Duisburger Verwaltung antwortet nicht, dann eben anders: Brief an die DUH

Folgenden Brief habe ich aktuell an die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gesendet:

Guten Tag,

ich verfasse hier in Duisburg einen regelmässigen Blog zum Thema Politik/Verwaltung/Wirtschaft.

U.a. habe ich wegen der deutschlandweiten Diskussionen um Fahrverbote auch die Duisburger Verwaltung angeschrieben um mir mitzuteilen warum denn Duisburg auf der Liste der von Fahrverboten betroffenen Städte gar nicht auftaucht. Ich bekomme jedoch keine Antwort(en) aus dem Rathaus.

Wir haben hier nicht nur einen PKW- und Kradverkehr aufgrund von 500.000 Einwohnern, sondern durch den trimodal ausgerichteten riesigen Binnenhafen rund 10.000 LKWs die hier zusätzlich zum Bestand* tgl. verkehren. Schiffsverkehre mit Diesel, Lokverkehre mit Diesel, Intra-Logistik-Fahrzeuge mit Dieselantrieb (Test mit LNG ist gerade angelaufen).

Wir haben aber auch nur wenige Messstationen.

Wie kann es sein, wenn auch noch ein Braunkohlekraftwerk betrieben wird (Venator), dass Duisburg nicht akut betroffen zu sein scheint bzw. ist?

Gruß

Michael Schulze

* NACHTRAG: Mit Bestand sind nicht nur die hiesigen privaten PKWS und Motorräder gemeint, sondern auch die LKWs und Busse, Taxen, Baufahrzeuge, usw.

 

Eine Antwort auf „Duisburger Verwaltung antwortet nicht, dann eben anders: Brief an die DUH“

  1. Im Duisburger Westen werden Stickoxide nicht gemessen, trotz des hohen Verkehrsaufkommens.

    Die Verwaltung setzt auf Berechnungen, die dann aber auch für Orte eingesetzt werden, für die das Modell gar nicht validiert ist. Sprich, die Ergebnisse könnten zu hoch oder zu niedrig sein, aber richtig wohl eher nicht.

    Der Spiegel berichtete übrigens jüngst darüber, dass der Jahresgrenzwert von 40 µg/m³ noch immer deutlich zu hoch wäre und der heutige Kenntnisstand für 20 µg/m³ spricht. Die 40 stammen von 2005 und sind somit total veraltet, denn auch unter dem Grenzwert wird die Bevölkerung vergiftet/vergast.

    Aber von einer kaputtgesparten Verwaltung kann man wohl nicht so viel erwarten.

    Für Klagen sind die gemessenen Überschreitungen zu niedrig, aber es gibt Überlegungen mal privat an verschiedenen Punkten, wo die Stadt Duisburg nicht hinschaut, zu messen.