Wenn am Sonntag Wahl wär‘ – dann würde die SPD in Duisburg abschmieren

So jedenfalls der Tenor der neuesten Sonntagsfrage der NRZ. Zwar ist in der Regel damit die Bundestagswahl gemeint, doch die NRZ hat ihre Umfrage zur  Kommunalwahl gestellt, gewählt würde dann der Duisburger Stadtrat.

Die Wahl findet tatsächlich allerdings erst 2020 statt.

Eklatant: SPD und CDU – auch in Duisburg in einer Groko vereint-  verlören in diesem Fall im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 sehr drastisch.

Am härtesten träfe es die SPD. Sie fiele von 41 Prozent auf nur noch mickrige  21 Prozent (fast wie im Bund 2017). Damit hätte sie innerhalb von nur vier Jahren in Duisburg fast 50 Prozent der Wähler-Stimmen verloren. Die CDU rutscht nicht ganz so deutlich ab, aber immerhin von 24,8 auf 19 Prozent. Ein Verlust von rund 25 Prozent.

Da fragt man sich schon wie SPD-Genosse Link im letzten Herbst 56 Prozent als alter-neuer OB auf sich vereinigen konnte.  Aber ich verwechsle bzw. vergleiche hier sicherlich nur Eier mit Birnen.

Denn das was Link macht ist ja deutlich besser als das was im Rat entschieden wird. Zumindest hat er sich letztens in einem Interview noch selbst gelobt. Zusammenhänge sind also vollkommen ausgeschlossen. Ich bin aber auch ein Dummerchen. LOL

Fazit: Egal was man auch von den Umfragen dieser Art hält, ich kann mir diese Zahlen für 2020 durchaus vorstellen. Mal gucken ob Link dann noch im Amt ist.

2 Antworten auf „Wenn am Sonntag Wahl wär‘ – dann würde die SPD in Duisburg abschmieren“

  1. Bei der OB-Wahl ist die Auswahl geringer und auch die Wahlbeteiligung.
    Um zu vergleichen müsste man das absolute Wahlergebnis berechnen. Sprich die angeblich über 50 % mit der Beteiligung multiplizieren.

    Wahlbeteiligung war 62,27 % (Quelle https://duisburg.de/wahlen_2017.php)
    => 0,5688*0,6227 = 0,35

    Korrekt wäre als nur 35 % der Wahlberechtigten haben für Sören Link gestimmt.

    1. Die Berechnungsmethode entspricht mathematischen Grundsätzen.
      Wie hätten die Nichtwähler sich wahltechnisch verhalten, wenn sie wählen gegangen wären?
      Diese Frage stellt sich wohl nach jeder Wahl, je nach politischer Ausrichtung, wird dann die Sache entsprechend interpretiert und ausgelegt.
      Viel wichtiger wäre es nachzufragen, warum die Partei der “ Nichtwähler “ so einen großen Zulauf hat.
      Wird in Duisburg möglicherweise doch keine bürgernahe transparente Politik gelebt, wie von den verantwortlichen Politikern gerne, auch ungefragt, herausgelullt wird?