Hat Mahmut Oezdemir bei mir bzw. DUISTOP abgeschrieben?

Denn er hat eine wirklich fantastisch zutreffende Bestandsaufnahme „seiner“ SPD hingelegt, schon am 24. März. Hier nachzulesen:

https://www.oezdemir-fuer-duisburg.de/2026/03/24/hoffnung-ist-keine-strategie-die-spd-braucht-eine-kurskorrektur/

Mir war der Text durchgeflutscht, aber ein aufmerksamer DUISTOP-Leser (Grüsse) hat mich heute darauf aufmerksam gemacht.

So viel glasklare Vehemenz traute ich Oezdemir eigentlich nicht zu.  Bisher glänzte er meiner Ansicht nach eher mit ziemlich bodennaher, wenn nicht gar unterirdischer Äusserungsqualität. Aber anscheinend dräut ihn die Sache bzw. der Zustand der SPD sehr, denn vom anstehenden Untergang der Partei ist er ja selbst massiv betroffen. Sein Appell ist eventuell nur ein Hilferuf.

So er ist viel jung für die Rente und viel zu zart um vielleicht noch Jahre am Zementmischer zu stehen, als Ausbeiner zu malochen oder was die Jobwelt sonst für ihn alternativ bereithalten könnte.

Bemerkenswert dieses Zitat:

«Die Menschen sehen Stadtteile im Duisburger Norden, die nichts mehr mit der Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen verglichen mit dem Süden zu tun haben. Im Norden haben wir deshalb zwei Ratswahlkreise an die AfD verloren, weil wir als SPD nicht die Lebensrealität der Menschen ernst genommen haben. Stattdessen sehen wir falsche Prioritätensetzungen und Beschwichtigungen. Die Lebensrealitäten dieser Menschen sind, dass Schrottimmobilien neben ihren Eigenheimen missbraucht werden und ihre Altersvorsorge vernichten.»

Da wird sich Link aber freuen, geht er mit seiner Task Force doch regelmässig gegen die Bewohnenden von Schrott-Immobilien vor, aber wohl weniger gegen die Vermietenden. Aber Achtung, mit Link hat Oezdemir es ja nicht so, übrigens auch ein Zeichen für den Zerfall der sich von unten nach oben durchfrisst, wenn es nichts mehr im Übermass zu verteilen gibt bzw. wenn man intern gegeneinander arbeitet. Von Geschlossenheit keine Spur mehr, jeder gegen jeden ist das was jetzt noch zählt.

Ich finde, die SPD soll genauso weitermachen, denn neben Link kann ich auch Typen wie Oezdemir und viele andere partout nicht ausstehen.

Denn wer nach Jahren des eigenen Profitierens nun derart unkonziliant mit seiner Amme umspringt, sich selbst aber in keinster Weise anders verhält als bisher, und man beginnt am besten bei sich selbst zuerst, der hat es nicht anders verdient als ver- und missachtet sowie schlussendlich politisch entfernt zu werden.

In der gesamten Geschichte kann man sehen, dass solches Vorgehen der blossen Eigenkritik und blosses Fordern ohne konkretes beispielhaftes und vorbildhaftes Handeln nie etwas bewirkt hat, wenn aus Worten nämlich keine Taten werden.

Es bleibt letztlich nur ein hilfloser Ausdruck und ein jämmerliches Beschreiben des eigenen jahrelangen Versagens.

Mir gegenüber hat sich Oezdemir stets als das erwiesen was ich als politischen Parvenue bezeichne: eitel, selbstgefällig, arrogant, abgehoben, glatt und ohne jegliche Ausstattung mit dem was ich a) von einem SPDler erwarte, b) von einem Demokraten und c) von einem Menschen mit Rückgrat.

Es ist also nur peinlich wohlfeil was der Mann (be)schreibt und letztlich ein kümmerlicher und inkonsequenter Abgesang auf sich selbst.

Sowohl er als auch seine von ihm adressierten GenossenInnen können gar nicht anders als so weitermachen wie bisher, denn wenn nicht, müssten sie ja öffentlich zugeben unendlich viele Fehler gemacht zu haben, und wer bitte schön ist von denen dazu bereit? Sie antworten ja nicht einmal auf Fragen. Lieber balgen sie sich weiter um die letzten Reste vom Braten oder vom Aas – je nachdem wie man den Zustand des Fleisches am Futtertrog bezeichnen möchte.

Der Zustand der CDU ist übrigens auch nicht besser und auch nicht viel anders.