Riesiger Artikel mit Enzweilers Langeweile-Einlassungen zum Handel

Der stationäre Einzelhandel auch in Duisburg ist arg gebeutelt und er war es vor der Krise bereits. Online-Händler gewinnen neue Kunden laufend dazu.

Dies nimmt Rainer Enzweiler (CDU) zum Anlaß uns allen den Einkauf vor Ort zu empfehlen, den bei den Kaufleuten um die Ecke. Die Geschäfte und Läden sollen wir angesichts der Lockerungen wieder bevorzugt aufsuchen.

Er befürchtet, es könnten aufgrund der Krise noch mehr Leute Geschmack am Online-Kauf gefunden haben, die nun nicht mehr zurückzugewinnen sind.

Naja, mit solch erbärmlichen und überausführlichen Bittschreiben sicherlich nicht. Gross nachzulesen auf Seite 3 des heutigen Wochenanzeigers (Printausgabe).

Haben nicht Enzweiler und Co., also die Politik, jahrelang tatenlos zugeschaut wie der Einzelhandel in die Knie ging? Haben sie.

Nun stellen sie sich hin und machen auf BitteBitte um beim Wahlvolk als Kümmerer dazustehen. Das alles ist aber eher kümmerlich, so wie die 1.500-EURO-Prämien an Pflegekräfte.

Ganz ehrlich: Die Zeiten des stationären Einzelhandels wie wir ihn kennen/kannten sind vorbei. Warum sollte man umständlich in der City einkaufen gehen, wenn es viel bequemer von zuhause aus geht – rund um die Uhr? Und dass die Beratung und der Service vor Ort ein besserer sein soll, das glauben auch nur noch Herr Enzweiler und ein paar versprengte Einzelhandelsfunktionäre.

Am Ende wird es so kommen, dass der Handel in den grossen Innenstädten zum erhaltenswerten Kulturgut erklärt wird, die Städte werden selbst oder beauftragte Firmen werden Kulissen bauen und die werden dann Einzelhandel „spielen“. Umsätze sind zweitrangig, Hauptsache es ist Leben in der Stadt.

Die Entwicklungen dahin kann man seit 20 Jahren beobachten.

Und als ich 2016 die Idee hatte den Handel -zumindest in der City- in ein digitales Portal zu verlagern(kostenlos) wollten auch nur fünf kleine Anbieter überhaupt mitmachen. Ich habe das Ganze dann verworfen, spätestens als mir Anja Kopka, rechte Hand und Souffleuse von OB Link, im Rathaus die Frage stellte: Was wollen Sie denn?

Mitleid habe ich deshalb also NullKommaNullNullNix.

Ausser mit Herrn Enzweiler und Herrn Bommanm. Ein bisschen.

Eine Antwort auf „Riesiger Artikel mit Enzweilers Langeweile-Einlassungen zum Handel“

  1. Maifeuer und Stadtlunte:

    Die Lehrer- und Beamten-Zeitungen NRZ und WAZ Duisburg verlieren immer mehr Leser und Abonnenten. Die Zeitungsauflage schrumpft. Die Redaktionen von NRZ und WAZ Duisburg bedienen die Interessen von Lehrern und SPD Genossen wenige Jahre vor dem Paradies: „Ähh, wir haben schon immer SPD gewählt, aber lass uns bloß mit Politik in Frieden!“

    Warnung an die publizistischen Hasenfüße des Spießjournalismus: Hey, Ihr Ruhrbarone der Parteihochburg! Wer zum Mietfinger wurde, den bestraft das Leben!“
    Der Bürgerjournalismus als Igel lässt die Funke Medien Gruppe springen wie einen Hasen.

    Duisburg ist echt sein Image: „Ähh Julia, ich mach Dir zum Bunny!“ Das Julia Becker von Funke Medien macht den Hasentanz mit RAG und INEOS – auf der Hubbrücke Homberg; die wurde zur symbolischen Guillotine.