Anfrage zu Impulsneutronenverfahren an die Stadt Duisburg – Verstrahlungsgefahr?

Autorenkollege Ulrich Scharfenort hat nachfolgende Fragen an die Stadtverwaltung -Abt. Stadtentwicklung- gesendet, bei der es um die von der Stadt angekündigte Boden-Untersuchung mittels Impulsneutronenverfahren im Innenhafen geht. Die Antworten stehen noch aus:

 

Sehr geehrte Mitmenschen*,

wie ich der Zeitung entnahm, planen Sie die Untersuchung des Untergrunds
mit Hilfe des Impulsneutronenverfahren:
http://www.bbi.de/impulsneutronenverfahren.php

Da gemäß der obigen Seite eine Abklingzeit gemessen wird, gehe ich davon
aus, dass hier das Umfeld verstrahlt wird. Neutronen sind schließlich
jene Teilchen, welche dafür Sorgen, dass Baumaterialien z.B. in
Atomkraftwerken selber radioaktiv werden. Diese Gefahr besteht
ausschließlich durch Neutronenstrahlung. Wenn hierfür natürlich
Neutronestrahler verwendet werden, erhöht sich die Gefahr zusätzlich.

Welche Gefahr besteht hier für Duisburger?

Mit welchen Halbwertszeiten für die induzierte Strahlung wird gerechnet?
Welche Strahlungsarten entstehen? Wie wird verhindert, dass induzierte
Alphastrahler ins Wasser gelangen?

Wäre es nicht billiger und sicherer den Schrott auszubaggern und dann
regulär zu sondieren?

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Scharfenort (Duisburg-Rheinhausen)

(* Aus Respekt vor allen Geschlechtern, verwende ich eine
geschlechtsneutrale Anrede.)

2 Antworten auf „Anfrage zu Impulsneutronenverfahren an die Stadt Duisburg – Verstrahlungsgefahr?“

  1. Wieso muss man die Stadtverwaltung mit so einem Nonsens beschäftigen? Vor allem im Zeitalter des Internets. Quelle BAW:
    Das Impuls-Neutron-Neutron-Verfahren (INN) nutzt eine niederfrequente Neutronenröhre zur kontrollierten Emission von schnellen Neutronen mit einer Frequenz von 20 Hz und einem Flux von 108 n/s (Neutronen pro Sekunde) bei einer Energie von 14 MeV (Megaelektronenvolt). Die emittierten schnellen Neutronen werden durch Reaktionen mit der Umgebung abgebremst und als thermische Neutronen mittels Helium-3(3He)-Detektoren in Kanälen in einer festgelegten Entfernung (Spacing) von der Quelle registriert. Da ein Neutron eine Lebensdauer von etwa 2 ms hat, erfolgt die Registrierung über diese Zeit in definierten Zeitfenstern von je 32 μs. Es kann so eine mittlere Abklingkurve erstellt werden, die für das untersuchte Medium einen typischen Verlauf annimmt. Die Abklingkurve kann durch folgende Beziehung beschrieben werden:
    N=N0∙e-t⁄τ (1)
    N = Zählrate zu einem ausgewählten Zeitpunkt t [cps] N0 = Ausgangszählrate [cps]
    τ = Neutronenlebensdauer Tau [μs]
    Um Tau für eine konkrete Abklingkurve wertmäßig zu bestimmen, kann die Tangente der Abklingkurve genutzt werden. Bei einem homogenen Medium entspricht die Steigung der Tangente dem Wert von Tau. Bei einem heterogenen Medium wird eine mittlere Abklingkurve über das Medium aufgenommen, für die ein zusammengesetzter Tau-Wert ermittelt werden kann (vgl. Gleichung 2). In der mittleren Abklingkurve werden alle Elemente des untersuchten Mediums abgebildet, allerdings wird deren Tangens zu einem Großteil von der dominie- renden Komponente des Mediums bestimmt.
    τ= ∑ni=1 Ki∙τi (2) Ki=Anteilskoeffizient für die Einzelkomponente i [-]
    τi=Tau-Wert für die Einzelkomponente i [μs]
    Das INN-Verfahren hat eine Eindringtiefe von bis zu 7 m und reagiert auf stoffliche Faktoren. Es kann somit für Sedimentuntersuchungen eingesetzt werden und Aussagen über die stoffliche Zusammensetzung einer Sedimentschicht generieren.

    1. Und was soll der Text mir jetzt sagen? Da stehen ein paar physikalische Begriffe drin, aber nichts darüber, ob Nuklide durch die Neutronen zu Radionukliden gemacht werden oder nicht. Allenfalls der Begriff Abklingzeit suggeriert dies und gerade der Umstand, dass auf so etwas nicht eingegangen wird heißt für mich, dass man da bewusst etwas weglässt um die Bevölkerung nicht zu verunsichern.