Zoff zwischen Land und Stadt wegen Tunnelbau der A59

CDU-Verkehrsminister Hendrik Wüst und die Duisburger SPD um Ex-NRW-Innenminister Ralf Jäger zoffen sich aktuell wegen des geplanten Tunnelausbaus der A59. Der Tunnel soll die A59 auf ca. 2 km unter die Erde bringen. So will es gerne die Stadt, die SPD und angeblich auch die Mehrheit der Bürger – meint SPD-Chef Bruno Sagurna.  Letzteres wage ich mal arg zu bezweifeln, ich will es z.B. nicht – das hatte ich vor kurzem bereits in einem Artikel dazu geschrieben.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/geplanter-ausbau-a59-tauziehen-um-den-tunnel-hat-begonnen-id216251625.html

NRW-Verkehrsminister Wüst ist mehr oder weniger gegen den Tunnel und würde wohl eher die oberirdische Variante begrüßen. Jägers SPD-Truppe will den Tunnel. Ein Bauzeitvergleich könnte Aufschluß geben über das was die Autofahrer erwartet. Die Tunnelvariante selbst bei offener Bauweise, also nicht durch Vortrieb, könnte 12 Jahre dauern. Ich erinnere mal an BER, Stuttgart21, Elbphilharmonie, … sowie an 12 Jahre Staus. Von den geplanten 600 Mio EU an denen sich NRW beteiligen soll mal ganz abgesehen.

Tja, ein ehemaliger Gross- und Aussenhandelskaufmann wie Jäger jongliert  eben mit gern mit etlichen Milliönchen, die wir alle aufbringen müssen.

Wüst wirft der Stadt und den Genossen vor die Sache ziemlich spät angeschoben zu haben. Ich werfe denen das genauso vor. Und ich werfe ihnen vor bisher in keinster Weise irgendwie mal das Grundproblem bei der Wurzel angepackt zu haben, nämlich die ungehindert flächenfressende Krake „Logistik“ in Duisburg.

Na da gibt es inzwischen interessante Lager-Lösungen von der Industrie wie man in anderen Ländern mit Häfen beobachten könnte, wenn man denn wollte. Demnächst werden wir von DUISTOP dazu einen Vorschlag an den Rat einreichen. Noch ist es aber so, dass sich die Logportflächen ausbreiten und erheblichen LKW-Verkehr nachsichziehen – auch in kleineren Nebenstrassen inkl. der Wohngebiete. Dann gehen die Strassen kaputt und Jäger will Geld für den Neubau ev. auch von den Anwohnern. Und wer meckert wird abgespeist mit den barschen Worten: „Dafür schafft die Logistik aber soooooooooo viele Arbeitsplätze!!! Und wenn Du das nicht willst, dann musst Du bald zum Jobcenter und dann gibts Sanktionen.“ Hier schließt sich der Kreis meiner Phantasien von einem neuen Grossduisburg mit Grossindustrie und Grossmannssucht, so wie es früher einmal war.

Dabei konnte und kann es für den ein oder anderen Business-Man ein Supergeschäft sein früg genug schon mal zu wissen, welcher Acker in einigen Jahren Containerfläche werden wird. Da wäre es doch super, wenn wir alle das auch mal wüssten, um uns an dem Spiel „Spekulier Dir Dein Duisburg!“ beteiligen zu können.

Apropos, nur so nebenbei, weil mir das irgendwie gerade einfällt und bevor ich es wieder vergesse, selbst wenn es nicht zum Thema passt: Wie lautet übrigens das Spendenkonto der SPD in Duisburg?

Fazit: Ich schlage vor die Jäger-Truppe läßt sich auf folgendes ein: Wir koppeln die Bauzeitentwicklung und die Baukostenentwicklung der Tunnelvariante an die persönlichen Finanzen der Truppenmitglieder. Soll heissen: Lasst den Tunnel bauen, sagt uns aber wer bezahlt wen, wie teuer es wird, wie lange es dauert usw. Alles was dann nicht klappt müsst Ihr aus eigener Tasche bezahlen plus öffentliches Auspeitschen.

Hätte man bei TheCurve und beim Landesarchiv auch schon so machen sollen.

 

 

Betriebe finden auch in Duisburg immer weniger Fachkräfte

Radio Duisburg hat bei Betrieben aus Handwerk und Industrie sowie bei der IHK in Duisburg nachgefragt wie es mit der Besetzung freier Stellen aussehe. Da gibt es wohl erheblich Schwierigkeiten diese zu besetzen.

https://www.radioduisburg.de/duisburg/lokalnachrichten/lokalnachrichten/archive/2019/01/21/article/-8bebc736d3.html

Der Fachkräftemangel scheint so langsam aber sicher die gesamte Wirtschaft zu betreffen, wenn gleich von Branche zu Branche unterschiedlich schwer, so meine Erfahrungen.

Was aber betrüblich ist, ist die Tatsache, dass nur noch max. 25% der Betriebe überhaupt ausbilden.

Stadtwerke erhöhen Preise für Strom und Gas – angeblich moderat – Preisvergleich lohnt sich

Vor genau einer Woche war in den üblichen Duisburger Medien zu lesen, dass die Stadtwerke ihre Preise für Energie angeblich moderat erhöhen würden.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/stadtwerke-duisburg-erhoehen-ab-maerz-preise-fuer-strom-und-gas-id216203445.html

Naja, die Erhöhung gegenüber dem bisherigen Gaspreis sowie Strompreis der Stadtwerke mag ja moderat sein, doch das Niveau der Stadtwerkepreise war und ist bereits hoch.

Ein einfacher Preisvergleich zeigt, die Duisburger Stadtwerke liegen z.Z. (um 2 Uhr morgens am 21.1.2019) beim Gas fast 500 EURO über dem günstigsten Tarif anderer Anbieter und beim Strom rund 200 EURO darüber.

Verglichen habe ich einen Drei-Personenhaushalt mit 100qm Wohnfläche und beim Gas mit 11.000 kw/h und beim Strom mit 3.300 kw/h Jahresverbrauch und das auf zwei Portalen für Energiepreisvergleiche – testsieger.de und check24.de

Bei den Stadtwerken habe ich die Preise der unterschiedlichen Tarifmöglichkeiten(Gas sechs und Strom 11 Vertragsarten) gemittelt.

Die Frage die sich jetzt ergibt lautet: Wieso sind die Preise der Duisburger Stadtwerke für Gas und Strom so hoch? Ich würde mir als Anteilseigner(Duisburg) die Geschäftsleitung mal ins Haus bestellen, um sechs Uhr morgens, also noch eine  Stunde früher als letztens Andreas Scheuer den Bahnvorstand. Dann haben die wenigstens einen Grund nicht so ausgeschlafen zu sein wie es die Hochglanzwerbung verspricht.

Ah, ich verstehe, da heisst es auf der Website https://www.stadtwerke-duisburg.de/engagement/heimvorteil/ in Auszügen:

Ihr Heimvorteil: … lokaler Versorger … , faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

… unsere Verantwortung für den Standort und für … Duisburg. Aus diesem Grund engagieren wir uns … unsere Stadt lebenswerter.

Es spricht vieles dafür, die Stadtwerke Duisburg als Energieversorger zu wählen … Engagement … für Duisburg.

Ich fasse mal zusammen: Die Stadtwerke tun mehr für Duisburg als alle anderen Versorger dies tun, deshalb wahrscheinlich auch die höheren Preise.

Blöd nur, dass die Preise ja z.B. auch für Münchener gelten und die haben wenig von dem Engagement hier in Duisburg.

Kann es also sein, dass wir hier verarscht werden, weil ja die drei Macher auf dieser Seite

https://www.stadtwerke-duisburg.de/unternehmen/vorstand/

einfach nur gerne so weitermachen würden wie bisher, weshalb sie uns hier in Duisburg Honig um den Mund schmieren. Dabei könnte es vielleicht betriebswirtschaftlich besser sein mehr Kunden zu haben, mehr umzusetzen und dann bei Erfolg die Profite an die Stadt abzudrücken, die dann damit was Vernünftiges macht. Obwohl man Letzteres auch nicht erwarten darf. Ein Dilemma.

Nun werden die drei Herren mir vorrechnen, dass nur wie bisher, also mit weniger Kunden, die aber mehr zahlen, die Erträge zu erwirtschaften sind die man braucht. Ein Modell, dass die Albrecht-Brüder im preissensiblen Deutschland nicht verfolgt haben.

Ich „schlage“ dann mit dem Argument zurück, wie es denn wäre die Stadtwerke mal grundsätzlich zu entschlacken und einer Kosten-Fastenkur zu unterziehen. Bei dem 21-köpfigen Aufsichtsrat würde ich klitzeklein anfangen, denn da sitzen sicher zudem eine Menge Leute ohne Ahnung vom (Energie-)Business.

https://www.duisburg.de/vv/produkte/pro_du/dez_i/20/beteiligungsbericht.php

Auch die Abführung von Gewinnen an die Konzern-Holding-Mutter DVV sollte mal auf den Prüfstand. Was hat die DVV mit den 44,454 Mio EURO von der SWDU aus 2017 gemacht, denn sie selbst hat weitweit weniger für 2017 an Duisburg überwiesen? Liegt vllt. da der Hase im Pfeffer?

Ach, da sitzen ja die selben Personen im Vorstand. Und im AR sitzen sogar 24 Personen. Wobei eine Person besonders auffällt, der Vorsitzende des Aufsichtsrates. Sie erraten es kaum, der Name ist: Knil Nerös. Der Mann mit der schicken Brille der Duisburg attraktiver machen will.

aufRecht bestehen: Protestaktion vor dem Jobcenter am 22. Januar zw. 8 und 11 Uhr

Zur Zeit befasst sich das Bundesverfassunggericht mit den Sanktionen rund um Hartz IV.  Vor allem das Duisburger Jobcenter soll berüchtigt sein für Sanktionen.

U.a. darauf will am kommenden Dienstag vor dem Jobcenter eine Protestaktion aufmerksam machen.

Verantwortlich zeichnet Detlev Hertz aus Duisburg. Alles weitere entnehmen Sie der Titelseite des Flyers.

Kontaktadresse per Mail ist aufrechtbestehenh4.duisburg@gmail.com

 

Krützberg hat in Sachen Schule wahrscheinlich total versagt: Note 6 – setzen!

„Ich bin KEIN Mann für schnelle Fälle.“ so die Überschift eines Artikels aus dem Jahre 2017 als Thomas Krützberg(SPD) ein weiteres seiner vielen Ämter übernahm.

Der Beigeordnete leitete bis dato „NUR“ das Dezernat für Familie, Bildung und Kultur. Dann kam noch das Sozialdezernat hinzu.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/ich-bin-kein-mann-fuer-schnelle-faelle_aid-20668693

Da hatte der Mann also schon ein fettes Amt und kriegte gleich noch eins, dabei schlug und schlägt er sich auch mit etlichen weiteren Posten rum (u.a. AR bei der wfbm), ich berichtetet letztens noch davon.

Letztlich weiß jeder Blödmann, dass der Tag nur 24 Stunden hat und wer so viele Ämter hat wie Krützberg, ist entweder Gott, Trump oder eben in manchen Ämtern ein Versager.

Was sich am Duisburger Schulhimmel nicht erst seit gestern zusammenbraut, müsste eigentlich ständig laut krachend über dem Mann zusammenschlagen.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-schulen-warnen-vor-dem-kollaps_aid-35689759

Demnach braucht Duisburg in den kommenden Jahren bis zu 20 neue Grund- und bis zu 10 neue weiterführende Schulen. Die aktuelle Schulentwicklungsplanung in Duisburg wird als „nicht zukunftsorientiert“ bezeichnet.

Und von dem Sanierungsstau an Duisburger Schulen rede ich erst gar nicht.

Ich weiß auch nicht ob Thomas Krützberg überhaupt einen Plan hat. Bisher wird irgendwie nur immer rumgedoktert und PR-mässig rumgelabert. Man hat zwar keine Schulen, aber bei SmartCityDuisburg-Events zum Thema Bildung kann man so richtig bildungsstark auf die Kacke hauen.

Dass Sie kein Mann für schnelle Fälle sind, Herr Krützberg, das merken wir. Vielleicht konzentrieren Sie sich mal auf nur ein Amt, für das Sie immerhin schon gut genug entlohnt werden oder machen Platz für bessere Leute!  Letzteres gefiele mir übrigens besser.

Denn diese Strippenzieherei durch Ämterhäufung, von der mir einige Leute berichten, wenn die Sprache auf Sie kommt, bringt scheinbar in Sachen Schule nichts und niemanden sinnvoll weiter.

Es soll auch eine größere Gruppe von Migranten-/Flüchtlingskindern geben, die überhaupt nicht beschult werden, obwohl Schulpflicht besteht.

Auch im sozialen Bereich bemerke ich etliche Katastrophen wie zB die Fälle wfbm und ZOF zeigen. Fälle die in Ihre Amtszeit fallen. Von einer inzwischen besseren Bezahlung der behinderten  wfbm-Mitarbeiter habe ich auch noch nicht Neues gehört. Immerhin sitzen Sie dort im Aufsichtsrat.

So wüsste ich im Zusammenhang mit ZOF gerne mal ob die neuen Streetworker von 2013 tatsächlich 1 Mio. EU bis 2016 bei der Stadt eingespart haben.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/stadt-duisburg-will-durch-effektivere-jugendhilfe-einsparen-id8702205.html

Und im Duisburger Kulturleben sehe ich mehr dunkle als helle Stellen. Dazu aber ein anders Mal mehr. Übrigens: Wird die Oper immer noch mit jährlich 10 Mio. EURO subventioniert? Und die Mercatorhalle auch? Sie sind ja GF bei DuisburgKontor und DuisburgKontor Hallenmanagement, das müssten Sie also ganz genau wissen.

 

 

LoPa-Prozess: Schlechteste Werbung für Duisburg zur besten Sendezeit

Ich hoffe OB Link ist gestern Abend sein Dauergrinsen aus dem Gesicht gefallen. Seine kürzliche Forderung nach mehr Attraktivität für Duisburg kann er sich auch wohin stecken.

Wer gestern Abend das „heute Journal“(ZDF) um 21.45 Uhr gesehen hat und  Duisburg liebt, dem wird schlagartig klar geworden sein, die Angeklagten im   LoPa-Prozess werden wohl glimpflich davonkommen.  Andere die dort sitzen sollten, sind gar nicht erst angeklagt worden.

Nach fast neun Jahren müssen die Hinterbliebenen und damals Verletzten diese bittere Pille schlucken. Ein Vater aus Spanien sagte im TV-Beitrag sinngemäß: Es ist, als würde meine Tochter ein 2. Mal sterben.

Und was hatte Link noch getönt am 2. Jahrestag(2012) – ab Minute 4.50:

VIDEO

Er, der letztlich von Sauerlands Rausschmiss durch die Bürger profitiert hat, hat dadurch unausgesprochen auch ein Erbe übernommen. Aber was weiß ein Ex-Schul-Verwaltungs-Laufbahn-Leisetreter und Politamateur, der von Ziehvätern wie Mettler und Jäger die Flasche bekam und bekommt, schon von Stil und Rückgrat, wenn es doch letztlich um die Partei und Macht geht?

Auch nur ein weiterer Versager.!? Transparenz? Fehlanzeige. Aufklärung? Fehlanzeige. Stellen und Kaltstellen von Organisationsversagern? Fehlanzeige.

So wird das Ganze zur schlechtesten Werbung für Duisburg, „geht“ inzwischen durch sämliche Medien und läßt das Image der Stadt nochmals um etliche Prozentpunkte sinken.

Aber keine Bange, manche Typen erkennen darin ihre Chance, denn wer am Boden ist, ist umso besser zu überwältigen.

Ich hoffe Sie wissen was Sie bei der nächsten Kommunalwahl zu tun haben.

Ach ja, was ich noch so richtig zum Kotzen finden, sind die Sprüche von einigen Zeitgenossen die sich inzwischen z.B. über Ex-OB-Sauerland ganz versöhnlich äussern: „Der konnte ja gar nicht so viel dafür.“ Der Ausgang des Prozesses, wie er sich nun abzeichnet, wird dem weiteren Vorschub leisten.

Noch allerdings geht der Prozess vorerst weiter.

Bas und Özdemir: Mimimi … gegen Aushöhlung von Tarifverträgen … Mimimi … wein, heul, schnief …

Echte demütige Anteilnahme am Schicksal der real,-Beschäftigten zeigen aktuell unsere beiden SPD-Bundesgenossen und Bundestags-Hinterbänkler Bärbel Bas und Mahmut (passend ausgesprochen: MachMut) Özdemir.

Solidarität mit den real-Beschäftigten die derzeit von betrieblichen Veränderungen in schwerem Fahrwasser bei der Handelskette real,- betroffen sind.

https://www.lokalkompass.de/duisburg/c-politik/solidaritaet-mit-real-beschaeftigten_a1055757

Um Kosten zu senken will man sich angeblich aus der bisherigen Tarifbindung lossagen. Das würde zur Aushöhlung der Verträge und zu Lohndumping führen, so die beiden amateurhaften Profipolitiker. Die SPD möchte dagegen faire Bedingungen und Tarifverträge. AHA.

So, und nun werfen wir mal einen Blick auf die gar nicht so alte Vergangenheit der DDVG. Kennen Sie nicht, liebe LeserInnen? Tja, das ist der Name des SPD-eigenen Zeitungs-Verlags-Imperiums mit zahlreichen Beteiligungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft

https://www.ddvg.de/

Und wenn man mal ein wenig recherchiert dann findet man so einige interessante Artikel, die die aktuellen Forderungen von Bas und Özdemir ein wenig, ich sag mal, dreist und würgereiz-fördernd erscheinen lassen.

Denn wie wir wissen müssen besonders die Dinosaurier der Medienlandschaft, die gedruckten Zeitungen, immer noch per Zeitungsboten in die Briefkästen verbracht werden. Ja und bei der Bezahlung waren oder sind die DDVG-Eigentümer (=SPD) nicht gerade auf das bedacht, was sie für andere wie real,- so wohlfeil und PR-wirksam predigen.

Hier nur zwei Beispiele(Links) für Verlogenheit („Mimimi“) vorab. Wer noch überlegt ob und wie das alles zusammenpasst, dem sei geraten so manche politische PR-Meldung der SPD-Genossen mal unter dem Gesichtspunkt der Besitzverhältnisse und des Verhältnisses von Redaktion und Verlagsleitung zu prüfen.  Sie kennen doch den SPD-Schlager „Wessen Hand mich füttert den beiß ich nicht.“

https://www.achgut.com/artikel/sozialabbau_fuer_das_spd_zeitungsimperium

https://www.mdr.de/investigativ/zeitungszusteller-mindestlohn-rente-100.html

Weitere erhält man wenn man bei google „DDVG Mindestlohn“ eingibt und sich dann die News anschaut.

 

Wohnnebenkosten in Duisburg hoch – in Moers noch höher

Der Verein „Haus & Grund“ hat verglichen, wie die Gebühren und Abgaben  in den 100 größten Städten der Republik aussehen, denn viele Bürger stehen diesen Nebenkosten ohnmächtig gegenüber, da sie meist keine Auswahlmöglichkeit beim Anbieter haben.

Haus & Grund Deutschland hat zur Ermittlung der Daten und Fakten das Institut der deutschen Wirtschaft Köln beauftragt. Grundgröße war dabei eine vierköpfige Familie mit einem kleinen Eigenheim. Müllgebühren, Abwassergebühren sowie die Grundsteuer B sind in den Vergleich eingeflossen. Ergebnis: Die Preise und die Steuer, die Verbraucher zahlen müssen, variieren je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich. Freuen können sich die Regensburger, die im Schnitt nur mit 857 Euro pro Jahr belastet werden.

In Duisburg müssen für die selben Leistungen immerhin durchschnittlich 1.574 Euro pro Jahr aufgewendet werden. In Moers muß man sogar 1.919 Euro dafür zahlen.

Kantpark: Eine unendliche Geschichte endlich zu Ende?

Was ist beim Umbau eines relativ kleinen Parks eigentlich so schwierig? Keine Ahnung. Der Kantpark jedenfalls wird nicht fertig. Doch! Denn jetzt gibt es angeblich einen neuen Fertigstellungstermin. Die Stadt verkündet derzeit, dass die Arbeiten spätestens im März größtenteils erledigt sein werden.  Restarbeiten könnten dann noch an der Düsseldorfer Straße anfallen. Die Kosten für den Umbau sind bereits von 1,4 auf 2,3 Millionen Euro gestiegen.

Wenn sie Geld wollen gehts ganz schnell – dann sind auch Feiertage kein Problem

Mülheim hatte Ende 2017 mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von sage und schreibe 11.320 € die einsame Spitze in NRW. In NRW folgen auf Mülheim mit Abstand Oberhausen(9.871 €/Kopf) und Hagen(8.429 €/Kopf), also Städte, die bis vor drei Jahren noch weit vor Mülheim lagen. Beim viel sozialschwächeren Gelsenkirchen war die Pro-Kopf-Verschuldung mit 6.513 € nur etwas mehr als halb so hoch wie in Mülheim.

2018 dürfte Mülheim garantiert seinen „Spitzenplatz“ dabei noch weiter ausgebaut haben!

Um den RP wohlgesonnen zu stimmen, wurde im Mülheimer Rat am 6. Dezember eine drastische Grundsteuererhöhung von 640 auf 890 Punkte (= 39%-Erhöhung = erhoffte 16,2 Mio. Mehreinnahmen) beschlossen. Ebenso milde stimmten den RP scheinbar auch ÖPNV-Einsparungen iHv von 9,4 Mio. irgendwann und irgendwie die nächsten Jahre, nebulöse Personaleinsparung von 2,5 Mio. in 2021 und 6 Mio. in 2022 und eine allgemeine Absichtserklärung zur überfälligen Durchforstung der üppigen Ausgaben im Dezernat Bildung, Soziales, Jugend, Gesundheit, Sport und Kultur.

Der RP genehmigte daraufhin umgehend nachträglich den Haushalt für 2018 (erst im Dezember 2018!), um erneut zu vermeiden, dass die hochbezahlte sog. Aufsichtsbehörde einen Sparkommissar schicken müsste, um die seit Jahren völlig aus allen Fugen geratene Mülheimer Haushaltsführung und –planung zu korrigieren.

Inwieweit die fantasie- und perspektivlose Erhöhungsorgie bei der Grundsteuer

1.)  überhaupt die erhofften ca. 16,2 Mio. Mehreinnahmen erbringen wird, ist unklar, denn sowohl bei Sozialmieten wie bei städtischen Anmietungen wird wohl evtl. die Stadt selber für die erhöhte Grundsteuer aufkommen müssen

2.)  Ein noch viel größeres Problem: Weil die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer B in 2019 nach mehrfachen Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes geändert werden muss.

Für etliche Eigentümer und in der Folge wohl auch Mieter wird damit die Grundsteuer steigen, für andere evtl. weniger ausmachen. Damit wird die Erhöhungsorgie in Mülheim noch größere negative Auswirkungen für manche Bürger/innen haben.

Doch egal: Erst einmal hat Mülheim nun auch bei der Grundsteuer B einen absoluten Spitzenplatz eingenommen.

Die Bescheide erreichten die Hauseigentümer bereits  am 11. Januar, also knapp fünf Wochen nach der Ratsentscheidung. Die Verwaltung hat also trotz der Rathausferien von Weihnachten bis zum 6. Januar ungewöhnlich schnell und noch ungewöhnlicher effektiv gearbeitet, was man bei dem sonstigen Drunter und Drüber zumeist nicht mehr so gewohnt ist.

Viele Bürger/innen sind ziemlich erbost über die völlig unverhältnismäßige Mehrbelastung. Nicht wenige würden klagen, allerdings dürfte dabei keine Erfolgsaussicht bestehen, wie entsprechende Klagen in Duisburg vor zwei Jahren gezeigt haben.

Da der Rechtsstaat keinen Hebel bietet, kann man nur Landesregierung und Aufsichtsbehörde auffordern, sich endlich intensiver und anders als bisher um ihr „Sorgenkind“ Mülheim zu kümmern, denn schließlich bürgt das Land für seine Städte und auch Düsseldorf sollte es nicht gleichgültig sein, wenn die Bevölkerung in einer ihrer Großstädte derart vor den Kopf gestoßen wird.

Dass man vor Ort die offensichtliche Misswirtschaft nicht wirklich und ernsthaft angehen will, zeigt auch das ziemliche Desinteresse von Verwaltungsvorstand und Ratsmehrheit, bei Dezernatszuschnitten und Dezernentenwahlen vom gewohnten und grandios gescheiterten „weiter wie gehabt“ auch nur ein Jota abzurücken.

Gastbeitrag von Lothar Reinhard, MBI-Fraktionssprecher, Mülheim-Ruhr