Öffentliches Flehen: Bitte, bitte, bitte kauft unsere Grundstücke!

Ein wirklich erbärmlicher Artikel, sorry, ein entlarvender Artikel mit erbärmlichem Thema ist gerade in der WAZ aufgetaucht.

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article411926383/6-seen-wedau-bietet-flaechen-fuer-jeden-so-wirbt-duisburg-um-investoren.html

Es geht um die Vermarktung der immer noch vielen freien Flächen in 6-Seen-Wedau. Denn Stadt, DBI und Nerra GmbH (vorher Gebag) sind derzeit auf der Düsseldorfer Immo-Messe „Polis Convention“ unterwegs und flehen nun alle und jede/n an doch bitteschön endlich in Wedau zu investieren.

Tja, die ehemals als Mega-Filetbaufläche angepriesene und als mögliche künftige Heimat von DüsseldorfernInnen hochgejazzte Bahn-Brache ist geschrumpft auf ein stinknormales Baugebiet, wo aber anscheinend lieber fast niemand investieren noch wohnen will.

Nun kann man auch winzige Flächen erwerben, Hauptsache man tut es. Und Gewerbeflächen, es darf allerdings nicht laut werden, sind auch möglich.

Angeblich werden auf der Messe stündlich Gespräche geführt, aber man kündigt bereits gleichzeitig an, dass diese nicht zwangsläufig täglich am Abend oder nach der Messe zu Resultaten geführt haben müssen. Nein, diese Resultate können sich auch erst sehr viel später einstellen. Aha, soso, welch  grandiose Erkenntnis.

Das Ganze wird aber so dermassen jämmerlich vorgetragen, dass es schmerzt und man sich fragt wann die Grundstücke endlich verschenkt werden.

Wenn dann der Pressemann der DBI auch noch zitiert wird mit „Bei 6-Seen passiert gerade richtig was.“ weiss man geradezu instinktiv, dass eigentlich gar nichts passiert, ausser dass er selbst total die Hosen voll hat das Bauprojekt jemals wieder als mega, giga oder sonstwie überschwenglich anzupreisen.

Hier noch eine passende Durchhalteparole bzw. Empfehlung von mir:

Blumenampeln sind was Feines, könnten sie doch auch das riesig-brache Baugelände in Wedau in ein wahres Paradies verwandeln. Man muss es nur wollen und sich ganz feste vorstellen.

Ich drück dann mal die Daumen. Vor allem den Betreibern im bereits entstehenden Nahversorgungszentrum das ja bereits ordentlich Gestalt angenommen hat. Die brauchen nämlich ausreichend Kundschaft aus der Umgebung. Sonst ist es ja kein NAH-Versorgungszentrum.