Ask Force – Bürgerbeteiligung – Olympia – No-Engagement in the Innenstadt

Wie jedes Jahr interviewte spruchreif-Moderator Mario Mais (Studio47) auch 2020 erneut unseren allseits geschätzten OB Sören Link in einem Doppelformat von jeweils 30 Minuten.

https://youtu.be/IotL4ul6q1g?list=PLj9RlV6qomR6KdnYYBM-jPqXs0oeDraYK

Den ersten Teil habe ich mir angeschaut und blieb an den folgenden Punkten besonders hängen. Vorab noch die Info, dass man wissen sollte, dass solche Interviews mit hoher Wahrscheinlichkeit so ablaufen:

Moderator schickt die Fragen an den OB oder seinen Adlatus

OB oder Adlatus sagen okay oder nicht okay

Moderator fragt einen gut vorbereiteten OB

OB spricht so flüssig, dass Mamma, Omma und Tante Käthe stolz sein können

Mit anderen Worten, allzu Kritisches darf man nun nicht erwarten.

Aber jetzt zu den Auffälligkeiten.

Dazu meine erste Frage an den OB: Was hat die Kindergeldkasse als beteiligte Behörde in Sachen Zwangsräumungen bei der Task Force zu suchen? (ab Minute 6)

Nun gleich hier die Antwort, die der OB mir so natürlich nicht geben wird: Wenn die Zwangsräumten zwangsgeräumt wurden weiß sofort die Kindergeldkasse, dass die Adressen nicht mehr gelten/stimmen und die stellt dann die sofort Zahlungen ein.

Was mir noch auffiel war die Zahl der Aufsagungen des Wortes „Bürgerbeteiligung“.  Meine Fresse, als dann auch noch der OB sagte „Die Bürger entscheiden was in Duisburg passiert.“ hab ich mich eingenässt. Vor Lachen.

Nun ja, gute Wahlwerbung ist eben Gold wert und so ein Zugpferd wie Link vollbringt in Sachen Bürgerbeteiligung möglicherweise wahre Werbewunder. Gleiches hatte er wohl im Sinn mit Olympia 2032. Auch er trommelt bereits dafür, jedoch mit einer ziemlich kruden, aber immer wieder gern genutzten Begründung. Wenn nämlich Olympia 2032 ins RheinRuhrGebiet käme, müsste man ja bereits vorher und rechtzeitig die Infrastruktur schön machen. Frage: Tja und wenn Olympia nicht kommt, dann ist das mit der Infrastruktur nicht notwendig? Da fällt mir ein, richtig, Duisburg braucht ja jede Menge Fördergelder und da könnte Olympia ein Door Opener sein für entsprechende Verhandlungen mit Land, Bund und EU und … vllt. auch mit den Verantwortlichen auf Beteigeuze. Alles anzapfen was nicht bei drei auf dem Baum ist.

Zuletzt will ich noch Ihr Augenmerk auf die Einlassungen des OB in Sachen Innenstadt lenken und zum besten geben. Ein wenig verdruckst sagt er nämlich in Richtung der dortigen Kaufmannschaft und Immobilienbesitzer: Ihr tut nicht genug! Wenn die jetzt meinen in seine Richtung zeigen zu müssen haben wir ein Patt. Also dann bis zum 6. Innenstadt-Pakt-Geschwurbel, bei dem sich die Kontrahenten wieder unisono einig werden: Es geht voran. Abgesegnet vom Oberhandels-Obermeister vom Einzelhandelsverband Bommann. Und ich wette schon heute auf … Blumenkübel. LOL

Ansonsten strotzt das Interview vor Selbstbeweihräucherung angesichts all der Superprojekte die nun anstehen, Mercator hier und da und hoppsassa, Duisburger Freiheit, IGA, Olympia, 6-Seen-Wedau, Vincenz, Barbara, trullala und hallali.

Duisburg hat die Filetstücke, die besten, die grössten, die schönsten, … ich krieg mich nicht mehr ein vor Glück.

Um runterzukommen werfe ich mal einen Blick auf den aktuellen Gemeindeprüfbericht. Aber das soll ja alles bald viel besser werden. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Danke J. W. von.

 

 

 

Eine Antwort auf „Ask Force – Bürgerbeteiligung – Olympia – No-Engagement in the Innenstadt“

  1. Duisburg ist echt eine Schlidder-Stadt.

    Wir haben Kindesmissbrauch in der Katholischen Kirche und Bürgermissbrauch in der Stadtverwaltung Duisburg, Stadtmissbrauch durch Logport in der Loser Town NRW.

    Image Duisburg schliddert immer tiefer und entgleister durch Redaktionsleiter Mike Michel, Rheinische Post Duisburg. Der Spieß-Journalismus in Hochform des generellen Duisburg Versagens.