Rat entscheidet heute über 80 Angelegenheiten

Volles Programm für den Stadtrat am heutigen Montag. Rund 80 Entscheidungen -grössere und kleinere- sollen gefällt werden. Wenigstens gibt es Freibier in den Pausen. Prost.

Dabei sind auch zwei Entscheidungen die ich hier besonders aufgreifen will. Erstens die über das Weiter in Sachen „The Curve“.  Nach all den Problemen(ich berichtete) hat man heute als Ratsmitglied die angeblich finale Möglichkeit zu entscheiden ob es weitergehen soll oder eben nicht. Im Vorfeld sollen die Bekundungen zu einem „Weiter“ schon laut geworden sein, ich tippe auch darauf. Ob das eine gute Entscheidung ist wird sich zeigen, ich tippe mal auf „nein“ und damit auch auf ein fröhlich-dilettantisches „Weiter-so“ in Sachen Geldverbrennung.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/stadt-und-rat-wollen-prestige-projekt-the-curve-fortfuehren-id227233673.html

Dafür sollen nun jedoch Tum und Lesmeister ev. zur Rechenschaft gezogen werden, die möglichen Bauernopfer, die es aber wohl auch mitverbockt haben. Aber beide sind ja weich gefallen. Erinnert mich stark an Spaniel und Rogg(wfbm).

Und in Sachen MSV-Stadiondach werden wir wohl Ähnliches erleben.

Zurück zum Rat: Zweitens wird es um die Absegnung des Digitalen Masterplanes von Martin „The DigiDez and Kämmerer“ Murrack unter der Ägide von SmartCityDuisburg gehen.

Man findet z.B. den Begriff „Once Only“ nicht in einem Satz, aber dafür jede Menge anderen Quatsch – immer aus der Sicht der Politik, Verwaltung und ihnen genehmer Anbieter.  Once-Only bedeutet, das jeder von uns nur noch einmal digital „erfasst“ wird und diese Daten für sämtliche Vorgänge in der Verwaltung zur Verfügung stehen.

https://sessionnet.krz.de/duisburg/bi/getfile.asp?id=1626618&type=do

Stattdessen sind so viele „Leuchtturm“-Einzelprojekte angehäuft, dass es wehtut. Der Punkt 6.7 scheint mir aus Bürgersicht am dringlichsten zu sein und dem Once-Only-Prinzip zu entsprechen.

Achtung Herr Murrack: Viele Köche verderben den Brei.

Und so banale Dinge wie die Digitalisierung aller Datenbestände (Scannen und Archivieren) findet man auch nicht.

Wenn man dann zeitgleich liest, dass das derzeitige bundesweite Problem mit der Verwaltungs-IT, die nicht fertig wird und Unsummen mehr kostet, fragt man sich schon wie eine Stadt wie Duisburg das alles wuppen will, was man sich mit dem Digtalen Masterplan vorgenommen hat.

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bundes-it-krisenprojekt-wird-ein-fall-fuer-olaf-scholz-a-1289030.html

Ich schätze mal das vieles einfach über kurz oder lang wieder verschwinden wird. Zumindest bis zur Wahl wird es jedoch weiter beworben und hochgejubelt. Da würde ich dann konsequenterweise auch OB Link schnell mal als eine Art Max Headroom „installieren“. Wobei mir die Idee zu einem Ballerspiel vorschwebt das in einem örtlichen Laufhaus mit Paternoster spielt.

Wurde Marxloh auf Betreiben der SPD eine Art Ghetto?

Merkwürdige Frage denken Sie, doch wenn man mal einen Blick wirft auf  so einige Dinge der letzten Monate und Duisburgs Entwicklung anschaut, dann könnte man auf diese anscheinend abwegige Frage kommen.

Zuerst liest man mal den Artikel über einen Gastbeitrag von Sigmar Gabriel zur Orientierung der heimischen SPD an der dänischen. Die dänische SPD hat nämlich mit einem „Rechtsruck“ einen beachtlichen Erfolg.

https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-die-spd-sollte-sich-am-erfolg-der-daenischen-genossen-orientieren/24428330.html

Dann liest man sich mal durch was abgeht in Dänemark in Sachen Gehettoisierung:

https://www.sueddeutsche.de/politik/daenemark-gesetz-des-ghettos-1.4038575

https://www.deutschlandfunk.de/neue-sprache-alte-richtung-die-daenische-auslaenderpolitik.795.de.html

Die derzeitige dänische Minderheitsregierung unter Leitung der Sozis führt das unter den rechtsliberalen Vorgängern beschlossene Ghetto-Projekt und -Gesetz also weiter.

Nun ist Gabriel nicht die SPD, aber man hat schon den Eindruck, dass u.a. in Duisburg sich lokale SPD-GenossenInnen nicht geringfügig an seiner Idee orientiert haben.

 

Hatte OB Link nicht eine Tariferhöhung gefordert? Nun wird der ÖPNV teurer. Aber nicht besser.

Nicht der Service und die Qualität des ÖPNV verbessert sich, sondern die Ertragslage des VRR bzw. der ihm angeschlossenen ÖPNV-Unternehmen.

Denn die Tickets, vor allem für die Stammkundschaft, werden teurer.  https://www.waz.de/politik/landespolitik/vrr-kassiert-vor-allem-bei-treuen-kunden-ab-id227207011.html

Na herzlichen Dank, dass wird nun sicher noch mehr Leute als bisher dazu bewegen vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen(LOL). Wir reden derzeit ja auch gar nicht von Klimaschutz usw.

Deshalb hagelt es auch auf der WAZ-Seite jede Menge Kommentar-Kritik vor allem am VRR und den Kirchturms-Versagens-Fabriken der einzelnen Städte. Letztere müssen sich ja unbedingt für ihre Herrscharen an Partei-Mitgliedern fast jede einen ÖPNV inkl. der jeweiligen Unternehmensstruktur leisten.

Und wir zahlen sicherlich als ÖPNV-Nutzerschaft immer noch an den Altlasten ab, die heutige Leuchtturmverkünder wie Wirtschaftsdez. Andree Haack vor Jahren auch schon wie irre anboten. Ich denke da an Kosten wie zum Beispiel die für die Instandhaltung von U-Bahnanlagen.

Dass gerade in Duisburg auch der neue Fahrplan heiss diskutiert wird kommt als Ärgernis für etliche Fahrgäste in Form eines sauren Sahnehäubchens der Unverfrorenheit obendrauf.

Dass Monheim seinen ÖPNV kostenlos anbieten kann ist ja fast schon ein Wunder, genauso wie der Neubau eines chinesischen Groß-Flughafens in vier Jahren, während der BER immer noch nicht eröffnet wurde, dafür aber wohl noch viel teurer wird.  https://www.spiegel.de/plus/ber-wird-der-pannenflughafen-berlin-brandenburg-noch-teurer-als-befuerchtet-a-00000000-0002-0001-0000-000166156946

 

Fehlentscheidungen der rot-schwarz-grün-gelben NRW-Verkehrspolitik am Beispiel der stillgelegten Rheinischen Bahn

Gastbeitrag:

Zum wiederholten Male wird nun eine Zugverbindung von Duisburg über die sog. Ratinger Weststrecke ins Gespräch gebracht. Gut so und sinnvoll, wenn es endlich auch umgesetzt würde. Sie würde auch Mülheim-Entenfang mit vielen nur per Auto erreichbaren Bewohnern direkt anbinden. Doch es lohnt sich, die jüngere Bahngeschichte speziell im westlichen Ruhrgebiet noch einmal genauer zu beleuchten. Dann versteht man vielleicht das riesige Dilemma der deutschen Verkehrs- und Klimapolitik eher, denn auch in anderen Teilen Deutschlands fanden ähnliche Fehlentwicklungen statt, die jetzt eine rasche Verkehrswende so schwierig machen. Beteiligt waren alle Entscheidungsträger: Die Bahn, SPD und CDU im Wechsel, die FDP, die Grünen in diversen Regierungen und natürlich die EU mit ihrer Maxime der unbegrenzten Mobilität von Gütern und Personen.

Die fundamentalen Fehlentscheidungen der NRW-Verkehrspolitik am Beispiel der stillgelegten Rheinischen Bahn

Bereits zu Beginn des neuen Jahrtausends verkündeten die Berliner und Düsseldorfer Minister mehrfach vollmundig in Parteiprogrammen und Sonntagsreden, daß wir in Zukunft auf deutschen Autobahnen nicht mehr ganz so oft im LKW-Stau stehen müssten, weil künftig wieder mehr auf Schienen transportiert werden solle. Wie so etwas erfolgreich funktioniert, hat die Schweiz eindrucksvoll vorgemacht. Aber war die Deutsche Bahn überhaupt in der Lage, künftig wieder mehr Güter zu transportieren? Plante sie schon entsprechend langfristig den Ausbau bestehender Strecken und arbeitete aktiv an neuen Strategien, um verlorene Kundschaft zurückzugewinnen?

Rund um das Ruhrgebiet geschah aber das exakte Gegenteil.

Die Rheinische Bahn führte noch in den 90er Jahren als vielbefahrene  Güterstrecke quer durch das Ruhrgebiet u.a. über Gelsenkirchen-Wattenscheid, Essen, Mülheim-Speldorf, Duisburg-Wedau. 2002 wurde die Rheinische GüterBahn dann dicht gemacht. Das wirkte, als würde man einem herzkranken Patienten den Bypass entfernen. Das Eisenbahn-Nadelöhr Ruhrgebiet wurde dadurch noch einmal enger – nicht nur für den Güter- sondern auch für den Personenverkehr. Und warum ? Gerade mal 6 Millionen Mark hätte eine komplette Sanierung der Rheinischen Bahnstrecke gekostet. Genaugenommen gab es nur eine einzige plausible Erklärung: Und die wäre sehr, sehr, sehr viel teurer geworden.

Der Metrorapid, Lieblingsprojekt des damaligen NRW-Ministerpräsidenten Clement (damals SPD), sollte zwischen Dortmund und Köln gebaut werden für vermutete mindestens 6 Milliarden Mark damals. Nur wäre der für  Güterverkehr ungeeignet gewesen und sein Nutzwert für den Personenverkehr war hochgradig umstritten. Vor allem aber hätte der Metrorapid, alias Clementino, viel Platz benötigt für seine notwendigerweise separaten Strecken. Und genau dafür wurde die Rheinische Güterbahnstrecke stillgelegt, um zwischen Gelsenkirchen und Mülheim-Hbf. auf den ex-Bahnstrecken den Metrorapid bauen zu können, u.a. einmal quer durch ganz Mülheim. Der völlig unseriös forcierte Metrorapid starb schließlich 2002 und Clement wurde zum „Super“minister nach Berlin abgeordert für die rot-grüne Schröder/Fischer-Combo. Nachfolger Steinbrück versprach in Düsseldorf einen Rhein-Ruhr-Express statt des Metrorapid-Desasters und wurde zusammen mit seinem grünen Regierungspartner, dem Duo Vesper/Höhn krachend 2005 abgewählt.

Für Güter- und auch Personenverkehr auf Schiene und nicht per LKW bzw. PKW war das Metrorapid-Abenteuer eine Riesenkatastrophe.

Denn man hätte die Rheinische Güterstrecke nicht nur erhalten, sondern vielleicht sogar rentabel machen können. Tatsächlich war jahrelang eine Reaktivierung der Strecke für Personenzüge geplant gewesen …. bis eine Wirtschaftlichkeitsberechnung im Auftrag der Bahn 2002 behauptete, daß sich das nicht rechnen würde. Angeblich gäbe es zu wenig Fahrgäste zwischen Ratingen und Gelsenkirchen. Das besonders Pikante daran war, dass das gleiche Düsseldorfer Büro, das vorher jahrelang mit der Untersuchung einer Personenbeförderung auch auf der Güterstrecke beauftragt war, nun im Zuge der Metrorapid-Vorgaben durch die Städte tingelte, um seine neueren Wirtschaftlichkeitsberechnung vorzustellen mit dem einzigen Fazit der Stillegung der Rheinischen Bahn.

Dann passierte lange Jahre nichts mehr und auch die Pläne für den Rhein-Ruhr-Express kamen nur sehr schleppend voran oder stagnierten. Kein Wunder, denn der schwarzgelben Rüttgers-Regierung waren SPV und ÖPNV alles andere als eine Herzensangelegenheit. Sie wurden 2010 wieder  abgewählt und durch eine neue rotgrüne Ära mit dem Gespann Kraft/Löhrmann ersetzt. Die richteten dann u.a. in der Schulpolitik bis zur Abwahl 2017 viel Chaos an, doch sie gedachten zumindest der stillgelegten Rheinischen Bahntrasse und des Rhein-Ruhr-Express-Versprechens, was endlich nach über 1 Jahrzehnt ernsthafter in die Planungsphase genommen wurde. Und für die vergammelnde Bahntrasse, da nahm man/frau sich eine Radschnellweg vor, den RS 1, der irgendwann von Hamm bis Duisburg gehen soll, was in einigen Teilstrecken aber sehr kompliziert werden wird. Zumindest von Essen über Mülheim-Hbf. bis zur Hochschule ist die quasi-Radautobahn nun fertig für nicht wenig Geld, doch insgesamt als deutliche Verbesserung des Radverkehrs.

Dennoch: Die Aufgabe einer derart wichtigen Bahnverbindung wie der Rheinischen Bahn hat im Ruhrgebiet als wichtigem, zentralen EU-Transitland eine dringend erforderliche Verlagerung im Gütertransport vom LKW auf die Schiene massiv erschwert.

Die MBI haben sich seinerzeit massiv engagiert gegen die für Mülheim hochgradig zerstörerischen Metrorapidpläne, doch wir standen vor Ort ziemlich alleine. Nach dem absehbaren Ende von Clements Träumereien fragten wir des öfteren in Mülheim und Düsseldorf nach, was denn mit der für die Fehlplanung stillgelegten Bahntrasse geschehen solle und ob nicht doch zumindest eine S-Bahnlinie zur Personenbeförderung gemacht werden könne, wie in den 90er Jahren angedacht. Doch außer den üblichen hohlen Phrasen erhielten wir nie eine Antwort. Als dann Rotgrün mit ihrem Radschnellweg als dem NonPlusUltra kam, versuchten wir noch einmal zu thematisieren, dass zukünftiger umweltschonenderer Verkehr unbedingt auch Bahnstrecken benötigen würde wie die der Rheinischen Bahn. Doch man behandelte uns wie von einem anderen Stern, so sehr war Rot-Grün berauscht von ihrer Radautobahn.

So kam es, wie es kommen musste. Nun will man wenigstens als quasi-Reststück die Ratinger Weststrecke reaktivieren, hoffentlich auch wirklich.

Verfasser:

L. Reinhard, MBI-Fraktionssprecher und G.-W. Scholl, MBI-Bahnverkehrsexperte

Die Wahltrickser.

2020 steht die Kommunalwahl an und plötzlich ist Geld im Stadtsäckel um Strassen zu sanieren – und keine Strassenbaubeiträge zu verlangen.

Links Ausrede die Sache sei schon im Juli im Rat beschlossen worden ist ziemlich lächerlich, der Wahlkampf war auch dann schon im Gange.

Der OB sollte mal lieber erklären wieso er denn die Gelder übrig hat, womöglich weil er sie vorab genau für den selben Grund gespart hatte, um sie wahlwirksam nun auszugeben. Oder er hat sie an anderer Stelle für den nächsten Wahlkampfcoup 2025 eingespart.

Oder die Kohle fehlt dann eben nach der Wahl.

Auch Digi-Dez und Kämmerer Murrack hat heute in Sachen SmartCityDuisburg ähnlich auf die Kacke gehauen. Dazu heisst es quasi sinngemäß: Er säße ja als Kämmerer an der Geld-Quelle.

Dann noch die 50 Millionen für Marxloh und Hamborn, wie passend.

Wer diesen Manövern auf den Leim geht tut mir leid.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/duisburg-investiert-3-3-millionen-euro-in-strassensanierung-id227194131.html

 

SmartCity-Rumgesülze und Bekenntnis zu Huawei – Transparenz gleich NULL

Wenn man ein Thema am Kochen halten will oder muß, dann bleibt einem nichts ausser in „stilleren“ Zeiten ein wenig pr-technisch auf die Kacke zu hauen. Dann heisst es Masterplan: Ich schrei mich weg.

Diemal können wir aus der WAZ erfahren wir superduper, wie superinnovativ, superpraktisch und superclever, kotz-würg, Digital-Dez und Kämmerer Murrack seinen Job macht. Von dem Projekt SILKE, für das doch kürzlich zwei Auszeichnungen(LOL) eingeheimst wurden, kein Sterbenswörtchen.

Aber ich liebe Murrack und Co. dafür, dass sie den Begriff „SmartCityDuisburg“ weiter etablieren, die passende Domain dazu (www.smartcityduisburg.de) hab ja schließlich ich, und das erspart mir eine Menge Werbegeld. UPPS, das hätte ich lieber nicht verraten sollen.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/masterplan-smart-city-so-will-duisburg-digitaler-werden-id227189115.html

Viel interessanter als das Gesülze ist ein gleichzeitiges Bekenntnis der Stadtoberen zu Huawei, dem Letter-Of-Intent- und Technik-Partner von Duisburg in Sachen SmartCity. Übrigens auch Technik-Partner von Gelsenkirchen in Sachen SmartCity. Dreimal dürfen Sie raten wem auch die passende Domain gehört.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/smart-city-kooperation-mit-huawei-fuer-duisburg-kein-problem-id227189311.html

So heisst es in der Überschrift dieses zweiten zeitgleichen WAZ-Artikels: „… für Duisburg kein Problem“. Ey, einige Leute sehen das aber anders, inkl. meiner Person, der ich mich schon sehr früh dazu kritisch äusserte. So meinte zB  Jan Weidenfeld, Leiter Geschäftsentwicklung beim Mercator Institute for China Studies in Berlin, dass Huawei Zugang zu kritischen Infrastrukturen bekommt. Und chinesisches Recht besagt, dass Datenströme der Kommunistischen Partei offengelegt werden müssen, auch außerhalb Chinas.

Martin Murrack entgegnet: Huawei habe sogar seine Quellcodes geöffnet und für das Duisburger Hochsicherheitsrechenzentrum seien Server gekauft worden, bei der Telefonie sei ein anderer Anbieter gewählt worden.

Allein der Satz „für das Duisburger Hochsicherheitsrechenzentrum seien Server gekauft worden“ ist schon so bekloppt, dass man schreien möchte.

Apropos Quellcodes geöffnet: Die kann man beliebig ändern. Und Murrack wird die Codes wohl auch nicht ausprobiert haben.

Ach ja, wenn Murrack, Link und Co. so überzeugt sind von Huaweis Redlichkeit, wobei andere Anbieter aus dem Sektor auch nicht besser oder schlechter sein dürften, dann bitteschön, stellt den Letter-Of-Intent transparent für alle ins Netz und auch die besagten Quellcodes.

Innenhafen an City anbinden oder umgekehrt. Wozu?

Angeblich wird schon seit Jahren diskutiert, dass der Innenhafen besser an die City oder umgekehrt angebunden werden soll. Immerhin sind es rund 10-20 Fussminuten(eine Wegstrecke) die man bereit sein muß zurückzulegen.

Was Sir Norman Foster vor etlichen Jahren ins Spiel brachte, was aber nie wegen des notwenidigen Kleingeldes realisiert wurde, scheint irgenwie immer wieder in den Köpfen der Leute rumzuspuken.

Ich glaube nicht das es viele Leute sind und halte die Idee auch für abwegig. Denn was soll das bringen? Wem soll es nutzen oder Freude bereiten? Und warum soll dafür Geld ausgegeben werden.

https://www.waz.de/staedte/duisburg/innenhafen-und-duisburger-city-besser-verbinden-id227188481.html

Baut ’ne Tramstrecke oder ’ne Seibahn und ihr habt ’ne Attraktion aber mit dem was die Infrastruktur bisher hergibt wird das eher ein teurer Rohrkrepierer.

Und bitte nicht vergessen, bald muß auch die „Neue City“ auf der Duisburger Freiheit an die alte City angebunden werden. Und auch das dürfte nicht leicht fallen.

Wenn vielen schon der eine Kilometer Königstrasse zwischen Hbf und Kuhtor zu viel ist, die Ex-Shopping-Meile Münzstrasse ein eher unbeliebtes Dasein fristet, was sollen dann weitere zu laufenden Kilometer? Ausserdem wurde ja bereits eine Verkleinerung der City ins Gespräch gebracht,  insofern halte ich gegenteilige Vorhaben für einen Versuch möglicherweise Förderzuschüsse abzugreifen.

Und von den AltstadtmanagerInnen höre ich auch nicht gerade viel bis gar nichts.

Mir graut auch schon davor in der oben geschilderten Sache bald wieder etwas vom Leuchtturmpropagierer und Wirtschaftsdez Haack zu lesen, von dem ich allerdings in letzter Zeit nichts vernehme. Arbeitet der Mann noch für Duisburg?

The Curve: Auf ein Neues im Stadtrat und endlich sind mal Namen genannt worden

DingDingDing – Entscheidungsrunde im Stadtrat was The Curve angeht. Die Kämpfer im Ring sind zwar angeschlagen, haben sich aber anscheinend zu einem Rückkampf durchgerungen der nun am 30. September  im Stadtrat ausgetragen wird.

Die Stadt Duisburg auf der einen Seite und die Düsseldorfer Investoren „Die Developer“ auf der anderen haben sich in Vorgesprächen zu The Curve darauf geeinigt weiterzumachen, wenn die Stadt am Ende nur eine Million EURO bekommt, nach Verrechnung aller Arten von Kosten, deren Auflistung ich mir hier spare, oder das Projekt einzustampfen, womit klar wäre dass Duisburg erneut auf die Suche nach einem Investor gehen müsste, Kosten an ihr hängen blieben usw.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/the-curve-im-duisburger-innenhafen-abbruch-oder-weiterfuehrung_aid-45975975

Es dürfen Wetten abgeschlossen werden wie der Stadtrat sich in einer Woche in geheimer Sitzung entschliessen wird – ich tippe auf „weitermachen“. Es geht ja auch um Fördermittel(Rückzahlung) für die bekloppte Treppe, die schon arg ramponiert ist.

Viel interessanter ist jedoch die Tatsache, dass nun endlich auch mal Namen genannt werden, Namen  von Personen die ev. Schadensersatzansprüche seitens der Stadt zu befürchten haben. Zum einen Carsten Tum(Entwicklung), der aber erst kürzlich noch Boss der EG DU wurde und Daniela Lesmeister(Recht), die inzwischen die Karrieretreppe in Düsseldorf raufgefallen ist.

Es kann mir doch niemand erzählen, dass die Stadt nicht schon viel früher und dass das dafür erstellt Gutachten nicht auch schon sehr früh zutage brachte, dass beide im Fokus einer Forderung stehen könnten.

Ihren beruflichen Veränderungen hat dies nicht geschadet.

Und leider kommt das Gutachten zu dem Schluß die Forderungsdurchsetzung könnten so schwierig werden, so dass man darauf verzichten sollte.

Wer anderes erwartet hat, lebt auf dem Mond.

Liebe Schulkinder bitte melden wenn Ihr endlich einen Chip eingebaut bekommt

Ja das war ein Ding(LOL) im Juni als Martin Murrack, Digidez und Kämmerer, sich wie ein Schneekönig freute als beim eGovernment-Award von Bearing Point und Cisvo die Stadt Duisburg für ihre Projektidee SILKE -ersponnen zusammen mit dem hiesigen Fraunhofer IMS- im Rahmen von SmartCityDuisburg den Fachjury-Preis in Silber bekam. Wohlgemerkt für eine bloße Idee.

Nun fuhr oder flog Murrack vor kurzem nach Berlin ins Bundeswehr-Hub-Gedöns um auch den Publikumspreis entgegenzunehmen, diesmal in Bronze. Wohlgemerkt immer noch für eine bloße Idee.

Bei der Idee geht es darum den Schulweg für Kids sicherer zu machen indem man ihnen Chips anklebt oder auch implantiert oder einfach in die Hand drückt und dann die Chips Informationen ausstrahlen die die anderen Verkehrsteilnehmer vom Überfahren, Überrollen oder sonstwie Beschädigen der Kids abhalten soll.

Nun habe ich mich dazu schon mit allem notwendigen Spott geäussert und warte endlich auf die Realisierung von SILKE die wahrscheinlich niemals kommen wird.

Natürlich liegt mir die Sicherheit der Schulkinder am Herzen, aber es gibt wichtigere Dinge als mit Ideen rumzuspinnen, die auch noch Preise gewinnen, die den Kindern viel besser bekämen. Ich meine, was nutzt es, wenn mein Kind sicher zur Schule kommt, dort aber der Unterricht ausfällt oder ihm die Decke oder Teile davon auf den Kopf fallen könnten.

Wie abgehoben von jeglicher Realität sind all diejenigen die sich mit so einem SILKE-Quark auch nur im geringsten ernsthaft beschäftigen?

Ich sag nur: EimerEimerEimer.

https://www.duisburg.de/microsites/smartcityduisburg/news/egovernment-publikumspreis.php

https://www.ims.fraunhofer.de/de/Presse/Presseinformationen/2019/SILKE-Digitalisierungswettbewerb.html

Kurze Pause.

Weil ich den Kopf nun wieder frei hab‘ den ich grad noch übern Eimer hielt, komme ich gleich zum nächsten Blödsinn der SmartCityDuisburg-Verantwortlichen, die nur um was zu vermelden zu haben seit ein paar Wochen das Rathaus von innen scannen lassen, angeblich weil dann bessere und genauere Gebäudedaten zur Verfügung stehen.

https://www.duisburg.de/microsites/smartcityduisburg/news/d-erfassung-des-rathauses.php

So fliegt eine Drohne bzw. ein Fliewatüt und/oder fährt ein KIT oder Batmobil durch die heiligen Hallen und erfasst alles was nicht bei „3“ im Schrank ist.

Jedes Mal wenn künftig irgendein Handwerksmensch ’nen Umbau vorgenommen hat, muß die Technik ev. erneut anrücken und zumindest den Teil neuscannen. In jedem Fall muß das Ganze dann in den bestehenden Datenbestand eingepflegt werden. Ein geiler Auftrag für die Ewigkeit, vor allem für die Firma die das machen darf.

Wenn man das dann noch für alle Gebäude in städtischer Hand vorhat, reden wir von Millionen EURO.

Die Stadt Ratingen hat dazu zB ein Pflichtenheft erstellt, lustig zB der Punkt „2.1. Zugänglichkeiten“. Hier wird geregelt was zu tun ist, wenn die Vermessenden oder ihr Gerät die Räumlichkeiten nicht betreten können.

Der Hausmeister -in Ratingen HM genannt- muß da echt mithelfen. Aber was, wenn es eine Hausmeisterin ist? Egal.

https://www.stadt-ratingen.de/buergerservice/buergerinfo/formulare/25/Stadt-Ratingen_Gebaeudebestandserfassung-Regelwerk_03-2016.pdf

Ich stelle ja gar nicht in Abrede, dass es notwendig ist grobe Gebäudedaten vorrätig zu haben. Aber ich denke jeder der künftig über irgendeine Baumassnahme entscheiden soll, wird sich das Ganze und die Einzelheiten immer noch direkt und zeitnah vor Ort anschauen. Erneut (ver)messen, prüfen und dann entscheiden.

Wenn das unterbliebe, passiert was passieren muß: Was nicht passt wird passend gemacht.

Am Einbau der Terrorpoller auf der Königstrasse -der immer noch nicht abgeschlossen ist- kann man gut sehen was abgehen muß. Loch graben und erstmal gucken. Glaubt irgendjemand das würde sich trotz moderner digitaler Erfassungstechnik künftig ändern?

Und am Beispiel der angeblich verschwundenen Unterlagen zum MSV-Stadiondach kann man sich vorstellen, dass auch digitale Daten nicht vor derartigen Problemen schützen.

 

Mahmut Özdemir zu den 50 Millionen für Hamborn und Marxloh

Link und Özdemir haben ja schon einige konkrete Vorstellungen was mit dem Geldsegen/-regen für Hamborn und Marxloh passieren soll. So soll u.a. die Rhein-Ruhr-Halle abgerissen werden.

Özdemir steigert sich auf seiner Facebook-Seite aber auch noch zu mehr (Zitat):

Wir tun was – für alle Menschen in Duisburg – Bildung und schöne Gebäude und eine saubere Stadt sind der Schlüssel für innere und soziale Sicherheit.
Läuft bei uns!

Und bei mir läuft bald was Ekeliges aus dem Mund was schnell in den Eimer muß.

Meine Fresse, so viel Gloria geht eigentlich auf keine Kuhhaut, da hoffe ich mal Özdemir lässt sich diese Sprüche demnächst auf seine Brust und den Rücken tätowieren. Ach ja, da fehlt nur noch das Wort „Weltfrieden“.