Halleluja was für ein Auftakt im Jahr 2021. Erinnern Sie sich noch? Wohl kaum, denn Sie wissen ja gar nicht um was es geht. Oder haben Sie irgendeine Ahnung oder gar Assoziation?
So viel vorweg, es geht diesmal nicht um das übliche Vollversagen der DBI, das ich hier oftmals zur Sprache bringe, sondern um das eines Unternehmens, eines grossen Duisburger Traditionsunternehmens. Oder ist es Unterlassung? Entscheiden Sie bitte selbst. Das Unternehmen hat irgendwie selbst eine Art Transformation durchgemacht, zumindest anscheinend. Höchstwahrscheinlich ist aber eine Sache noch genauso gültig wie früher: Es geht weiterhin ums Geld. Das was man einnimmt und am besten nicht ausgibt.
Der Reihe nach. 2021 kündigte man grosspurig an, auch mit Hilfe der Stadt und u.a. der Gebag, dass man beabsichtigt Ruhrort enkelfähig zu machen. Etwas, das sich auch Haniel schon längst auf die Unternehmensfahnen geschrieben hat. Klingt alles irgendwie zeitgemäss und vielversprechend, aber bei näherem Hinsehen entpuppt es sich lediglich als absolut maßlos übertrieben.
Mit der Green-Zero-Hilfe eines ganz besonderen Menschen, dessen Name inzwischen für Duisburg keine Bedeutung mehr hat, wähnte man sich also auf dem besten Weg den Stadtteil Ruhrort, auch Zentralstandort von Haniel, besser und vor allem nachhaltiger zu machen.
2022 ging man noch großspuriger ans Werk. Mit einer grünen „Null“ voran:
https://www.duisburgistecht.de/magazin/auf-einem-guten-weg-zur-gruenen-null
2023 hatte man eine erste, aber seitdem auch die einzige und wohl die letzte Analyse erstellt:
https://ruhrortplus.de/web/vorgehen/analyse
Dann kam der Absturz und das Aus, ah, nicht ganz, man änderte den Namen und nannte sich fortan Ruhrortplus e.V.
Das war offiziell am 10.4.2025 bekanntgegeben worden:
Weiterhin unterstützt von den ehemaligen Hauptpartnern wie Haniel, Stadt und u.a. Gebag.
Seitdem tut sich aber rein gar nichts mehr, jedenfalls krieg ich davon nichts mit. Was mich ja auch zu diesem Beitrag mit der entsprechenden Headline veranlasst hat.
Wenn man sich allerdings die passenden Webseiten von Haniel anguckt dann müsste das Ruhrort-Projekt eigentlich blühen und gedeihen bis der Arzt kommt. So viel geballtes Enkel-Know-How wie da versammelt ist.
https://www.haniel-stiftung.de/einblicke/91
https://www.haniel-stiftung.de/ueber-uns/enkelfaehig-seit-1756#
Immerhin ist man bei Haniel anscheinend schon seit 1756 „enkelfähig“. Nur hat sich das grüne und nachhaltige Unternehmensimage und -schaffen nie auf den Stadteil und die Umgebung der Firmenzentrale noch auf die Stadt Duisburg übertragen. Merkwürdig oder?
Das erinnert mich irgendwie an einen Einzelhändler den ich mal in Marxloh beobachtete. Der fegte vor seinem Laden in Ladenbreite und bis zum Gehsteig-Ende an der Strasse. Nur fegte er alles nach links und rechts und auf die Strasse, ohne den Dreck tatsächlich zu entfernen.
Kann es sein, dass das Unternehmen Haniel und/oder die dazugehörige Stiftung eigentlich nur doofe Geldgeber sucht, so wie u.a. auch der MSV mit Hilfe von OB Link, die dann alles berappen was man sich Tolles ausdenkt? Und womöglich wurden die einfach nicht gefunden, weil die ganze Idee so total bescheuert ist – zumindest wie man sie anging und angeht.
Das Jahr 2021 erinnert übrigens ganz fatal an ein weiteres Stadtteil-Projekt. Diesmal in Hochfeld.
https://www.duisburg-update.de/projekte/urbane-zukunft-ruhr-hochfeld
Der Link zur Projektseite führt auf eine inzwischen tote Seite der Gebag, die auch in Hochfeld wieder mitmischt – oder jetzt nicht mehr!?
https://www.gebag.de/projekte/urbane-zukunft-ruhr
urbane-zukunft.ruhr lautet die URL der eigentlichen Website, doch dort findet seit geraumer Zeit anscheinend auch nichts mehr statt.
Hinter dem Projekt, so wie in Ruhrort, steht die Wirtschaft, diesmal allerdings in Form des Initiativkreis Ruhr, einer Ansammlung von etlichen Wirtschaftsgrössen.
Anscheinend warten aber auch die eher darauf, dass andere Geld auf den Tisch legen als sie selbst. Ein Invest von 100 Mio. EURO stand bereits breitbeinig im Raum.
Der GF von Urbane Zukunft hat übrigens extra sein SPD-Landtagsmandat für den Job geschmissen und bereits klargemacht wie er den Stadtteil in Zukunft sieht, ich berichtete dies schon vor etlichen Monaten.
Hochfeld wird angeblich binnen 10 Jahren die weltbesten Bildungsstätten haben. (sinngemäß)
Yo man, verdammt, jetzt hab‘ ich mich ECHT vor Lachen eingenässt. Kotzen ist ja inzwischen tabu.






