WorstOf Bas – ECHT elend

Die WELT (Welch ein hierzu absolut passender Medien-Titel!) steht nicht unbedingt im Verdacht der SPD besonders gewogen zu sein. Umsomehr dürfte Bärbel Bas, die zum Kommunalwahl in Duisburg weilte und vielleicht noch weilt, vorgewarnt gewesen sein.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6890b824a0633c2f78efa965/spd-chefin-in-duisburg-warum-die-blauen-so-viele-stimmen-bekommen-verstehe-ich-sagt-eine-buergerin-zu-bas.html

Doch anscheinend war dem nicht so, weshalb man einen Beitrag absoluter SPD-Trostlosigkeit lesen kann, wenn man mag. Denn die WELT hat Bas in Duisburg begleitet und schildert die so gewonnenen Eindrücke.

Eins vorweg: Es ist viel schlimmer noch als Felix Banaszaks nicht vorhandene Deutschland-Liebe – ich berichtete bereits.

Deshalb aus der WELT die markantesten Zitate – sozusagen WorstOf Bas and SPD:

1.)

Kurz rein in eine Apotheke, in ein Eiscafé, in einen Buchladen. „Echt ein toller Laden“, „Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende“ – um Probleme oder Anliegen geht es in den Gesprächen kaum.

Ich erlaube mir ein Bon-Mot zu 1.): „Warum sollte es auch um Probleme gehen, Bas hat doch keine?“

2.)

„Es gibt Gebiete, da fahre ich nicht mehr mit dem Auto lang.“, erzählt eine Bürgerin, … Man werde sich darum kümmern, verspricht die SPD-Chefin.

Ich erlaube mir ein Bon-Mot zu 2.): „Soso, kümmern, um was denn, wann denn und wie denn?“

3.)

Wer Bärbel Bas zuhört, bekommt Zweifel, dass sich fünf Jahre später ein entgegengesetzter Trend einstellen werde. „Manche Gruppen“ erreiche ihre Partei kaum noch, gibt die Sozialdemokratin zu.

Ich erlaube mir ein Bon-Mot zu 3.): „Und umgekehrt? Sören Link erreiche ich nie.“

Der Beitrag endet mit der Aussicht, dass die SPD nicht ⁠⁠auf Dauer nur einen Abwehrkampf gegen rechts führen will. Weshalb man mehr Geld aus Berlin für die Kommunen bereitstellen möchte.

Als ob Geld, welches dann sowieso, zumindest in Duisburg, grösstenteils für Blödsinn ausgegeben wird, irgendjemanden noch vom Hocker reissen würde.

Um nicht schon wieder „jämmerlich“ zu schreiben, es gibt passende Synonyme?  Ich nehme von den rund 800 Alternativen diese hier:

„elend“ – oder noch besser „ECHT elend“

Und raten Sie mal was „bas“ bedeutet wenn es ich um ein französisches Wort handeln würde. Wer im Ruhrgebiet gross wurde kennt sicherlich diesen Ausdruck: „Ba‘, dat ess ich nich.“

Nomen est omen.

Dazu passt irgendwie der aktuelle Kandidatur-Text von Bruno Sagurna. Die Betonung seines Vornamens liegt wohl auf „no“.

Dieser weise SPD-Genosse erkannte schon 1977 am Bahnwerk in Wedau dass es keine Sicherheiten mehr gibt. Wie vorausschauend. Lesen Sie selbst.

 

NACHTRAG:

Angesichts des SPD-Elends hat wohl auch die RP kein Erbarmen, aber betitelt ihren neuesten Beitrag wie folgt:

„Auf die blöden Sprüche der Blauen fallen wir nicht rein.“

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/kommunalwahl-in-duisburg-spd-chefin-baerbel-bas-trifft-buerger-auf-den-maerkten_aid-132613699

Abgesehen davon, dass ich die Sprüche der „Blauen“ gruselig finde sollte sich das Wahlvolk (jene die solche Sprüche wie den RP-Titel absondern) und die RP mal schlau machen wie ebenso gruselig die Sprüche der Roten, Schwarzen, Gelben, Grünen, … sind.

Hier nur ein paar Beispiele auf die Schnelle:

Sören Link – Hand drauf. (besser nicht)

Grüne – ÖPNWOW (wobei das Wortspiel ganz okay ist, aber wahrscheinlich von vielen nicht kapiert wird)

Grüne – MACHT HEUTE, WAS MORGEN ZÄHLT. (Händewaschen, Duschen, Zähneputzen!?)

FDP – Haltung zeigen. Für Freiheit, für Demokratie, für ein Miteinander ohne Angst. (instinktiv duckte ich mich beim Lesen dieses Slogans)

FDP – OB-Kandidat Alefs auf Insta (Zitat) –  „Duisburg hat es verdient, weiter voranzukommen. Die Verwaltung muss modernisiert werden, um schneller und effizienter arbeiten zu können. Wir müssen die Stadt als sicheren Wirtschaftsstandort sichern und verhindern, dass Unternehmen und Arbeitsplätze verloren gehen. Auch an der Infrastruktur muss hart gearbeitet werden – ohne ideologische Träume, sondern mit einer Politik, die über den Tellerrand hinausblickt und aus Liebe zur Vernunft handelt.“ (was für ein Geschwurbel – redet der Mann auch privat so?)

CDU – Definitiv für Duisburg. (also nicht für Wanne-Eickel)

BSW – Sahra kommt. (Was genau ist mit „kommt“ gemeint?)

 

Und nochmals „SCHEISS GÄSTE“: Wie gross muss die Angst sein?

Eigentlich dachte ich das Thema mit dem inzwischen entfernten Graffitti an der Wedauer Brücke (s. u. Bild) wäre längst Geschichte. Doch nun wärmt angesichts des Sommerlochs und der eher schwachen News-Zeit die WAZ das Ganze nochmals auf.

Schwurbelt aber herum auf wessen Hinweis hin die Stadt sich angesichts ihrer Image-Pflege, die eh schon sehr dürftig ist, zur Entfernung genötigt sah. Von einem Duisburger ist die Rede, blablabla, und auch die Stadt weiß angeblich nicht wer es war. Tja, regelmässige DUISTOP-LeserInnen wissen da mehr.

Wobei es mir nur um den Text ging, nicht um das Graffitti als solches. Wahrscheinlich ist es ein Überbleibsel aus einem Battle zwischen den Fans von RWE und Duisburg. Da gibt es auch schon mal Sprüche wie diesen

„SCHEISS E… – FICKEN UND VERGESSEN“

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article409630008/msv-duisburg-fans-stadt-entfernt-scheiss-gaeste-grafitto.html

Ich hatte sogar vorgeschlagen den MSV-Fans extra Spruchwände aufzustellen, nur eben solche Extrem-Slogans wie „SCHEISS GÄSTE“ etc. sollten bitte künftig unterbleiben.

Viel interessanter ist an der ganzen Sache allerdings der Umstand, dasss ich mir das Graffitti mehrere Wochen lang angeguckt hatte. Und eigentlich annahm Verantwortliche wie Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske oder auch ihr Mann, beide derzeit mit anderen in voller Körperfülle in der SPD-Werbung zu sehen, es ist Wahlkampf-Zeit, würden mal was unternehmen. Doch totale Fehlanzeige.

Lieske und Co. ist sowas alles anscheinend vollkommen egal, ihr Herz schlägt schliesslich nur für Stahl.

Tja, und was die WAZ betrifft so greift sie solche Lappalien auf, unterlässt es aber auf solche schwerwiegenderen Ereignisse wie den Abgang von Bernd Wortmeyer bei der Gebag (im Herbst 2024) und die Gründe dafür näher einzugehen. Das habe bisher nur ich gemacht.

Denn schliesslich hatte sie, wie auch der OB, ein Schreiben erhalten. Die Schreiben hatte auch ich bekommen.

Hier nochmals beide Exemplare zur Erinnerung:

Fazit:

Wie gross muss die Angst der WAZ sein DUISTOP oder meinen Namen auch nur zu erwähnen und sich mit Link und der SPD in Duisburg mal so richtig anzulegen? Die Zeit für beides ist längst überreif.

 

Polizei-Kirmes? Hauptattraktionen sind ein Robo-Hund und eine Luxus-Kaffeemaschine.

Tja, teils wird tatsächlich von einer Attraktion geredet und geschrieben wenn das Innovation-Lab der Polizei mit seinem Standort in Duisburg gemeint ist. Und zwar deshalb weil es dort einen Robo-Hund gibt. Nur zwei Vorteile des Blech-Dogs: Den muss man nicht füttern (ausser mit Strom) und mit dem muss man nie Gassi gehen.

Das mag noch interessant klingen, doch umso weniger interessant, sondern vielmehr bedenklich, klingt allerdings das was der Landesrechnungshof am Innovation Lab aktuell kritisiert.

So übt er massive Kritik an den Kosten des Polizei-Lab. Statt der ursprünglich geplanten 250.000 EU verschlang das Zukunftslabor im Duisburger Innenhafen 4,66 Millionen EU. Darunter u.a. eine Einbauküche für 35.000 EU, eine Kaffeemaschine für 14.600 EU und zwei Stühle zu je 6.000 EU.

Und dann gibt es laut Rechnungshof keine Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit Angaben zum tatsächlichen Bedarf und zur Angemessenheit der Kosten. Die erste Kostensteigerung von 1,5 Mio. EU sei auch nur durch ein Telefonat zwischen dem Projektleiter und dem Innenministerium bewilligt worden. Es existieren dazu keine weiteren Dokumente.

Wow, wie geht so was? Schon rein rechtlich?

Das erinnert mich an die Hochschule der Polizei in Hauptbahnhofsnähe. Diesbzgl. hatte ich vor Jahren schon danach gefragt was der Neubau kostet, wer das alles eingefädelt und bewilligt hat und wie hoch die Miete ist. Antworten gab es keine.

Der Rechnungshof kritisiert so einige Ausgaben. Besondwers auffällig auch diese hier. So investierte das Wirtschaftsministerium NRW in das sog. Spitzencluster »It’s OWL« (https://its-owl.de/). Und zwar 43,4 Mio. EU ohne den Bedarf ausreichend zu ermitteln oder nachvollziehbare Ziele festzulegen.

Das wiederum erinnert mich besonders stark an die hiesige DBI. Dort wird auch ohne Ende Geld versenkt ohne dass es uns und der Stadt einen Nutzen bringt der auch nur annähernd die Größenordnung hat die die hohen Kosten und vielen Beschäftigten rechtfertigen würde.

Das Rezept ist simpel:

Knackige bis teils spacige Website plus zig Social-Media-Auftritte, viel zu viel Rumgelaber, viel zu viel PR-Gewäsch, viel zu viele Events oder wie man den Veranstaltungs-Schnick-Schnack heute nennt (Hackathon, blablabla) und fertig ist die Laube.

Teils mietet man sich Typen aus der Szene die einem dann regelmässig auf die Schulter klopfen oder mit warmen Worten Lob in höchsten Tönen aussprechen. Hauptsache alles macht einen hyper-wichtigen Eindruck.

Brauchbare Resultate ausser PR für die DBI und Sören Link? Fehlanzeige. Liege ich falsch, dann schreiben Sie mir.

Wie gut und passend, dass Duisburg nun ein Ballermann-Musical hat.

Und dass es zur Wahl wieder Freibier gibt.

 

NACHTRAG:

Inzwischen hat die Polizei offiziell Einsicht geäussert, dass einige Gegenstände für das Lab zu teuer eingekauft wurden.

 

Gesunder Ort Duisburg? Wohl kaum! Aber Winterberg anscheinend auch nicht.

Vor ein paar Wochen hatte ich mich um Infos in bezug auf den Gesundheitsschutz vor Ort in Duisburg bemüht. Wie gewohnt bekam ich von der Stadt keinerlei Antworten auf eigentlich recht lapidare Fragen.

So konnte ich trotzdem feststellen, dass auch das Wenige was die Stadt veröffentlicht um zumindest ansatzweise den Anschein von echter Vor- und Fürsorge für das gesundheitliche Wohl von uns allen zu wahren, nicht einmal im Ansatz dem genügt was man als mangelhaft bezeichnet. Ungenügend trifft es wesentlich besser.

Das selbe Procedere habe ich mir mit Winterberg im Hochsauerland erlaubt.  Immerhin ist der Ort auch für Erholungskurztripps gut geeignet. Dort wurde ich für Auskünfte ein wenig hinundher geschickt. Letztendlich ist es aber im Ergebnis genauso ärmlich wie in Duisburg. Auf eine Anfrage von mir an den Winterbergr Bürgermeister (CDU) reagierte zum Beispiel auch niemand.

Und was aktuelle Daten in bezug auf den Gesundheitschutz betrifft ist es angesichts dessen was Winterberg hinlänglich als Luftkurort bekannt macht, eigentlich sogar noch schlimmer als in Duisburg.

Vor kurzem erst wurde Winterberg erneut ausgezeichnet bzw. eine bisherige Auszeichnung wurde verlängert.

Das stand in der Winterberger Presse und das nahm ich ganz konkret zum Anlass diese Anfrage extra zu stellen (hier teils um unwesentliche Sätze gekürzt):

Guten Abend,

zur Kenntnisnahme übersende ich Ihnen einen Mailverlauf zum Thema Gesundheitsschutz. Letztendlich wurde ich heute an Sie verwiesen.

Dabei geht es um folgende Angelegenheit:
So möchte ich von Ihnen erfahren wie die neuesten Auszeichnungen des Hochsauerlands bzw. Winterbergs und verschiedener Orte/Ortsteile als Luftkurorte zustande gekommen sind.
In der Anlage finden Sie einen Pressebericht dazu. Dort steht jedoch nichts zu den näheren Umständen, wer gemessen hat, wie(womit) und wie lange gemessen wurde, wo gemessen wurde, was gemessen wurde usw.

Ausserdem möchte ich wissen ob es kontinuierliche Messwert-Erhebungen gibt. 

Danke vorab.
Mit freundlichem Gruß

DUISTOP
www.duistop.de
Stadtmagazin für Duisburg seit 2018
Michael Schulze

 

Diese Anfrage ging insgesamt drei Mal an die in Winterberg ansässige Tourismusgesellschaft mit rund 30 Mitarbeitenden. Bisher gab es keinerlei Reaktion noch eine Antwort.

Da die Auszeichnung vom Deutschen Heilbäderverband mit Sitz in Berlin vergeben wurde habe ich die selbe Anfrage auch dort gestellt. Mit dem selben negativen Auskunftsergebnis.

Übrigens: In Duisburg kümmert sich keine einzige bei der Kommunalwahl antretende Partei auch nur im Ansatz, geschweige denn mit Nachdruck und konkret, um derartige wichtige Sachverhalte.

Die Duisburger Dürftigkeit ist hier dokumentiert und nachzulesen:

https://www.duisburg.de/vv/produkte/pro_du/dez_vi/53/gesundheitsberichterstattung_.php

 

Sehr aufschlussreich: Jobcenter-Chef aus Duisburg steht dem Spiegel Rede und Antwort

Und herauskommt was ganz anderes als Link, Bas und Merz & Co. uns ständig drastisch verkaufen wollen. Denn Frank Böttcher, so heisst der Mann, stellt so einiges klar und er muss es wissen. Und die nackten Zahlen sprechen für sich und gegen Duisburg – somit auch vor allem gegen das übliche Eigenwerbe-Erfolgsgeschwafel von Link.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jobcenter-chef-ueber-buergergeld-manchmal-ruft-jemand-an-und-kuendigt-an-alles-in-die-luft-zu-sprengen-a-ca7ac04c-3f4c-4cef-8068-287077508195

Arbeitslosenquote – Stand Juni 2025:

bundesweit: 6,2 % – Duisburg: 13,3 %

Menschen mit Bürgergeldbezug – Stand März 2025:

bundesweit: 8,2 % – Duisburg: 17,7 %

durchschnittl. Jahreseinkommen je EW – Stand 2022:

bundesweit: 25.830 EU – Duisburg: 19.325 EU

Hier der meines Erachtens wichtigste Teil des Interviews (Zitat):

Böttcher: Das Problem ist die Rechtslage.
SPIEGEL: Wie meinen Sie das?
Böttcher: Ist es sinnvoll, dass bereits ein Minijob mit sehr kleinem Verdienst ausreicht, damit sich EU-Bürger als Arbeitnehmer niederlassen können und Anspruch auf viel höhere Sozialleistungen haben? Ist es sinnvoll, dass bereits der Schulbesuch eines einzigen Kindes einen Leistungsanspruch für die gesamte Familie auslöst? (…) Die allermeisten Rumänen und Bulgaren in Duisburg arbeiten regulär und sozialversicherungspflichtig, in Pflegeheimen und anderen Branchen, in denen viele Deutsche nicht mehr arbeiten wollen.

Aha, soso, die Rechtslage. Na dann frag ich mich warum wird die Rechtslage denn nicht geändert bzw. warum ist vieles denn überhaupt in dieser Form rechtlich so verabschiedet worden?

Zum Schluss noch ein Blick auf das Parteiprogramm der SPD zur kommenden Wahl. Dem Thema meines Beitrags entsprechend fokussiere ich mich nur auf das was die SPD diesbzgl. anzubieten hat.

https://www.spd-duisburg.de/duisburger-themen/1-arbeit-und-wirtschaft/

Vollkommen ausgeblendet bleibt dabei die derzeitige Situation wie sie sich in den von mir oben genannten Zahlen wiederspiegelt. Und dabei sind die kommeneden Jobverluste – vor allem im Stahlbereich – noch nicht einmal berücksichtigt.

Auf Stahl wird aber munter weiter gesetzt.

Zitat: Wir wollen das neue Investitionsprogramm des Bundes nutzen, um Duisburg als national bedeutenden Standort für moderne Sicherheits- und Versorgungstechnologien auf Stahlbasis zu positionieren – sowohl im zivilen als auch im sicherheitsorientierten Bereich. Dieses geschieht unter der Prämisse, Wertschöpfungsketten zu schließen, Nachhaltigkeit zu fördern und industrielles Know-How innovativ für den Strukturwandel nutzbar zu machen. die Kompetenzen im Stahl zu bündeln und hier in Duisburg unter dem Stichwort Innovationsdrehscheibe Stahl 4.0 ausbauen lassen.

Duisburgs zweites bedeutendes Standbein ist die Logistik, doch dazu gibt es von der SPD gar keine Anmerkungen, trotz der bereits deutlich sichtbaren Auswirkungen von Digitalisierung, Automatisierung, Robotik sowie KI auf die Jobs.

Hier nur zwei Beispiele – eins von Alibaba/Cainiao/Quicktron und eins von TheFeed/Brightpick.

CDU-OB-Kandidatin: „Ich kann nicht nur lieb und nett.“

Nun, ich vermute mal, Sylvia Linn kann auch jämmerlich und noch viel jämmerlicher. Und um meine Vermutung zu untermauern zitiere ich aus einem aktuellen PR-Machwerk der RP.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-cdu-will-bei-der-kommunalwahl-staerkste-kraft-werden_aid-131927711

„Die Politik entscheidet, die Verwaltung führt aus“ – das müsse der Grundsatz sein, sagt Sylvia Linn. Deshalb müsse die Stadtverwaltung auch stärker aufgefordert werden, beschlossene Dinge dann auch umzusetzen.

Dies ist nur ein Beispiel von absoluten Belanglosigkeiten und banalen Selbstverständlichkeiten die Linn bzw. ihre CDU auch ohne in Duisburg am Ruder zu sein hätten längst umsetzen können.

Nun, Linn ist bereits Bürgermeisterin, also Teil der Verwaltung, und müsste dann ja sich selbst zu mehr Umsetzungen aufgefordert haben.

Um noch eins draufzusetzen zitiere ich zusätzlich auch noch aus dem CDU-Programm,

https://www.cdu-duisburg.de/sites/www.cdu-duisburg.de/files/kommunalwahl2025/kommunalwahlprogramm2025.pdf

… welches geradezu überschäumt vor Ideen und Konzepten.

„Daneben warten im gesamten Stadtgebiet Herausforderungen, denen wir uns stellen. Das ist in der Innenstadt und den Stadtteilzentren zum Beispiel die Steigerung der Attraktivität und Aufenthaltsqualität durch eine Verringerung des Leerstandes und im gesamten Stadtgebiet die Verbesserung von Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung.“

Den gesamten Schmonzes könnte ich auch bei der SPD und FDP, bei den GRÜNEN, bei der AfD abschreiben. Übrigens seit gefühlt 30 Jahren (Ausnahme: AfD, die gibt’s noch nicht so lange.).

Fragen an Linn:

Wie wollen Sie denn den Leerstand verringern? Wie wollen Sie denn die Attraktivität z.B. der City steigern? Wie wollen Sie denn die Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung verbessern?

Fazit:

 

AfD legt nach

Die AfD will spürbar an die politische Spitze in dieser Stadt. Sie hat dazu wohl auch alle nachvollziehbaren Ambitionen. Eine durchregierende SPD die total versagt, bis auf wenige Ausnahmen, machen ihr es ja auch leicht. Vor allem im Duisburger Norden. Und das trotz all dem was Hardliner Link alles aufbietet. Im Moment die Stories rund um den angeblich so massiven Sozial- und Kindergeldbetrug bei dem das Behördenversagen, das ich vermute, nie erwähnt wird. Ich berichtete bereits mehrfach.

Kaum war ich gestern auf einen öffentlichen Beitrag der AfD zu ihrem Wahlkampfauftakt kritisch eingegangen, legte sie am gestrigen Abend nach.

Ich hatte nämlich kritisiert wie sehr das AfD-Programm sich eben NICHT von dem der anderen Parteien wesentlich unterscheidet und zwar vor allem nicht hinsichtlich der Form. So wurden lediglich Schlagworte aneinandergereiht.

Nun gab es gestern Abend mehr Futter und zwar in bezug auf das Hauptthema der Partei, die innere Sicherheit, in Form eines 5-Punkte-Plans.

https://www.lokalkompass.de/duisburg/c-politik/afd-mit-eigenem-sicherheitskonzept-fuer-duisburg-2025_a2075269

Eingeleitet wird das Ganze mit den üblichen Klischees (Zitat):

Jugendbanden, Krawall-Mobs, Clankriminalität und Sozialleistungsbetrug ufern immer mehr aus. Parallelgesellschaften etablieren sich weiter in den Stadtteilen. Die deutsche Justiz wird durch den muslimischen Friedensrichter ersetzt.

Dann folgen fünf Forderungen – hier die Kurzfassungen:

1. Sicherheit durch Sauberkeit: Null-Toleranz gegen wilde Müllkippen!

2. Ein sicheres Duisburg ohne Angstzonen: 24/7-Präsenz unserer Ordnungskräfte

3. Null Toleranz gegen ausufernde Jugendkriminalität: Schnelle Verurteilung und gemeinsame Maßnahmen

4. Sozialbetrug verhindern: Ausbau der »Stabsstelle Sozialleistungsbetrug«

5. Sicherheit geht vor: Task-Force für schnelle Abschiebungen bei Straftaten

Soweit so gut und alles irgendwie nachvollziehbar, nur frage ich mich wer das alles leisten soll – rein personell? Das steht da nämlich nicht.

Oder doch, einmal bei den wilden Müllkippen (1.) steht dies hier (Zitat):

Diese sollte vom Sonderaußendienst der Stadt Duisburg, Mitarbeitern der Abfallaufsicht der Wirtschaftsbetriebe Duisburg und durch Beamte der Polizei Duisburg durchgeführt werden.

Und nochmals, so wie ich es gestern bereits schrieb:

Man kann einer Verwaltung die durchsetzt ist von Jahrzehnten an SPD-Muff, -Netzwerken und -Seilschaften so ein Konzept weder anvertrauen noch überstülpen.

Frage: Hat die AfD überhaupt das notwendige Rüstzeug und vor allem das fachliche Personal (rein zahlenmässig) einen Wechsel zu wuppen? Antwort: Ich glaube nicht. Tja, und wenn mehr Personal eingestellt würde, wer soll das bezahlen bzw. zu welchen Lasten gingen diese Kosten?

Bevor sich nämlich irgendwas in Duisburg ändert bzw. ändern kann muss im Rathaus rigoros aufgeräumt werden.

Alle die mir das ernsthaft anbieten halte ich überhaupt für wählbar. Ansonsten bleibe ich weiter bei dieser Aufforderung:

Liebe AfD, guckt Euch doch mal richtig an wie der Hase hier läuft und an welchen Stellen Ihr ansetzen müsst!

Nach mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung zu rufen sowie diese zu versprechen klingt für viele Menschen sicherlich verlockend, ist aber lediglich wohlfeil und wird verpuffen sobald ihr nur an einer Stellschraube dreht ohne deren grundsätzliche Bedeutung, Berechtigung und Auswirkung vorher geklärt zu haben.

Duisburg (bzw. eine kleine Schar von Leutchen) lebt einzig und allein nur noch noch von der Substanz aus alten Zeiten und davon, dass es das gibt was Ihr abschaffen wollt. Denkt darüber nach und wenn Ihr es nicht versteht dann kann ich es Euch erklären. Ansonsten macht Ihr es prinzipiell anscheinend so wie alle anderen auch.

 

 

AfD startet in Kommunal-Wahlkampf und verspricht im Prinzip dasselbe wie alle

Bis auf einige wenige Ausnahmen ist die Auflistung dessen was die AfD für Duisburg verspricht, inkl. ihres OB-Kandidaten, für mich genau die selbe Aufzählung dessen was ich letztens z.B. von der Grünen im Briefkasten hatte.

https://www.lokalkompass.de/duisburg/c-politik/afd-startet-in-kommunalwahlkampf_a2074999

Im Prinzip eine Aneinandereihung von Schlagworten für die man in Duisburg kein grosses Polit-Genie sein muss um sie ebenso aufzuzählen.

Nur wie bitte schön will die AfD das anstellen? Wie soll die Umsetzung denn funktionieren? Dazu erfährt man nichts. Genau wie bei den Grünen.

Und wenn man sich anschaut was in der vergangenen Legislatur passiert ist, was AfD-Leute gesagt und gemacht haben, dann ist dies zusammengefasst mehr als jämmerlich. Genau wie bei den Grünen und bei allen anderen.

Wie wäre es denn (das hatte ich letztens schon mal gefordert) wenn mal irgendjemand ankündigen würde den Laden – genannt Rathaus – komplett auf den Kopf zu stellen und auszumisten?

Denn das wahre Problem liegt in Duisburg doch bei den festgefahreren Strukturen und Verbindungen zwischen Politik und Verwaltung, die beide hauptsächlich von der SPD bestimmt werden.

Eine AfD-Forderung klingt in diesem Zusammenhang zumindest besonders lustig.

„Nur notwendiges Personal einstellen: keine politisch besetzten Stellen oder Vetternwirtschaft!“

Tja, das ist doch genau das Problem. Ohne diese politisch besetzen Stellen wird man wohl nichts reissen können, die SPD macht’s doch vor.

Wen will die AfD denn sonst einstellen? Nur mal laut gedacht: Was passiert, wenn ein künftiger AfD-OB auf einen notwendigen IT bzw. KI-Nerd trifft der a) aus Afrika stammt und b) vorschlägt Englisch als gleichwertige alternative Amtssprache einzuführen?

Übrigens: Auf meine Presse(an)fragen antwortet die AfD nie. Die Grünen auch nicht.

 

 

Kindergeld-Betrug: Ach, jetzt erst, und was war in den letzten Jahren?

Heute meldet die WAZ, dass 2024 in Duisburg angeblich ganz viele Kindergeld-Betrügereien durch die Unterstützung von Schulen aufgedeckt werden konnten.

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article409590390/kindergeldbetrug-duisburger-schulen-decken-hunderte-faelle-auf.html

Merkwürdig, was hielt die Schulen eigentlich davon ab das in den letzten Jahren auch so zu praktizieren?

Schon seit Jahren gibt es ein Projekt namens MISSIMO, dass genau dazu erdacht wurde.

„Los ging es damit bereits 2019 – zunächst in Krefeld und Gelsenkirchen. Nach der Corona-Pause kam drei Jahre später Wuppertal hinzu. 2024 gingen Leverkusen, Düren, Solingen, Herne, Castrop-Rauxel und eben Duisburg an den Start.“

Zitat-Quelle: https://polizei.nrw/artikel/71-kinder-die-es-nicht-gibt

Wieso Corona-Pause, wurde während der Hochzeit der Pandemie kein Kindergeld gezahlt?

Und wieso kam Duisburg, ein absoluter Hotspot in Bezug auf Migrations- und Schulprobleme etc., erst 2024 dazu?

In dem WAZ-Beitrag wird allerdings auch erwähnt, dass sehr viele mögliche Massnahmen noch gar nicht angelaufen sind. So wie z.B. die fälschungssichere Schulbescheinigung die man bei der Kindergeldkasse vorlegen bzw. einreichen muss.

Tja, und dann kommt erschwerend hinzu, dass die Familienkasse eigentlich nicht regelmässig überprüft ob ein Kind bzw. die Eltern, Sorge- und Erziehungsberechtigten noch bezugsberechtigt ist bzw. sind.

OB-Amtsinhaber Link spielt das Thema auf jeden Fall in die Karten. Und auch Partei-Kollegin und Arbeitsministerin Bas reitet auf der These vom mafiösen Sozialbetrug herum. Wer dahintersteckt ist auch längst ausgemacht. Ich bleibe allerdings dabei, dass ohne das Mitmischen und/oder Versagen der Behörden bzw. deren MitarbeiterInnen das alles nicht möglich wäre.

 

 

Und Duisburg soll eine Sportstadt sein?

Duisburg ist vielleicht eine Fussballstadt, eine MSV-Stadt allemal. Aber eine Sportstadt wie oft und meistens von der Stadtspitze und deren Hilfswilligen seit Jahren betont wird ist Duisburg nicht. Festzustellen war dies am jämmerlichen medialen Begleitprogramm, an der medialen Vermarktung in den letzten Wochen. Nicht eine Pressekonferenz, keine PR, keine Bilder mit Beteiligten und OB sowie keine mit sonstigen Grössen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, sofern es diese in Duisburg überhaupt gibt.

Keine Antworten auf meine Pressefragen von der Veranstalterin und von der Stadt und DuisburgKontor sowieso nicht.

Die Rede ist von der Studierenden-Olympiade, von der einige Wettbewerbe in Duisburg stattfanden.

Dagegen überwiegt mit weitem Abstand das bundesweit mediale Interesse am Einsturz eines weiteren weissen Riesen in Hochheide der heute Mittag gesprengt wurde.

Ich finde davon brauchen wir mehr, das bringt Duisburg positiv nach vorn, zumindest in die Schlagzeilen. Was bei näherem Nachdenken auch krude ist, weil Wohnraum gebraucht wird aber die Stadt diesen lieber in Schutt und Staub legen lässt um dann einen Park anzulegen.