwermetallen in DU-Homberg“ an die Verwaltung gerichtet:

a) Was hat die Auswertung der Proben bzgl. der Gesamtschadstofffahne im 3. Quartal 2023 ergeben?

b) Ist die Ursache für die Veränderung der pH-Werte auf dem Werkstandort gefunden worden?

c) Gibt es eine aktuellere Karte über die Verteilung der pH-Werte, die der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann (letzter Stand: 10/2021; Quelle: https://www.venatorcorp.com/duisburg)?

d) Sind mittlerweile, in Kooperation mit dem LANUV, angepasste Grenzwerte zur Nutzung der privaten Brunnen für die Gartenbewässerung bestimmt worden?

e) Haben die vor kurzem seitens VENATOR bekannt gegebenen Planungen (Stilllegung der Titandioxid-Produktion am Standort Duisburg-Homberg, Entlassung von rd. 450 Mit­ar­beitern und weitere Transformationsmaßnahmen) Auswirkungen auf die Sanierungs­planung?

f) Zudem wurde angeregt, in den künftigen Sitzungen der Bezirksvertretung die jeweils aktuell erhobenen Grundwasser-Monitoringwerte für den Stadtteil Homberg vorzustellen, über Veränderungen sowie deren Auswirkungen und den Stand des Sanierungskonzeptes zu berichten. In Anbetracht der beunruhigenden Informationen, die die Bürger zu diesem Thema im vergangenen Jahr erhalten haben, dürfte es ein wichtiger Schritt in Richtung „Normalität“ sein, wenn in der Angelegenheit auch weiterhin auf Transparenz gesetzt würde.

Die Untere Bodenschutzbehörde der Stadt Duisburg nahm hierzu in schriftlicher Form wie folgt Stellung:

– Zu a) Die Auswertung der Probennahme im 3. Quartal 2023 zeigte keine relevanten Veränderungen. Die Probennahme erfolgt jährlich.

– Zu b) Die Untersuchung der Ursachen für die veränderten ph-Werte auf dem Werkstandort von VENATOR ist noch nicht abgeschlossen.

– Zu c) Es gibt keine aktuellere Karte über die Verteilung der ph-Werte im Gebiet Duisburg-Homberg.

– Zu d) Die Bestimmung angepasster Grenzwerte zur Nutzung privater Brunnen im Gebiet der Grundwasserbelastungen befindet sich noch in der Abstimmung.

– Zu e) Auswirkungen der Teilstilllegung im Werk Homberg von VENATOR auf die Sanierungsplanung sind nicht bekannt.

– Zu f) Die Untere Bodenschutzbehörde wird, wie in der Vergangenheit, über neue Entwicklungen in der Angelegenheit berichten, sieht sich jedoch aus personellen Gründen nicht in der Lage, selbst an den Sitzungen der Bezirksvertretung teilzunehmen und über Veränderungen sowie den Fortschrift des Sanierungskonzeptes zu berichten.

Fazit: Nichts Neues!

Bemerkenswert ist, dass das Thema nach der Sitzung im August 2023 bis zur Sitzung am vergangenen Donnerstag – also ein halbes Jahr lang – nicht mehr behandelt wurde und jetzt auch nur aufgrund der Einwohnerfragen. Zudem sind die Mitteilungen der Unteren Bodenschutzbehörde sehr einsilbig, obwohl es bestimmt zwischenzeitlich Besprechungen mit VENATOR gab, von denen man hätte berichten können. Stattdessen heißt es auf Nachfrage nur, es gäbe weder Änderungen zum Schadensbild noch sonstige neue Erkenntnisse.

Leider ist die einzige Person, die sich als Mitglied der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl proaktiv für dieses Thema eingesetzt hat, der im November 2023 verstorbene Klaus Radny (1. stellvertretender Bezirksbürgermeister, CDU-Fraktion). Alle anderen Mitglieder der Bezirksvertretung sind in dieser Sache nicht selbst aktiv geworden.

Mit besten Grüßen

Gastautor, Name ist der Redaktion bekannt

 

Im Nachgang noch dieses vom selben Gastautor:

Die größten Bedenken hinsichtlich VENATOR habe ich bzgl. der vorhandenen Deponien. Wir sprachen/schrieben schon einmal darüber. Wie man VENATOR überhaupt erlauben konnte, solche Massen an Stoffen einfach in der Landschaft zu lagern, verstehe ich nicht! Genehmigt hat das der Regionalverband Ruhr. Dessen Stärke ist nicht unbedingt der Umweltschutz, wie man auch aus der Genehmigung immer neuer Auskiesungsgebiete am Niederrhein ablesen kann.

Gruß

 

Worauf ich wie folgt erwiderte (hier nur auszugsweise):

Tja, wenn Sie sich mal -so wie ich- mit der Geschichte von „MHD Sudamin“ beschäftigen, dann fallen ihnen deutliche Parallelen auf, dort steht jetzt ein Logport. Für die Beseitigung der Scheisse (die Firma ging pleite) haben wir alle mind. 50 Mio. EURO berappt, und die die aufsichtsrechtlich nicht genau hingeschaut haben, haben den MHD-Pleitiers teils auch noch günstige Kredite verschafft.

Dort wurde unter freiem Himmel jahrelang der schlimmste Staub ungeschützt gelagert (dioxinhaltig!).

Geschichte wiederholt sich doch, Hauptargument sind die Jobs(!), denn mit Jobverlust drohen wahrscheinlich alle die hier in Duisburg mit Umweltschutz usw. belästigt werden.

Das Verursacherprinzip ist anscheinend vollkommen ausser Kraft gesetzt.

Wen wundert da noch die frühere Sterblichkeit von DuisburgerInnen – im Durchschnitt ca. fünf Jahre eher?

Statistiken die die Gebag den umworbenen DüsseldorferInnen in puncto 6-Seen-Wedau lieber vorenthält. Dafür wird derzeit auf der MIPIM die geplante Seilbahn abgefeiert.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-will-mit-der-urbanen-seilbahn-auf-der-mipim-punkten_aid-108675875

[Nachtrag 1 – 10.3.: UPPS, anscheinend wurde der Link  auf den RP-Artikel zwischenzeitlich unbrauchbar gemacht.]

[Nachtrag 2 – 11.3.: SCHWUPPS, der Link ist wieder funktionstüchtig.]

Meine zigfachen Anfragen an die Gebag und die Stadt in Bezug auf die möglichen Boden-Verseuchungen des Ex-Bahngeländes in Wedau wurden bisher nie beantwortet.

Vor zehn Jahren berichtete der Spiegel bereits über verseuchte Bahngelände:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/altlasten-tausende-grundstuecke-der-bahn-verseucht-a-944742.html

Warum sollte gerade Wedau eine Ausnahme sein? Und das seit Jahren beharrliche Schweigen von Gebag und Co. macht es auch nicht besser.

Gruss

M. Schulze