Verlogen: Vor einem Monat keilte Özdemir öffentlich gegen die GenossenInnen. Und nun?

Ist doch irgendwie merkwürdig, noch vor einem Monat keilte Mahmut Özdemir, SPD-MdB, öffentlich laut BILD heftigst gegen seine SPD und beschrieb was längst allen klar ist. Es geht bei den GenossenInnen nicht um Deutschland, nicht um Duisburg, nein allein um Posten und Pöstchen.

https://www.bild.de/politik/inland/spd-zerlegt-sich-mahmut-oezdemir-will-sonderparteitag-und-rechnet-mit-funktionaeren-ab-69c375f0af187d606b8120b0

Was blieb in der abgelaufenen Woche von Özdemirs Aufregung übrig? Nichts. Denn hier in Duisburg war er anscheinend handzahm. Sogar die bisherigen drei vollversagenden MdLs wurden erneut als Kandidaten bzw. Kandidatin für die Landtagswahl im nächsten Jahr bestätigt. Wenn auch nicht überzeugend.

https://www.waz.de/lokales/duisburg/article411810074/spd-kandidaten-fuer-landtagwahl-so-knapp-verlaufen-die-kampfabstimmungen.html

Börner*, Philipp und Falszewski dürfen also 2027 wieder ran. Die SPD-interne Konkurrenz (Mellenthin und Ketici) konnte sich nicht durchsetzen. Dabei hatten es mir die verfeindeten Lager innerhalb des Duisburger Parteiablegers – hier Özdemir und da Link und Philipp – unabhängig voneinander hoch und heilig angekündigt, dass es anders kommen soll.

Aktuelle Umfragen räumen der NRW-SPD insgesamt übrigens nur noch Chancen auf den vierten Platz ein, hinter CDU, AfD und den Grünen.

Eine Wachablösung von Amtsinhaber Wüst als MP wird dann wohl eher nicht stattfinden, zumindest nicht durch den bereits bestimmten SPD-Kandidaten. Wüst schlägt sich allerdings zur Zeit immer noch mit dem elenden und lästigen Machtmissbrauchsskandal rund um „seine“ Bauministerin Scharrenbach ‚rum.

 

* In Sachen Börner habe ich akut nicht nachgeschaut ob er erneut ein krudes Video hochgeladen hat. Sie erinnern sich sicherlich wie er in einem Reel zu sehen war und z.B. eine Plakatwand beschwor.